Lego

Lego
LEGO A/S
LEGO Logo
Rechtsform Aktieselskab
Gründung 1932
Sitz Billund, Dänemark

Leitung

  • Jørgen Vig Knudstorp, CEO
  • Niels Jacobsen, Chairman of the Board
  • Kjeld Kirk Kristiansen, Deputy Chairman of the Board, Hauptaktionär
Mitarbeiter 5388 (Ø 2008)[1]
Umsatz 11,7 Mrd. DKK (2009)[1]
Branche Spielwarenhersteller
Produkte Spielwaren
Website www.lego.com

Die Lego A/S (auch The LEGO Group, offizielle Schreibweise LEGO) ist ein dänisches Unternehmen, das durch die mittlerweile als Spielzeugklassiker geltenden Legosteine bekannt wurde. Dabei handelt es sich um ein Baukastensystem, bei dem bunte Kunststoff-Klötzchen, Zahnräder, Figuren und andere Kleinteile zusammengesteckt werden, um damit Modelle von fast allen erdenklichen Dingen zu bauen. Das Wort Lego leitet sich vom dänischen „Leg Godt“ = „spiel gut“ ab.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Legostein 1949 und 1958
früheres Lego Logo (1965)
Lego-Duplo-Logo
Lego Modellfahrzeuge 1:87 (1956 - '68)

Das Unternehmen wurde 1932 vom dänischen Tischlermeister Ole Kirk Christiansen zunächst zur Herstellung von Holzspielzeug gegründet. 1934 erfand er den Namen „Lego“ als Abkürzung für „leg godt“, dänisch für „spiel gut“. Vermutungen, der Name sei vom lateinischen lego (ich lese, ich sammle) hergeleitet, werden vom Hersteller bestritten.

1949 wurden Legosteine eingeführt, die den heutigen Steinen bereits ähnelten. Es handelte sich um farbige Kunststoffquader aus Celluloseacetat, deren Oberseiten, wie bei den heutigen Steinen, mit Noppen besetzt waren. Die Unterseite war jedoch völlig hohl, was dazu führte, dass mit diesen Steinen gebaute Modelle nicht besonders stabil waren. Dieses Problem wurde beseitigt, indem in die Unterseite der Steine hohle Röhren integriert wurden. Dieses Kupplungsprinzip wurde am 28. Januar 1958 zum Patent angemeldet, das 1988 auslief.

Von 1956 bis Ende der 1960er Jahre produzierte Lego in einem Werk in Deutschland, Hohenwestedt Modellfahrzeuge.[2] Die Modelle wurden realen Vorbildern im Maßstab 1:87 (H0) nachempfunden. Die Serien umfassten 16 PKW-Modelle, verschiedene Lastwagen, Zweiräder[3] und Zubehör wie Verkehrszeichen. Dazu passende Gebäude könnten aus den bereits vertriebenen Bausteinen gebaut werden[4] und brauchten nur durch weitere Elemente wie Garagentor mit spezieller Grundplatte ergänzt werden.

Ab 1996 war der Legostein vom Deutschen Patent- und Markenamt als Marke eingetragen. Dagegen gingen mehrere Wettbewerber vor. Am 16. Juli 2009 bestätigte der Bundesgerichtshof in letzter Instanz die vom Bundespatentgericht ausgesprochene Löschung der Marke. Im Interesse der Allgemeinheit müssten Formen vom Markenschutz freigehalten werden, deren wesentliche Merkmale eine technische Funktion erfüllten. Die Noppen auf der Oberseite des Spielsteins seien Teil des für Lego typischen Klemmsystems und hätten damit ausschließlich eine technische Funktion, urteilte der Bundesgerichtshof. Entsprechend urteilte am 14. September 2010 auch der Europäische Gerichtshof.[5]

Die Methode des Einzapfens wurde von den bereits im 19. Jahrhundert bekannten, aus Steinmehl gepressten Ankerbausteinen (siehe Anker-Steinbaukasten) übernommen und von Lego auf ein 8-mm-System auf Plastikbasis übertragen. Diese Bauweise setzte sich durch und wird noch immer verwendet.

Neben den Standard-Legosteinen machte die Familie Christiansen verschiedene Experimente bzw. entwickelte Alternativen zu Lego. Ab 1967 wurde Modulex für Architektenbüros produziert: Die Steine hatten die Ur-Form mit der hohlen Unterseite, besaßen 5/8 der Größe der originalen Legosteine und waren somit nicht kompatibel. Neben maßstabsgetreuen Modellen wurden aus diesen Steinen Hinweis- und Infotafeln hergestellt, beispielsweise für Krankenhäuser. Mitte der 1950er-Jahre wurde von Ole Kirk Christiansens Sohn Gerhardt Kirk das Unternehmen BILOfix gegründet, das neben Holzspielzeug auch eine Art Werkzeug-Baukastensystem herstellte.

Die Produktpalette von Lego wurde ständig erweitert, etwa um Platten und Schrägdach-Teile, später um Räder, transparente Steine und Figuren. Heute gibt es Tausende verschiedener Bauteile. Nach wie vor können aber alle auf irgendeine Weise miteinander kombiniert werden.

