Subjektorientierte Programmierung

Subjektorientierte Programmierung

Die Subjektorientierte Programmierung ist eine Erweiterung der objektorientierten Programmierung. Sie soll vor allem die Schwächen der objektorientierten Programmierung bei der Entwicklung großer Anwendungen und der Integration unabhängig entwickelter Anwendungen ausgleichen.

Das subjektorientierte Programmierparadigma ermöglicht Erweiterungen und Spezialisierungen vorhandener Software ohne Modifikation des Originalcodes. Erreicht wird dies unter anderem dadurch, dass Programmteile zur Anpassung an unterschiedliche Plattformen oder zur Implementation unterschiedlicher Programmversionen vom allgemein verwendbaren Code abgekapselt werden. Eine weitere Zielsetzung ist die Erleichterung der gleichzeitigen Arbeit mehrerer Teams am selben Projekt. Durch die Dezentralisierung des Klassenentwurfs werden Zugriffskonflikte und Engpässe bei der Entwicklung vermieden. In subjektorientierten Programmen soll der Bezug zwischen Anforderungen und Code erkennbar bleiben. Darüber hinaus wird die Implementation einiger Entwurfsmuster vereinfacht.[1]

Bei der subjektorientierten Programmierung werden unterschiedliche Sichtweisen auf eine Klasse oder auf eine Gruppe von Klassen durch Spezialisierung (Vererbung) implementiert. Diese Sichtweisen (engl. „subjects“) werden irrtümlicherweise im Deutschen als „Subjekte“ bezeichnet, obwohl die Bedeutung des englischen Wortes „subject“ ganz offensichtlich diejenige von „Thema“ oder franz. „Sujet“ ist.

Um diese unterschiedlichen Sichtweisen einer Klasse zu implementieren, werden Schnittstellen verwendet.

Quellen

  1. IBM:http://www.research.ibm.com/sop/sopprob.htm

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