Kirchberg am Wagram

Kirchberg am Wagram
Kirchberg am Wagram
Wappen von Kirchberg am Wagram
Kirchberg am Wagram (Österreich)
Kirchberg am Wagram
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Tulln
Kfz-Kennzeichen: TU
Fläche: 60,26 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 15° 54′ O48.43027777777815.898055555556224Koordinaten: 48° 25′ 49″ N, 15° 53′ 53″ O
Höhe: 224 m ü. A.
Einwohner: 3.419 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 56,74 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3470
Vorwahl: 02279
Gemeindekennziffer: 3 21 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 6
3470 Kirchberg am Wagram
Website: www.kirchberg-wagram.at
Politik
Bürgermeister: Johann Benedikt (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
15 ÖVP, 7 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram im Bezirk Tulln
Absdorf Atzenbrugg Fels am Wagram Grafenwörth Großriedenthal Großweikersdorf Judenau-Baumgarten Kirchberg am Wagram Königsbrunn am Wagram Königstetten Langenrohr Michelhausen Muckendorf-Wipfing Sieghartskirchen Sitzenberg-Reidling St. Andrä-Wördern Tulbing Tulln an der Donau Würmla Zeiselmauer-Wolfpassing Zwentendorf an der Donau NiederösterreichLage der Gemeinde Kirchberg am Wagram im Bezirk Tulln (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Kirchberg am Wagram ist eine Marktgemeinde im Bezirk Tulln in Niederösterreich mit 3419 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) auf einer Fläche von 60,26 km2. Sie liegt nördlich der Donau am markanten Höhenzug des Wagram und ist v.a. durch ihren Weinbau bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Marktgemeinde liegt im Süden im Tullnerfeld und im Norden am Wagram. 10,46 Prozent der Fläche sind mit Wald bedeckt, der überwiegende Teil ist Auwald. Der Ort Altenwörth liegt an der Donau, hier befindet sich auch ein großes Wasserkraftwerk.

Katastralgemeinden sind Altenwörth, Dörfl, Engelmannsbrunn, Gigging, Kirchberg am Wagram, Kollersdorf, Mallon, Mitterstockstall, Neustift im Felde, Oberstockstall, Sachsendorf (keine Kat-Gemeinde), Unterstockstall und Winkl.

Geschichte

Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Die im 12. Jahrhundert errichtete Wallfahrtskirche Maria Trost wurde im 17. Jahrhundert barockisiert und ist weithin sichtbar. Im Gut Oberstockstall wurde das Labor eines Alchimisten entdeckt.

Im Jahre 2002 wurden einige Ortsteile nahe der Donau vom verheerenden Donauhochwasser 2002 heimgesucht. Im Süden drängte die Donau über die Ufer, aber im Norden flutete auch der Kamp die Gemeinde, was dazu führte, dass das Wasser von der donauabgewandten Seite die Orte bedrängte und nicht abfließen konnte. Einige Häuser standen tagelang unter Wasser. Nachdem sich das Donauhochwasser soweit gesenkt hatte, beschloss die örtliche Freiwillige Feuerwehr, den Damm, der vor der Donau schützen sollte, zu sprengen, sodass das Wasser aus dem Ortsteil Winkl in die Donau fließen konnte. Damit entspannte sich die Situation. Einige Jahre zuvor war eine Schleuse, die ein kontrolliertes Abfließen des Wassers ermöglicht hätte, aus ökonomischen Gründen nicht realisiert worden.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3341 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 3206 Einwohner, 1981 3214 und im Jahr 1971 3314 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Johann Benedikt, Vizebürgermeister ist Hubert Fiegl, Amtsleiter Herbert Eder. Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 23 Sitzen nach der Gemeinderatswahl 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 15, SPÖ 7, FPÖ 1, andere keine Sitze.

Wappen

Blasonierung: „In Gold auf einem Bogenschildfuß eine Wiese in natürlichen Farben, darauf eine Kirche in natürlichen Farben (verschiedene helle Farbtöne und Schattenschraffuren) mit sich nach vorne öffnendem rechtwinkligem, mit roten Schindeln bedachten Langhaus, an dessen Stirnseiten je eine schwarze Toröffnung, darüber und an den Innenseiten je ein schwarzes Bogenfenster, im Winkel ein über Eck gestellter Turm mit vorkragendem bezinntem rotem Zeltdach und je Seite zwei schwarze Bogenfenster in der oberen Turmhälfte.“

Die Kirche auf der Wiese im Bogenschildfuß stellte eine "Kirche auf einem Berg" dar. Sie symbolisiert einerseits das weithin sichtbare Gotteshaus des Ortes, und benennt andererseits als sogenanntes "redendes Wappen" den Ortsnamen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museum

Ein im Gut Oberstockstall entdecktes Labor eines Alchimisten ist im Alten Rathaus in Kirchberg ausgestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Kirchberg am Wagram

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 134, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 226. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1518. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,11 Prozent.

Kirchberg am Wagram ist über die Stockerauer Schnellstraße S5 und die Franz-Josefs-Bahn verkehrsmäßig gut an den Großraum Wien angebunden.

Pfarrverband

Zum Pfarrverband Kirchberg am Wagram gehören die Pfarren Kirchberg am Wagram, Altenwörth und die Pfarrexpositur Ottenthal. Pfarrer des Pfarrverbandes ist seit 1. September 2005 Maximilian Walterskirchen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

Literatur

  • Franz Eiselt: Beiträge zur Geschichte des Marktes Kirchberg am Wagram unter besonderer Berücksichtigung des Zeitraumes 1650–1806. Dissertation, Universität Wien 1973.
  • Richard Hübl: Geschichte der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram. Herausgegeben anläßlich der 500. Wiederkehr der Verleihung des Marktrechtes und Marktwappens durch Kaiser Friedrich III. im Jahre 1493. Marktgemeinde Kirchberg am Wagram, Kirchberg am Wagram 1993.
  • Franz Mann: Was sagen uns die Flurnamen im Bezirk Kirchberg am Wagram? Ein Heimatbuch für jung und alt. Mann, Kirchberg am Wagram 1959.

Weblinks


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