Im Jahr 2003 machte das Unternehmen erhebliche Verluste (ca. 180 bis 190 Millionen Euro). Zurückgeführt wird das auf fatale Fehler im Management, das die klassischen Kinderthemen aufgab, beispielsweise den eingeführten Markennamen Duplo und das klassische Thema Legoland (Stadt). Der Verkauf von Star-Wars- und Harry-Potter-Produkten, die als Modethemen ins Programm genommen wurden und zuerst erfolgreich waren, stagnierte. Als „Rettung“ von Lego erwies sich die von vielen Lego-Fans als nicht Lego-typisch angesehene Bionicle-Serie. Ein Produkt dieser Serie kam unter die zehn meistverkauften Weihnachtsgeschenke in den USA.

Als Reaktion auf die Verluste wurde eine Rückkehr zu bewährten Themen versucht. Erste Erfolge zeigten sich bereits im ersten Quartal 2005, als die Verluste auf 13,2 Millionen Euro reduziert werden konnten. 2006 wurden die Produktionsstätten in der Schweiz (im Luzernischen Willisau) sowie die Distributionszentren in Billund, Hohenwestedt, Flensburg, Dunkerque und Lyon geschlossen und nach Tschechien verlegt. Die deutsche Hauptverwaltung zog von Hohenwestedt nach München um.

Unternehmensführung

Jørgen Vig Knudstorp, Geschäftsführer der LEGO A/S

Seit 2004 ist Jørgen Vig Knudstorp der Geschäftsführer der LEGO A/S. Knudstorp studierte in Aarhus Wirtschafts- und Ostasienwissenschaften. In Großbritannien erwarb er den MBA und promovierte an der Universität Aarhus.[6] Nach einer Tätigkeit bei der Unternehmensberatung McKinsey, auch für Lego, wurde er 2003 Legos Finanzchef.

Der Hauptaktionär der Firma LEGO ist Kjeld Kirk Kristiansen, der Enkel des Firmengründers.

Gestaltung und Herstellung, Material und Verträglichkeit

Seit ihrer Einführung 1949 waren Legosteine in allen Varianten in erster Linie Teil eines Systems. Heutige Legosteine passen trotz aller Änderungen in der Form noch immer mit den Steinen aus dem Jahr 1963 zusammen, sofern sich das bis in die 1960er Jahre verwendete Material Celluloseacetat nicht durch Alterung zu sehr verformt hat. Seit 1963 werden Legosteine aus dem Kunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) hergestellt. Transparente Bauelemente bestehen aus Makrolon, einem Polycarbonat[7], Achsen aus Polyamid[8].

Die Steine, Achsen, Figuren und alle anderen Elemente im Lego-System werden mit einer Toleranz von nur zwei Mikrometern gefertigt. Bei den Farben gab es 2004 erstmals einige Änderungen (u. a. Wechsel von „altgrau“ auf „neugrau“).

Produkte und Produktserien

Ein typischer 4×2-Legostein

System

Als System wird der Legostein bezeichnet. Ein Legostein mit 1×1-Noppe ist circa 7,8×7,8×9,6 mm groß und die Noppe ist 1,7 mm hoch. Davon leiten sich die Größen fast aller anderen Legoelemente ab. Selbst Lego-Technik-Verbinder sind mit diesem Grundstein kombinierbar, indem man sie in die Röhren auf der Unterseite steckt. Es gibt auch Lego-Uhren, die mit den Grundsteinen kombinierbar sind.

Figuren

Lego-Männchen (Minifigs) im Berufsverkehr

1974 wurden erstmals Teile verkauft, mit denen menschliche Figuren gebaut werden konnten. Es handelte sich um drehbare Kopf- und Armteile; die Unterkörper wurden mit herkömmlichen Steinen gebaut. Noch im gleichen Jahr wurden kleinere Figuren herausgegeben, die den heutigen Figuren ähneln, jedoch war nur der Kopf drehbar, nicht aber Arme und Beine. Die Köpfe waren ohne Gesicht. 1978 wurden dann die noch heute üblichen Miniatur-Figuren vorgestellt, die sogenannten Minifigs. Sie sind ca. 42 mm hoch (Maßstab ca. 1:40) und können in Kopf, Ober- und Unterkörper zerlegt werden. Beide Beine sind getrennt voneinander an einem Gelenkscharnier mit der Hüfte verbunden. Die Arme sind ebenso wie die Hände und der Kopf drehbar.

1979 wurde außerdem die Serie Fabuland ins Leben gerufen, die für jüngere Kinder gedacht war. „Fabuland“ bestand aus größeren Bauteilen; bei den Figuren handelte es sich um Tiere, um die in den Bauanleitungen wie auch in einzeln verkauften Büchern und Hörspielkassetten Geschichten erzählt wurden. 1989 wurde die Serie aus dem Programm genommen.

2002 wurde die Actionfiguren-Serie Galidor ins Leben gerufen, die mit Legosteinen allerdings nur Lego-Technic-Verbindungen als Gelenke gemeinsam hatte.

Seit 2004 gibt es als Ergänzung zur damals Knight’s Kingdom genannten Ritter-Themenserie ca. 20 cm hohe Ritterfiguren mit neuartigen Gelenken.

