PostgreSQL project

PostgreSQL project
PostgreSQL
PostgreSQL-Maskottchen
Entwickler: PostgreSQL-Team
Aktuelle Version: 8.3.7
(16. März 2009)
Betriebssystem: Unix-Derivate, Linux, Windows
Programmiersprache: C
Kategorie: Datenbanksystem, Server
Lizenz: BSD-Lizenz
Deutschsprachig: nein
postgresql.org

PostgreSQL (engl. [poːst ɡɹɛs kjuː ɛl]) ist ein freies, objektrelationales Datenbankmanagementsystem (ORDBMS). Seine Entwicklung begann in den 1980er Jahren, seit 1997 wird die Software von einer Open-source-Community weiterentwickelt.

PostgreSQL ist weitgehend konform mit dem SQL-Standard ANSI-SQL 92, d. h. alle geforderten Funktionen sind verfügbar und verhalten sich wie definiert; anders als bei manchen kommerziellen sowie nichtkommerziellen Konkurrenzprodukten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

PostgreSQL, auch einmal bekannt unter dem Namen Postgres, später Postgres95, entstand aus einer Datenbankentwicklung der University of California in Berkeley. Den Anfang stellte dabei das Ingres-Projekt dar, wobei der Hauptverantwortliche Michael Stonebraker 1982 die Universität verließ, um Ingres kommerziell zu vertreiben. Nachdem Stonebraker 1985 wieder zur Universität zurückkehrte, startete er das Post-Ingres-Projekt, um die Probleme der damaligen Datenbankmanagementsysteme auszumerzen. Die Codebasis des ersten Postgres ist dabei eine andere als die von Ingres.

1989 wurde die erste Version von Postgres fertiggestellt.

Im Jahre 1994 wurde Postgres von den Studenten Andrew Yu und Jolly Chen um einen SQL-Interpreter erweitert und die Software als Open Source unter dem Namen Postgres95 freigegeben. Der Postgres95-Code entsprach dem ANSI-C-Standard und wurde um 25 % verkleinert, weiterhin wurden Performance und Zuverlässigkeit verbessert. Postgres95 Version 1.0.x war im Wisconsin Benchmark 30 bis 50 Prozent schneller als Postgres, Version 4.2.

Im Zuge der Entwicklung des World Wide Web und von Linux verstärkte sich das Interesse an Datenbanken. Die Entwicklung von PostgreSQL wurde 1996, zusammen mit dem Wechsel auf den heutigen Namen, begonnen. Die erste veröffentlichte Version unter diesem Namen ist 6.0. Seitdem wurde PostgreSQL fortlaufend weiterentwickelt.

Eigenschaften

  • Umfassendes Transaktionskonzept, das Multiversion Concurrency Control (MVCC) unterstützt.
  • Ermöglicht komplexe Abfragen mit Unterabfragen (Subselects), auch geschachtelt.
  • Referenzielle Integrität (u. a. Constraints, Fremdschlüssel).
  • Mengenoperationen.
  • Maximale Datenbankgröße nur durch zur Verfügung stehenden Speicher begrenzt.
  • Views, die mit Hilfe von Regeln (Rules und Triggers) auch schreibfähig sein können (Updatable Views).
  • Trigger und gespeicherte Prozeduren (stored procedures) sind in verschiedenen Sprachen möglich (PL/pgSQL, PL/Tcl, PL/Perl, PL/Python, PL/Java, PL/PHP, PL/Ruby, PL/R, PL/sh, PL/Scheme).
  • Schnittstellen zu vielen Programmiersprachen, u. a. C, C++, Java/JDBC, Tcl, PHP, Perl, Python, Ruby sowie zu ODBC und .NET.
  • Lauffähig auf vielen Unix-Plattformen, ab 8.0 auch nativ unter Microsoft Windows.
  • Export und Import sowohl von Daten als auch von Datenbankstrukturen (Schemas).
  • Erweiterbarkeit der Funktionen wie auch der Datentypen.

Erweiterungen

Eine Reihe von durch den Benutzer zu installierenden Zusatzmodulen steht zur Verfügung, darunter mit GiST (Generalized Search Tree) eine universelle Schnittstelle, um Such- und Sortierverfahren in weiten Grenzen selbst definieren zu können. Eine Anwendung davon ist PostGIS, das geografische Objekte und Datenstrukturen verwalten und damit als Datenbank für Geoinformationssysteme (GIS) dienen kann. Eine andere GiST-Anwendung ist OpenFTS (Open Source Full Text Search), das Volltextsuche in DB-Objekten erlaubt.

Eine Reihe von Erweiterungen beschäftigt sich mit Clustering und Replizierung, dem parallelen Einsatz und Abgleich verteilter DB-Server.

Aktuell

Seit der Version 8.0 unterstützt PostgreSQL auch nativ (d. h. ohne eine Zwischenschicht wie z. B. cygwin) Betriebssysteme, die auf Windows NT basieren wie etwa Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003. Frühere Versionen werden nicht unterstützt, da sie die Anforderungen von PostgreSQL nicht erfüllen.

Dies dient dazu, die z. B. im Vergleich zu MySQL höhere Einstiegshürde bei PostgreSQL abzubauen. Es ist jetzt möglich, die Datenbank wie jedes andere Programm zu installieren. Bei praktisch allen Linux-Distributionen ist PostgreSQL im Lieferumfang vorhanden.

Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung von Sicherungspunkten (Savepoints). Mit diesen ist es möglich, eine Transaktion an einem vorher gespeicherten Sicherungspunkt fortzusetzen, falls diese durch einen Fehler abgebrochen wurde.

Version 8.3 wurde im Februar 2008 veröffentlicht und brachte eine Reihe von Performance-Verbesserungen sowie Funktionserweiterungen, darunter:

  • Volltextsuche, die bisher als Zusatzprodukt verfügbar war, ist nun in den Kern der DB integriert.
  • XML-Verarbeitung wird durch einen XML-Datentypen unterstützt, der jeweils ein XML-Dokument enthält; bei Abfragen können nun etwa SQL- mit XPath-Queries in einer Transaktion kombiniert werden. Dieses Verfahren wurde 2006 bei DB2 von IBM vorgestellt.
  • Datentypen ENUM und UUID.

Softwarewerkzeuge

Neben der Kommandozeilen-orientierten Bedienung mit psql gibt es weitere, komfortablere, GUI-orientierte Werkzeuge zur Bedienung und Verwaltung der Datenbank: Freie Produkte sind etwa PgAdmin III und phpPgAdmin. Daneben werden eine Vielzahl von kommerziellen Werkzeugen angeboten, die auch grafische CASE-Modellierung, Im- und Export-Funktionen oder DB-Monitoring bieten.

Weblinks

Produkt und Community

Tools und Erläuterungen

Distributionen

  • Pervasive PostgreSQL – PostgreSQL Distribution mit einigen Addon-Tools und professionellem Support
  • BizGres – Eine spezielle PostgreSQL-Distribution, die sich auf die Anwendungsfelder Business-Intelligence und Data-Warehousing spezialisiert hat. (englisch)
  • Postgres Plus (ehemals EnterpriseDB) – Eine auf PostgreSQL basierende optimierte Datenbank mit Erweiterungen um Oracle-Kompatibilität und professionellem Support. (englisch)

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