Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Makgadikgadi-Pans-Nationalpark
Makgadikgadi Pans National Park
IUCN-Kategorie II
Markierung
Karte von Botsuana
Lage: Botsuana
Geographische Lage: 20° 36′ S, 24° 47′ O-20.60524.782777777778Koordinaten: 20° 36′ 18″ S, 24° 46′ 58″ O
Fläche: 4877 km²
Einrichtungsdatum: 1972/1992
Verwaltungsbehörde: Department of Wildlife and National Parks

Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark (Makgadikgadi Pans National Park) liegt südlich des Nxai-Pan-Nationalparks in Botsuana. Makgadikgadi bedeutet ausgedehntes lebloses Land.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Nationalpark liegt im North-West District Botsuanas 160 Kilometer von Maun in Richtung Nata südlich des Nxai-Pan-Nationalparks und bildet mit diesem, nur durch die Teerstraße Maun–Nata getrennt, eine Einheit. Im Südwesten verläuft seine Grenze durch die Ntwetwe Pan, im Westen bildet der Boteti River die Grenze.

Geschichte

Das Gebiet des Nationalparks ist aufgrund des Wassermangels nie besiedelt gewesen. Umliegende Siedlungen erhielten vom Staat die Erlaubnis ihre Viehherden in den Randgebieten weiden zu lassen. 1970 wurde ein Teil des heutigen Nationalparks als Wildreservat deklariert und 1992 wurde das Wildreservat nach Norden bis zur Teerstraße auf 4877 Quadratkilometer vergrößert und zum Nationalpark erhoben.

1992 wurde am Boteti River damit begonnen, Wasser für die Orapa-Diamantenmine aufzustauen, die größte Diamantenmine der Welt. Dadurch führt dieser immer weniger Wasser in die Salzpfannen. 2006 startete die Kalahari Conservation Society zusammen mit dem Department of Wildlife and National Parks ein Projekt, um die existierenden vier Wasserstellen für Tiere entlang des Boteti Rivers um weitere neun Wasserstellen zu erweitern. [1]

Landschaft

Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark ist ein Teil des insgesamt über 16.000 Quadratkilometer großen Systems der Makgadikgadi-Salzpfannen, zu denen auch die die Kudiakam Pan, Kgama Pan, Nxai Pan im Nxai-Pan-Nationalpark, die Ntwetwe Pan und die Sowa Pan, die mit Abstand größte, gehören. Die Salzpfannen sind die Überreste eines großen Binnensees. In Jahren mit starken Regenfällen können sich die Salzpfannen wieder mit Wasser füllen.

Der Nationalpark liegen am nordöstlichen Rand der Kalahari auf einer Höhe von 900 Meter über dem Meeresspiegel.[2]

Im Südwesten der Sowa Pan, außerhalb des Nationalparks, liegt Kubu Island, eine aus Granit bestehende Erhebung mit historischen Siedlungsresten. Kubu Island wurde zum Nationalmonument erklärt und wird vom Nationalpark mit verwaltet.

Vegetation

Außerhalb der Salzpfannen ist der Nationalpark geprägt von Graslandschaften einer typischen Trockensavanne und vereinzeltem Buschland sowie einzigartigen Palm-Wäldern (entlang des Boteti Rivers). Dazwischen vereinzelte Baobabs und Kameldorn.[3]

Tierwelt

Entlang des Boteti Rivers gibt es Elefanten, Zebras und in einigen Wasserstellen mit ausreichendem Wasser in der Nähe des Flusses auch Flusspferde. Der überwiegende Teil des Nationalparks weist nur zur Regenzeit, wenn die Salzpfannen mit Wasser gefüllt sind, eine nennenswerte Anzahl von Tieren auf und ist dann bekannt für seine vielfältige Vogelwelt. Auch wandern zur Regenzeit viele Tiere vom Okavangodelta über den Nxai-Pan-Nationalpark in das Gebiet des Nationalparks. [3]

Klima

Im Sommer (Dezember bis März) ist es heiß und die Luftfeuchtigkeit durch die Regensaison relativ hoch. Im Winter herrscht ein trockenes, mildes Klima vor. In den Winternächten fallen die Temperaturen häufig unter den Gefrierpunkt.

Infrastruktur/Tourismus

Wie in den meisten Nationalparks Botsuanas ist die Infrastruktur für den Tourismus im Nationalpark minimal. Wer nicht als Selbstversorger mit Zelt oder Camper unterwegs ist, kann den Nationalpark nur mit organisierten Touren besuchen. Der Park ist ganzjährig geöffnet.

Parkeingang

Der Zufahrt zum Parkeingang zweigt nach 160 Kilometern von Maun und noch 45 Kilometer vor Gweta von der Teerstraße Maun–Nata nach Süden ab. Nach acht Kilometern Schotterpiste erreicht man den Parkeingang.

Straßen

Im Park gibt es keine befestigten Straßen. Einige Pisten sind extrem sandig und nur für Geländewagen geeignet. Nach starken Regenfällen sind große Teile des Nationalparks nicht befahrbar.

Unterkunft

Im gesamten Nationalpark gibt es keine befestigten Unterkünfte und nur zwei wie in allen Nationalparks Botsuanas nicht eingezäunte Campingplätze. Einer bei Njuca Hills, 26 Kilometer südlich des Parkeingangs, und das Kumaga Camp am Boteti River, 48 Kilometer südwestlich vom Parkeingang. Auf Kubu Island gibt es auch die Möglichkeit zu campen.

Versorgung

Es gibt im Nationalpark keine Restaurants oder Versorgungsmöglichkeiten und auch keine Tankstelle. Die nächste Tankstelle liegt im von der Abzweigung der Teerstraße 45 Kilometer entfernten Gweta.

Quellen

Allgemeine Quelle

Quelle für nicht gesondert ausgewiesene Abschnitte: Botswana Tourism Board (Ministry of Environment, Wildlife and Tourism)

Einzelnachweise

  1. 23. June 2008, Boteti, Mmegi/The Reporter, Gaborone, Botswana
  2. World Database on Protected Areas
  3. a b Makgadikgadi Pans National Park & Adjoining Salt Pans, Botswana

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Makgadikgadi-Salzpfannen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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