Themenserien

Detailreiche Lego-Stadt
Oben: 2006, batteriebetrieben; mitte-links: 4,5-Volt-System (mit offenem Batteriewagen), rechts 12 Volt (alt); unten-links: 12 Volt „grau“ mit anderen Schwellen und (Mitte) Übergang zum alten Schienensystem
Dampflok aus der Serie My Own Train
Lego-Raumschiff des UFO-Themas, 1997

Die LEGO-System-Reihe besteht aus zahlreichen Themenserien, die in unterschiedlichen Zeiträumen produziert wurden.

  • Stadt/City/World City: Lego City, wie das Stadt-Thema derzeit heißt, ist das langlebigste und erfolgreichste Thema der LEGO-Group.
  • Burg/Knight’s Kingdom/Castle/Kingdoms: Das Burg-Thema wurde 1978 eingeführt und wird seit 2004 unter dem Namen Knight’s Kingdom vermarktet. Seit 2007 wird Lego Castle hergestellt. Im Jahre 2010 wurde der Name erneut verändert und die Serie unter dem Begriff „Kingdoms“ geführt.
  • Piraten: Piraten-Sets wurden von 1989 bis 2002 produziert. Seit 2009 gibt es eine neue Piraten-Serie mit dem Namen Pirates.
  • Western: Western wurde nur 1996 und 1997 produziert, dann aber mangels Erfolg wieder eingestellt. 2002 gab es eine kurze Neuauflage.
  • Wikinger: Das Wikinger-Thema wurde von 2005 bis 2006 vermarktet.
  • Exo-Force: Exo-Force ist eine Produktreihe von Lego mit japanischem Animationsfilm-Charakter, die auf Mech-Roboter (Kampfmaschinen) spezialisiert ist. Wie auch in anderen Science-Fiction-Lego-Themen geht es dabei um den Konflikt zwischen Menschen und Robotern. Die Serie war 2006 ein großer Erfolg und nach Lego City und Lego Star Wars die meistverkaufte Reihe. 2007 kam aber ein Einbruch, weil nur die kleinen, billigeren Modelle verkauft werden konnten und die teureren Sets in den Läden blieben. 2008 wurden die letzten Exo-Force-Modelle produziert, da die Reihe als Fehlschlag angesehen wurde.
  • Adventurer/Abenteuer/Pharaos Quest : Diese Serie wurde 1999 ins Leben gerufen und spielt als Abenteuer in Ägypten und seit 2000 auch im Dschungel Süd-Amerikas bzw. in einer Dinosaurier-Welt. 2011 wurde dann das Thema mit „Pharaos Quest“ erneut aufgelegt.

  • Eisenbahn: Einer der größten Erfolge von Lego, vor allem in Deutschland, war die 1966 gestartete Modelleisenbahnserie. Die Lokomotiven verfügten zunächst über 4,5-Volt-, ab 1969 auch über 12-Volt- und seit 1991 über 9-Volt-Motoren.
    • Während die Lokomotiven im 4,5-Volt-System einen Batteriewagen mitführen mussten, der durch Signale mechanisch an- und ausgeschaltet werden konnte, nahmen die Züge im 12-Volt-System die Spannung über zusätzliche Stromschienen auf, die in der Mitte zwischen den Fahrschienen angebracht wurden. Die Anlage wurde von einem Netztrafo versorgt.
    • Die Gleise des 1991 eingeführten 9-Volt-Systems, das auch andere Elemente wie Sirenen und Blinklichter enthält, benötigen keine zusätzliche Mittelstromschiene, da die Stromleiter nunmehr als Metalloberfläche auf den Fahrschienen ausgeführt sind. Außerdem sind die Schwellen fest mit den Schienen verbunden. Die Montage der Gleise gestaltet sich damit wesentlich einfacher, allerdings sind sie zum 12-Volt-System nicht mehr voll kompatibel. Auf die Fernsteuerung von Weichen, Signalen und anderen Teilen wurde bei diesem System verzichtet.
    • Von Sommer 2006 bis 2009 gab es ein Eisenbahnsystem, bei dem die Stromversorgung über Batterien im Zug erfolgte. Die Geschwindigkeit wurde über einen Infrarotsender ferngesteuert. Im Sommer 2009 wurde ein neues System veröffentlicht, bei dem der Zug durch das in anderen LEGO-Themen schon seit 2007 verwendete und fernsteuerbare Power Functions-Motorsystem angetrieben wird. Dazu brachte LEGO neue Schienen auf den Markt, die aus kleinen Abschnitten bestehen. Jeder Abschnitt besteht aus zwei Teilen, die sich zueinander in einem Winkel von einigen Grad verdrehen lassen. Viele dieser Abschnitte ergeben zusammen eine flexible Schiene, mit der sowohl Geraden als auch Kurven gebaut werden können.
    • In letzter Zeit sind verstärkt Modelle mit größerer Vorbildtreue erhältlich, so zum Beispiel Nachbildungen des Super Chief der Atchison, Topeka and Santa Fe Railroad und des Hogwarts-Express aus den Harry-Potter-Filmen. Dampfloks, Eisenbahnwaggons und Zubehör wurden in der Produktreihe My Own Train zusammengefasst. Zum ersten Mal konnte dort ein Legoset in verschiedenen Farben und Ausführungen bestellt werden.
  • Weltraum
Das Weltraum-Thema wurde 1979 aufgrund des Erfolgs von Star Wars aufgelegt und seitdem mit diversen wechselnden Unterthemen wie Space Police, Ice Planet, M:Tron, Mars Mission etc. bis heute fortgeführt.
  • Belville: 1994 wurde versucht, jenen Mädchen Lego näherzubringen, die sich nicht für das herkömmliche Bauklötzchen-System interessierten. Die Farbgebung der Steine war im Gegensatz zu den anderen Lego-Themen vorwiegend pink und beige.
  • Lizenzthemen: Zum Start des Kinofilms Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung ging Lego eine Kooperation mit Lucasfilm ein. Dadurch konnte der Hersteller lizenzierte Bausätze für Raumschiffe und ähnliches aus dem Star-Wars-Universum verkaufen. Ihnen lagen Minifiguren-Entsprechungen der Charaktere aus den Star-Wars-Filmen bei. Die Star-Wars-Serie beinhaltete außerdem Legosets mit sehr vielen Teilen, die sogenannten Ultimate Collector Sets (UCS). Insgesamt gibt es über 240 Lego-Star-Wars-Sets. Eine ähnliche Kooperation schloss Lego für Harry-Potter-, Batman-, Spider-Man-, Pirates of the Caribbean-, SpongeBob Schwammkopf- und Indiana-Jones-Produkte.
  • Saisonprodukte/Sonderprodukte
    • Seit einigen Jahren erscheint zu Weihnachten der Lego-Adventskalender. 2007 gab es auch für Mädchen den Belville-Kalender. Außerdem wurden ein Weihnachtsmann, ein Engel und ein Tannenbaum angeboten. 2008 war auch Lego-Geschenkpapier mit einem speziellen Aufdruck erhältlich. Weiterhin wurde zu Halloween ein Kürbis angeboten.
    • Das Sortiment wurde außerdem um viele andere Produkte ergänzt, wie Magnetsets in Form von Legofiguren, Brotbüchsen, Stiften und vielem anderen mehr.

