Saarfranken

Saarfranken
100 Franc Münze

Der Franken oder Franc war von 1948 bis 1959 die offizielle Währung des Saarlandes. Er war dem Französischen Franc gleichwertig.

Geschichte

Im Juni 1947 wurde im Saargebiet die zunächst die Saar-Mark eingeführt. Am 15. November 1947 wurde die französische Regierung gesetzlich ermächtigt, im Zuge der von ihr gewollten engeren Anlehnung an die eigene Wirtschaft die französische Währung im Saarland einzuführen. Die kurzlebige Saar-Mark wurde im Umtauschverhältnis 20:1 vom Saar-Franken abgelöst. Vom 15. Januar 1948 an war der Franc alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel im Saarland. Bis zur Prägung eigener Münzen im Jahre 1954 zirkulierte ausschließlich französisches Bargeld.

Infolge der Saarabstimmung wurde das Saarland am 1. Januar 1957 als zehntes Bundesland politisch in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert. Die wirtschaftliche Eingliederung fand am 6. Juli 1959, dem sogenannten "Tag X", statt. An diesem Tag löste die Deutsche Mark den Franken als Währung ab.

Der letzte Tauschkurs betrug 100 Franken = 0,8507 DM oder umgerechnet 1 DM ≈ 117,55 Franken.

Münzen

Die Münzen entsprachen in Gewicht, Material und Größe den zur selben Zeit geprägten Münzen des französischen Francs und unterschieden sich von diesen lediglich durch das Motiv. Die Münzen zu 10, 20 und 50 Franc (mit Prägejahr 1954) zeigten ein Bergwerk und das Saarländer Wappen. Auf der 100 Franc-Münze (Prägejahr 1955) war das von einem Kranz umrahmte Wappen zu sehen. Banknoten wurden keine eigenen herausgegeben; es zirkulierten die französischen.

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