Oberägeri ZG

Oberägeri ZG
Oberägeri
Wappen von Oberägeri
Basisdaten
Kanton: Zug
Bezirk: (Zug kennt keine Bezirke)
BFS-Nr.: 1706Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 6315
UN/LOCODE: CH OGI
Koordinaten: (689156 / 221236)47.1361048.613887737Koordinaten: 47° 8′ 10″ N, 8° 36′ 50″ O; CH1903: (689156 / 221236)
Höhe: 737 m ü. M.
Fläche: 36.2 km²
Einwohner: 5365
(31. Dezember 2007)[1]
Website: www.oberaegeri.ch
Karte
Karte von Oberägeri

Oberägeri ist eine politische Gemeinde im Kanton Zug in der Zentralschweiz.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das Hochtal liegt direkt am Nordufer des auf 724 m gelegenen Ägerisees. Die Nachbargemeinden Oberägeris sind Unterägeri, Sattel und Menzingen. Zu Oberägeri gehören auch die Orte Alosen und Morgarten.

Verkehr

Oberägeri liegt an der Hauptstrasse 381. Man kann Oberägeri heute mit der Buslinie 1 (Zug-Oberägeri) der Zugerland Verkehrsbetriebe erreichen. Zwei weitere Buslinien führen ins Umland: Nach Alosen und dem Ausflugsziel Raten führt die Linie 10. Nach Sattel kann man mit der Linie 9 gelangen, wo Anschluss an die SOB-Strecke Arth-Goldau - Biberbrugg besteht. Von 1912-1954 führte eine Strassenbahnlinie von Zug nach Oberägeri.

Sehenswürdigkeiten

  • Die dreischiffige neugotische katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1905 bis 1908 nach den Plänen von August Hardegger erbaut. Sie ersetzte eine spätgotische Landkirche. Der Glockenturm wurde vom Vorgängerbau übernommen.
  • Das 1496 geweihte Beinhaus St. Michael enthält den grössten im Kanton Zug erhalten gebliebenen spätgotischen Freskenzyklus.
  • Das Pfrundhaus aus den Jahren 1610/1611 in Blockbauweise diente zunächst als Pfarrhaus, danach als Wohnsitz der Kapläne.
  • Auf einer Hügelkuppe am Pilgerweg nach Einsiedeln liegt die um 1701 erbaute Kapelle der Einsiedelei St. Jost.[2]

Persönlichkeiten

In Oberägeri lebten die folgenden Persönlichkeiten:

  • Alois Betschart (1926-1978), Schweizer Volksmusiker
  • Jakob Billeter (1630-1712), Pfarrer und Chronist des 17. Jahrhunderts[3][4]
  • Johann Christian Iten, Kriegshauptmann des 16. Jahrhunderts, Anführer der Katholiken in der Schlacht am Gubel 1531.[3]
  • Kaspar Heinrich (ca. 1585-ca. 1620), Ratsherr und Diplomat, 1595-97 Landvogt in Baden AG, 1610-12 Ammann des Standes Zug.[3][5]
  • Johann Jakob Heinrich (1661-1720), Gemeindeschreiber und Ratsherr.[6]
  • Josef Anton Heinrich (1702-1784), Sohn des Johann Jakob Heinrich,Politiker und Hauptmann.[7]
  • Jost Ribary (1910-1971), Komponist, Kapellmeister, Klarinetten- und Saxophonspieler.
  • Eduard Rogenmoser (1885-1948) Fotograf und Posthalter in Alosen, Oberägeri
  • Jakob Vetsch (Schweizer Mundartforscher und Schriftsteller, Dr. phil.I und Dr. iur.) lebte von 1934 bis zu seinem Tod im Jahre 1942 in Oberägeri und bekleidete noch das Amt des Gemeindepräsidenten.
  • René Wicky (* 3. Dezember 1941), Musikproduzent, Musikverleger und Akkordeonspieler.

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
  2. Einsiedelei/Kapelle St. Jost (Oberägeri). Abgerufen am 29. März 2009.
  3. a b c Geographisches Lexikon der Schweiz. 1, Attinger, Neuenburg 1902, S. 16. 
  4. Artikel Billeter, Jakob im Historischen Lexikon der Schweiz
  5. Artikel Heinrich, Kaspar im Historischen Lexikon der Schweiz
  6. Artikel Heinrich, Johann Jakob im Historischen Lexikon der Schweiz
  7. Artikel Heinrich, Josef Anton im Historischen Lexikon der Schweiz

Literatur

  • Josef Grünenfelder: Schweizerische Kunstführer, Band 512: Oberägeri Pfarrkirche • Beinhaus • Pfrundhaus , Bern 1992, ISBN 3-85782-512-X

Weblinks

Bilder

Sicht über das Ägerital
Das Ägerital im Winter (Aufnahme oberhalb von Oberägeri vom 11. Dezember 2005)



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