Duplo

Giraffe aus Duplo- und Legosteinen auf dem Potsdamer Platz

Duplo-Steine sind im Maßstab 2:1 vergrößerte Legosteine, was auch den Namen erklärt (lat. duplo = doppelt). Die herkömmlichen Legosteine sind für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet, da Kleinteile verschluckt werden können. Daher wurde 1969 das Duplo-System eingeführt, das laut Verpackung für Kinder von 1½ bis 5 Jahren geeignet ist. Beide Systeme sind kombinierbar, da die Noppen der Duplo-Steine derart ausgehöhlt sind, dass genau eine Röhre eines Legosteines hineinpasst. 2002 wurde Duplo in Lego Explore umbenannt, seit 2004 wird es jedoch wieder als Duplo beworben. Mit den Duplo-Steinen lassen sich wie mit den Standardsteinen übergroße Figuren bauen.

Lego Explore

Als Lego Explore kamen verschiedene neue Produkte auf den Markt, wie zum Beispiel die Musikserie LEGO Explore Musik Orchester (3364), Musik Twister (3361), Musik Tapper (3362) und Musik Roller (3363). Dazu gab es eine ganze Reihe an Erweiterungen mit neuen Melodien (3371) und Musikinstrumenten/Geräuschen (3370). Verfügbare Instrumente/Geräusche sind Klavier (1), Kontrabass (3), Schlagzeug (6), TomTom (8), Flöte (9), Xylophon (11), Glocke (12), Hund (15), Ente (18), Orgel (23), Geige (27) und Eule (30). Dazu kommen noch Banjo, Akkordeon, Sprungfeder, Schwein, Kuh, Schaf aus dem Set 3370. Es gibt noch Rassel, Tuba, Trommel, Horn, Auto und Gitarre.

Lego Technic

Traktor (1981) aus Lego-Technic-Bausteinen

Mit Lego Technic schaffte es Lego, ältere Kinder an die Lego-Welt zu binden. Die 1977 in Deutschland mit dem Slogan „Technik wie in Wirklichkeit.“ eingeführte Serie erweiterte die Legosteine um Zahn- und Kegelräder, Lochbalken, spezielle Elektromotoren und später um Pneumatik- und Lichtelemente. Dadurch wurde es beispielsweise möglich, technisch raffinierte, ferngesteuerte Autos mit funktionierender Lenkung zu bauen. Hauptmerkmal der Technic-Elemente sind die darin enthaltenen Löcher für Achsen und Verbindungselemente. Da die Lego-Technic-Fahrzeuge aufgrund der technischen Details deutlich größer gebaut werden als die üblichen Lego-Fahrzeuge, wurden spezielle Figuren eingeführt, die deutlich größer waren als die Standardfiguren und mehr Gelenke hatten.

Lego Bionicle

Lego Bionicle

Lego Bionicle ist eine Produktlinie für die Zielgruppe der 7- bis 16-Jährigen, die 2000 zunächst als Produkt von Lego Technic auf den Markt kam. Ab 2001 gab es Bionicle als eigenstängige Serie von Lego. Sie erlangte auch bei Älteren große Beliebtheit, es gibt viele Fan-Webseiten zu dieser Produktlinie. Seit 2003 sind vier Animationsfilme mit den Bionicle-Figuren auf DVD erschienen. Daneben gibt es mehrere Videospiele für verschiedene Plattformen, Brett- und Sammelkartenspiele. 2005 begann der Verkauf von Themensets aus herkömmlichen Legosteinen und Steinen bzw. Masken der Serie.

