Schildfessel

Schildfessel

Eine Schildfessel ist zum einen

  • bei Rundschilden (z. B. der Wikinger, Angelsachsen) im Frühmittelalter eine Bezeichnung für den zentralen Mittelgriff (Holz oder Eisen, z. T. lederumwickelt) am Schild und zum anderen
  • ein langer Lederriemen auf der Rückseite eines späteren Schildes (Drachenschild, Reiterschild, Dreieckschild), der in der Regel im oberen Drittel des Schildes befestigt und um den Nacken geschlungen wurde. Es bieten sich durch die Schildfessel mehrere Nutzen. Der Schild kann dadurch bequem über den Rücken getragen werden. Außerdem hilft die Schildfessel, den Schild z. B. bei einem mächtigen Hieb nicht gleich zu verlieren bzw. unter Kontrolle zu halten. Der größte Nutzen der Schildfessel besteht aber darin, dass der Reiter beim Angriff den Schild nur mit Schildfessel und Unterarmriemen sicher dirigieren und mit der dadurch freien (linken) Hand die Zügel seines Pferdes halten kann.

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