Jüdische Allgemeine

Jüdische Allgemeine
Jüdische Allgemeine
Logo der jüdischen Allgemeine
Beschreibung deutsche Wochenzeitung
Verlag Jüdische Presse gGmbH
Erstausgabe 1946
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage (IVW 3/2011) 6175 Exemplare
Chefredakteur Christian Böhme
Herausgeber Zentralrat der Juden in Deutschland
Weblink juedische-allgemeine.de
ISSN 1618-9698

Die Jüdische Allgemeine stellt heute das bedeutendste und auflagenstärkste Periodikum des deutschen Judentums dar. Als „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“ – so ihr Untertitel – führt die Jüdische Allgemeine unmittelbar die Tradition der großen liberalen Blätter des 19. und 20. Jahrhunderts fort.[1]

Sie wurde 1946 als Jüdisches Gemeindeblatt für die Nord-Rheinprovinz und Westfalen mit Sitz in Düsseldorf gegründet und noch im selben Jahr in Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone umbenannt. Nach einigen weiteren Namenswechseln hieß sie ab 1973 Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, ab 2002 dann Jüdische Allgemeine. Gründungsherausgeber und erster Chefredakteur war Karl Marx.

Die Redaktion zog 1985 nach Bonn, 1999 nach Berlin. Die verkaufte Auflage beträgt 6175 Exemplare.[2] Herausgeber der Jüdischen Allgemeinen ist der Zentralrat der Juden in Deutschland. Er finanziert sie etwa zu einem Drittel, je ein weiteres Drittel tragen Anzeigen und Abonnements bei.

Die Zeitschrift sieht sich in der Tradition der Allgemeinen Zeitung des Judenthums, die 1837 gegründet wurde, 1922 in der Publikation CV-Zeitung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens aufging und am 3. November 1938 eingestellt werden musste.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hartmut Walravens (Hrsg.): Newspapers in Central and Eastern Europe. = Zeitungen in Mittel- und Osteuropa (= IFLA Publications 110). Papers presented at an IFLA conference held in Berlin, August 2003. K. G. Sauer Verlag, München 2005, ISBN 3-598-21841-9.
  2. laut IVW, drittes Quartal 2011, wöchentlich (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)

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