Die Bionicle-Figuren basieren auf klassischen Elementen der polynesischen Mythologie und können meistens mit Lego-Technic-Elementen verbunden werden. Neben den Standardfiguren von Lego Technic sind sie die beweglichsten jemals produzierten Lego-Figuren.

Zu dieser Themenserie gibt es eine große Zahl an Heldengeschichten, die im Internet, in Büchern, Comics und Filmen erzählt werden.

Insgesamt sind ca. 200 verschiedene Bionicle-Sets erschienen. Die Storys zu den Figuren kann man in sieben große Geschichten aufteilen.

Anfang 2010 erschienen die letzten Bionicle-Sets, die Bionicle Stars. Seit Sommer 2010 gibt es die Nachfolgeserie (Hero Factory), die aber thematisch keine Verbindung zu Bionicle aufweist. Die Geschichte, die hinter den Bionicle-Figuren steckt, soll fortgesetzt und im Internet veröffentlicht werden.

Lego Magnetic

Bei Lego Magnetic handelt es sich um eine nicht sehr weit verbreitete Form von magnetischen Legosteinen. Diese sind, wie andere Merchandisingartikel, so wenig bekannt, weil es sie ausschließlich in den Lego-eigenen Geschäften (LEGO Brand Stores, deutsche Filialen zurzeit in Hamburg, Oberhausen, Köln, München, Frankfurt, Berlin, Wiesbaden und Nürnberg) und im Legoland gibt. Von Lego Magnetic gibt es Steine mit 4, 6 und 8 Noppen sowie Figuren, die ohne Andrücken auf einem magnetischen Stein halten. Die Figuren kann man nicht zwischen dem Torso und der Hüfte auseinandernehmen, da die Teile dort verklebt sind. Lego Magnetic wurde in den USA verboten, weil es jemandem gelungen war, die Magnete aus den Steinen zu nehmen. Zurzeit wird an einer neuen Version gearbeitet, bei der das nicht mehr möglich sein soll. In Europa wurde Lego Magnetic auch aus dem Angebot des Onlineshops genommen und ist nur noch in geringer Stückzahl in den Lego-eigenen Geschäften und im Legoland erhältlich.

Quatro

Die Quatro-Steine sind doppelt so groß wie die Duplo-Elemente und damit viermal mal so groß wie „normale“ Legosteine (alle Verhältnisse bezogen auf die waagrechten Kantenlängen). Sie sind mit Duplosteinen kombinierbar und laut Verpackung für Kinder von 1 bis 3 Jahren geeignet. Die Steine besitzen stärker abgerundete Ecken als die Duplo-Steine und bestehen aus einem etwas weicheren Material. Sie wurden 2004 eingeführt und die Produktion bereits 2006 wieder eingestellt.

Primo

Die Primo-Teile – auch Baby oder Duplo Baby genannt – sind dreimal so groß wie Duplo-Elemente und damit sechsmal so groß wie Lego-System-Steine. Primo-Bausteine wirken durch stark abgerundete Kanten und oben halbkugelige Noppen weicher und sind damit babygerecht. Die zylindrische Hülse steht nur bei Primo unten um 5 mm vor, was die Steckverbindung auf eine Primo-Noppe oder 4 Duplo-Noppen drehbar macht. Nachbar-Noppen stören dabei nicht. Lego Primo kam 1997 in den Handel und wurde 2006 wieder eingestellt.

Modulex

Die von der Lego-Tochter Modulex ab 1963 in breiter Farbpalette hergestellten Steine dienten zum Bau von Architekturmodellen und Hinweistafeln. Mit ihrem 5 mm-Raster sind sie etwa um ein Drittel kleiner als die Lego-Systemsteine (8 mm) und damit nicht kompatibel. Teilweise tragen sie ein „M“ auf den Noppen.

Rastermaß, Kompatibilität

Vergleich: Lego- und Duplo-Steine
Raster Lego („System“) Duplo Quatro Primo
Breite 7,8 mm 15,6 mm 31,2 mm 46,8 mm
Höhe (Bausteinhöhe) 9,6 mm 19,1 mm ? 38,3 mm (davon 5 mm Röhrchenüberstand unten).
Plattenhöhe (relativ) 1/3 1/2 1/3
Das Rastermaß spiegelt die Vergrößerung eines Bauwerks durch Anfügen eines Steins wider. An einem Stein der von Noppenmitte zu Noppenmitte messbare Abstand.

Zwischen verbauten Steinen sind seitlich einige Zehntel Millimeter Luft als Fuge eingeplant. Die Steine sind also etwas schmaler als die Rasterung, bei Lego etwa 7,8 mm und bei Duplo 15,6 mm. Das ermöglicht das leichte Einfügen eines Steins in eine Lücke, sogar wenn der Stein etwas verzogen, verbogen oder aufgeraut ist. Das Bauwerk toleriert so auch eine gewisse Verbiegung der Grundplatte und wird etwas flexibel. Das grobe Niederbrechen einer Mauer wird möglich, und die Steine werden vor Überlastung geschützt.

Die Noppen von Lego und Primo sind oben mit „LEGO“ beschriftet, der Grund in den hohlen Duplo-Noppen mit „LEGO“ oder „DUPLO“.

Kompatibilität
auf Lego Duplo Quatro Primo
Lego X sitzt auch auf Lego-Noppen
Duplo 2×2-Steine und deren Vielfache passen auf Duplo-Noppen, weil diese hohl sind. X passt passt mit seiner unten vorstehenden Zylinderhülse klemmend über 4 Duplo-Noppen. Weil der Korpus weniger weit nach unten reicht, bleibt der einfache Primostein auf 4 Duplonoppen (genauso wie auf einer Primonoppe) trotz Nachbarnoppen frei drehbar.
Quatro passt X
Primo X

ZNAP

Eisenbahnbrücke aus ZNAP-Elementen

Das 1998 eingeführte ZNAP-System ähnelte fischertechnik, wurde jedoch nach einem Jahr wieder eingestellt. Mit den ZNAP-Elementen konnten große Modellstrukturen gebaut werden. Durch seine Löcher war es kompatibel zu Technic-Elementen und damit zu herkömmlichen Legosteinen.

Lego Media/Software

Computerspiele

Seit Ende der 1990er-Jahre sind eine ganze Reihe von Lego-Computerspielen für PC und verschiedene Spielkonsolen erschienen. Die meisten dieser Spiele, z. B. Lego Star-Wars, Lego Racers, Lego Rock Raiders, Lego Island, Lego Loco oder Lego Master sind klassischen Computerspielgenres zuzurechnen (Autorennen, Strategie, Adventure). Nur die virtuellen Spielwelten sind aus Legosteinen aufgebaut. Daneben gibt es mehrere Themenversionen des Spiels Lego Creator (Standard, Knights Kingdom, Harry Potter, Star Wars), mit dem sich virtuelle Lego-Welten im PC bauen lassen.

Später entstanden auch Lego-Games, in denen man verschiedene Level zu absolvieren hatte; meist in Anlehnung an gleichnamige Kinofilme.

Dazu zählen unter anderem: Lego Harry Potter („Die Jahre I–IV“ erscheint im Juni 2010, die „Jahre V–VII“ folgt später), Lego Star Wars (mehrere Teile erhältlich), Lego Indiana Jones, Lego Batman und Lego Pirates of the Caribbean: Das Videospiel.

Im Oktober 2010 erschien das Massively Multiplayer Online Game „Lego Universe“. In diesem erstellen die Spieler eigene Charaktere und erkunden mit ihnen die virtuelle Welt. Dabei kämpfen die Spieler gegen eine böse Macht, die die Kontrolle über das Lego-Universum an sich reißen möchte.[9] Anfang 2011 wurde mit Lego Star Wars 3: The Clone Wars 3 ein weiterer Teil der Lego Star Wars Reihe veröffentlicht.

Digital Designer

Das Programm Lego Digital Designer (von Lego auch LDD oder DesignByMe genannt), das kostenlos auf der Internetseite von Lego heruntergeladen werden kann, ermöglicht es dem Benutzer, eigene Lego-Modelle zu entwickeln und die dazugehörigen Anleitungen zu erstellen. Die Modelle können dann bei Lego inklusive Verpackung als Einzelstück bestellt werden.[10]

Lego Mindstorms

Ein programmierbarer Baustein (RCX) der ersten Generation.
Lego NXT-Hauptbaustein

Hauptartikel: Lego Mindstorms und Mindstorms NXT

Der erste Versuch, Lego mit Computertechnologie zu kombinieren, war die Serie Lego Technic Computer Control, die in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) ab 1984 entwickelt und 1986 eingeführt wurde. Sie konnte sich allerdings nicht durchsetzen.

Nach erneuter Zusammenarbeit mit dem MIT wurde dann 1998 Lego Mindstorms erfolgreich eingeführt, mit dem Roboter gebaut und mittels eines Computers programmiert werden können. Das Herzstück jedes Roboters ist dabei der Robotics Command System (auch: RCX), ein batteriebetriebener „programmierbarer Legostein“. Die Programmierung kann in zahlreichen Programmiersprachen erfolgen, von der Original-Lego-Block-sprache bis Java. Das Programm wird dann über eine Infrarotschnittstelle vom Computer auf den RCX übertragen. Dieser verfügt über ein kleines LCD und Anschlüsse für verschiedene Sensoren, etwa Temperatur-, Licht-, Rotations- und Berührungssensoren, sowie für Elektromotoren und Leuchtsteine.

Nach dem Erscheinen bildete sich um Lego Mindstorms im Internet schnell eine große Fangemeinde mit Bau- und Programmieranleitungen. Aufgrund der Vielseitigkeit von Lego Mindstorms wurden damit gebaute Roboter auch für wissenschaftliche Forschungszwecke eingesetzt und Thema von Forschungsarbeiten. Von Fremdherstellern wurden weitere Sensoren entwickelt.

Anfang 2006 präsentierte Lego einen neuen programmierbaren Baustein, den NXT. Dieser erschien zunächst Mitte 2006 auf dem amerikanischen Markt. Am NXT können die Sensoren des RCX mittels Adapterkabel von Lego angeschlossen werden. Mit einem weiteren Adapterkabel können auch die Motoren der PF-Serie benutzt werden. Neu beim NXT sind unter anderem Motoren, die zwar nur über den NXT betrieben werden können, aber einen integrierten Umdrehungssensor haben. Auch Ultraschall- und Geräuschsensoren wurden neu eingeführt. In diesem Set wurden ausschließlich die neuen Technicliftarme verwendet. Diese verfügen zwar nicht mehr über die altbekannten Noppen, eröffnen aber durch ihre Form wesentlich mehr Möglichkeiten von Konstruktionen, die mit den bisherigen Lochbalken nicht möglich waren, etwa der Einbau starker Gelenke in einen Roboter. Mit einer Kombination aus beiden Systemen werden weitere, bislang unmögliche Konstruktionen ermöglicht.

FLL – First Lego League

Durch die Technik der Lego-Mindstorms-Serie öffneten sich für das Konstruktionsspielzeug völlig neue Wege. So entstand zum Beispiel auch die First Lego League. Die FLL ist ein internationaler Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, die sich mit ihren selbst gebauten und programmierten Robotern mit anderen Teams messen wollen. Es geht dabei darum, auf einem vorgegebenen Spielfeld mit vorgegebenen Aufgaben möglichst viele Punkte zu erzielen. Neben diesem praktischen Teil müssen die Teams sich auch theoretisch in ein oft sehr komplexes Thema einarbeiten und es anhand einer Präsentation einer Jury vorstellen. Auch hier soll nach Möglichkeit eine Beziehung zur Technik gefunden und mit Lego (Mindstorms) dargestellt werden.

Lego Spybotics

Im Jahr 2002 entwickelte Lego die Lego-Mindstorms-ähnlichen „Spybotics“. Die inzwischen nicht mehr erhältlichen Roboter konnten selbst programmiert werden und Missionen ausführen.

Jump-&-Run-Spiele

Neben den „normalen“ Computerspielen wie Lego Racers oder Lego Creators hat Lego 2005 mit Lego Star Wars auch ein filmorientiertes Spiel auf den Markt gebracht. Dieses spielt in der Welt von Star Wars, die virtuell mit Legosteinen modelliert ist. In dem Spiel kann der Spieler viele Filmszenen der gesamten Star Wars-Hexalogie nachspielen. Es besteht eine Altersbeschränkung ab sechs Jahren, denn „getötete“ Figuren zerfallen einfach zu Legosteinen. 2006 gab es eine Fortsetzung zu diesem Spiel: Während der erste Teil die 1999 begonnene erste Trilogie behandelte, basierte die Fortsetzung auf der „klassischen“ Trilogie aus den 70er- und 1980er Jahren. Seit 2008 führt Lego auch andere Spiele dieses Genres ein, wie Lego Indiana Jones: Die legendären Abenteuer und LEGO Batman: Das Videospiel. Das Gameplay hat sich in diesen Spielen nur geringfügig verändert und gibt einem nun die Möglichkeit, Gegenstände aufzuheben und als Waffen zu benutzen. Dazu gibt es in der Indiana Jones-Version noch die Phobien, bei denen sich die Charaktere langsamer bewegen. Das Batman-Spiel orientiert sich nicht an mehreren Filmen, sondern besitzt eine eigenständige Handlung, bei der die meistgesuchten Verbrecher aus dem Arkham Asylum entflohen sind. Das Spiel hat 18 Level und ist neben dem Story- und dem freien Spielmodus auch im Bösewicht-Modus spielbar, bei dem man zwei Gegner von Batman spielt, die denselben Level durchlaufen, aber auf einem anderen Weg. Beispielsweise springt man im Storymodus auf den Häusern Gotham Citys, während man im Bösewichtmodus durch die Kanalisation läuft. 2009 erschien auch Lego Indiana Jones 2. Mit dabei der im ersten Teil noch nicht enthaltene Film Das Königreich des Kristallschädels. Im Mai 2011 ist mit LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel ein weiteres Lego-Jump and Run erschienen. [11]

Lego Education

Die Produkte der Lego Education-Reihe wurden speziell für den Unterricht entwickelt und enthalten zum Teil Materialien für Lehrer und Schüler. Dazu gehören spezielle Sets der Mindstorms-Serie, Ergänzungssortiments, Sortiersysteme und Möbel. Diese Produkte sind nicht im Spielzeug-, sondern im Fachhandel für Schulen erhältlich.

Ähnlich sind die Legosets der Produktserie Lego Dacta aufgebaut, die speziell etwa für Bildungszwecke konzipiert wurden. Auch diese Serie ist nur bei Fachhändlern für Schul- und Kindergartenbedarf erhältlich.

Lego Serious Play

Hauptartikel: Lego Serious Play

Lego Serious Play (LSP) wurde Mitte der 1990er-Jahre von den Professoren Johan Roos und Bart Victor in Zusammenarbeit mit dem Lego-Konzern entwickelt und wird heute in Unternehmen und Organisationen, in Teams und mit Einzelpersonen eingesetzt. LSP ist ein moderierter Prozess, der die Vorzüge des Spiels und des Modellierens mit Legosteinen mit den ernsthaften Belangen der Geschäftswelt verbindet.

In LSP-Workshops erarbeiten die Teilnehmer zum Beispiel neue Geschäftsstrategien, sie entwickeln oder optimieren die Zusammenarbeit im Team, oder sie analysieren Krisensituationen und erarbeiten Lösungskonzepte. Die dabei behandelten Themen sollen nicht nur visualisiert, sondern durch das Bauen von metaphorischen dreidimensionalen Modellen „begreifbar“ werden. Die spielerische Interaktion mit den Modellen soll die Kommunikation verbessern und Einsicht, Vorstellungskraft und kreative Ideenfindung der Teilnehmer fördern.

Legoland-Freizeitparks

Hauptartikel: Legoland

Seit 1968 existieren auch Freizeitparks im Lego-Stil. Es gibt den ersten dieser Art in Billund (Dänemark) neben dem ersten Werk, andere im englischen Windsor, in Carlsbad (Kalifornien) sowie in Günzburg (Deutschland). 2005 wurden sie zu 70 % an die Blackstone Group verkauft, die ihre Anteile in die Merlin Entertainments Group einbrachte.

Filme

In den 1980ern wurden erstmals Legosteine und -figuren verwendet, um kurze Animationsfilme zu erstellen (auch Brickfilm genannt). Die Szene um diese Hobbyfilmer wuchs derart schnell, dass Lego das Steven Spielberg Movie Maker Set herausgab, das neben einigen speziellen Legosteinen eine digitale (Logitech) Webkamera enthält, die über eine USB-Schnittstelle an einen PC angeschlossen werden kann.

Das durch die Berichterstattung in den Medien im Rahmen der Fußball-WM 2006 wohl bekannteste Beispiel für einen Lego-Animationsfilm stellt die Verfilmung des legendären Finalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 (Wunder von Bern) dar. Die zehnminütige Verfilmung („Die Helden von Bern“) bedient sich dabei des Originalkommentars von Herbert Zimmermann.

Nachahmer und Konkurrenten

Verschiedene Hersteller imitierten das erfolgreiche Spielzeugkonzept von Lego. In der DDR wurden beispielsweise PEBE- und Formo-Steine produziert. Die Firma Montini aus den Niederlanden entwickelte parallel zu Lego ein eigenes Stecksystem. 1966 kam Rasti auf den Markt. Allerdings entwickelte es sich in der Folgezeit zu einem eigenständigen System. Die Bausteine waren unwesentlich größer als die Legosteine und gaben durch Einrasten einen etwas besseren Zusammenhalt. Heute wird es in Argentinien gefertigt und in mehreren südamerikanischen Ländern vertrieben. Auf Grund von Währungsvorteilen und seiner gestalterischen Überlegenheit übernahm Rasti hier die Marktführerschaft.

Heute gibt es zahlreiche weitere Anbieter, deren Bausteine zu Lego kompatibel sind. Manche Produkte gleichen hinsichtlich des Kunststoffs und der Fertigungspräzision den Originalprodukten von Lego, andere erreichen eine vergleichbare Qualität in Hinblick auf Passgenauigkeit und Oberflächengestaltung nicht. In Deutschland wurde am 2. Dezember 2004 vom Bundesgerichtshof der Weg für kompatible Lego-Produkte frei gemacht.[12] Der Europäische Gerichtshof bestätigte im September 2010, dass Lego-Steine keine geschützte Marke darstellen, sondern eine technische Lösung, deren Patente in den 1970er Jahren ausgelaufen seien.[13]

Weltrekorde

Lego-Laden in Köln
Karnevalskostüm

Mit Lego werden und wurden verschiedene Weltrekorde aufgestellt. Dabei werden riesige Türme, lange Tausendfüßler, riesige Bilder oder Autos in Originalgröße zusammengebaut. Die Weltrekorde werden oft durch Angabe von Länge, Höhe, Anzahl der Legosteine und Arbeitsstunden klassifiziert. Eine Auflistung von Legorekorden ist im Internet zu finden.[14]

Literatur

Verwandte Themen

  • Der Lego-Preis honoriert Verdienste um die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern.
  • Lego Serious Play wird in der Wirtschaft in Ideenfindungsprozessen eingesetzt.

Weblinks

 Commons: LEGO – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Geschäftsbericht 2009 (PDF; engl.)
  2. wiking-story.de
  3. thenewcaferacersociety.blogspot.com
  4. miniland.nl
  5. EuGH, Urteil vom 14. September 2010 – C‑48/09 P. Richter geben Lego-Steine zum Kopieren frei. In: Spiegel Online, 14. September 2010
  6. imd.org
  7. wissen.de: LEGO ® Das Spielzeug des Jahrhunderts
  8. Brennprobe
  9. Onlinespiel Lego Universe
  10. Lego DesignByMe
  11. Junge-Technik.de LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel für 3DS
  12. Az.: I ZR 30/02 = BGHZ 161, 204. Krieg der Klötze. In: Welt online, 15. Juni 2005
  13. Birgit Schmeitzner: Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Der Lego-Stein ist nicht mehr geschützt. In: tagesschau.de, 14. September 2010.
  14. Liste von Lego-Weltrekorden

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