- Windows NT 3.1
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Windows NT 3.1 Entwickler Microsoft Version Build 511
(September 1994)Abstammung \ Windows NT Chronik Windows NT 3.1
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Windows NT 3.51
Windows NT 4.0
Windows 2000 (NT 5.0)
Windows XP (NT 5.1)
Windows Server 2003 (NT 5.2) & Windows XP Prof. x64 (NT 5.2)
Windows Vista (NT 6.0)
Windows Server 2008 (NT 6.0)Lizenz Microsoft EULA (Closed Source) Website Windows NT 4.0-Startseite Windows NT 3.1 (Windows NT bezeichnet meist Version 4.0) ist das erste 32-Bit-Betriebssystem von Microsoft und kam im Juli 1993 auf den Markt. Der Name betont die optische Nähe zum damals vorherrschenden Windows 3.1, ist aber im Vergleich dazu ein vollständig eigenständiges Betriebssystem einschließlich Treiberverwaltung, Startdateien etc. ohne einen bis dahin obligatorischen DOS-Unterbau. Das System ist noch nicht ausgereift, ist im Vergleich mit den folgenden NT-Systemen noch relativ instabil und es braucht für die damalige Zeit extrem leistungsfähige und teure Hardware. Es gab damals noch wenig 32-bit Software. Somit wurde das System kaum nachgefragt und dementsprechend nur wenige Treiber entwickelt. Grundsätzliches über Aufbau und die Subsysteme ist im Windows NT-Artikel beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung
Neuheiten unter Windows NT 3.1 im Vergleich zu Windows 3.1 bzw. Windows for Workgroups:
- das neue Dateisystem NTFS („New Technology File System“, eigentlich eine Abwandlung des HPFS-Systems von OS/2, welches aus Kompatibilitätsgründen ebenso wie das Dateisystem FAT16 von MS-DOS und dem späteren Windows 95 weiterhin unterstützt wird)
Es ermöglicht zunächst nur Zugriffsberechtigungen von Daten, aber noch keine Datenkompression und keine Verschlüsselung. - umfangreiches Sicherheitskonzept mit Anmeldung und Benutzerrechten
- das TCP/IP-Protokoll (neben dem MS-eigenen NetBEUI)
- Subsysteme für MS-DOS, 16-bit und 32-bit Windowsprogramme, 16-bit OS/2 Kommandozeilen und POSIX
- Fremdpartitionen werden im Festplattenmanager erkannt (ohne Fremdtreiber kein Zugriff möglich)
- Unterstützung des Internet Explorers bis Version 5.0
Es gibt aber nur eine Version für 16-Bit- und 32-Bit- Installation. - Unterstützung von mehreren Netzwerkarten
Darunter Microsoft-, Netware- und UNIX-Netze. - verwendet bis zu zwei Prozessoren
- neuer Bootmanger
Mit dem NT-Bootmanager ist erstmals mit „Bordmitteln“ ein Dualbootszenario (NT und DOS) möglich.
Für die Servervariante kommen hinzu:
- bis zu vier Prozessoren
- Netzwerke werden ähnlich wie bei Novell Netware zentral in einer Domäne verwaltet
- Benutzergruppen-Verwaltung
Der Benutzermanager arbeit erstmals auch mit Benutzergruppen, die einzelnen Benutzern zugewiesen werden können.
Es ist keine Produktaktivierung durch Microsoft erforderlich. Es ist ein 32-Bit-Betriebssystem mit dem Aussehen von Windows 3.11, ohne DOS-Kern und die damit verbundene Instabilität.
Was Windows NT 3.1 (noch) nicht unterstützt:
- von PC-Herstellern angepasste Installations-CDs
- integrierte Updates (erst ab Windows 2000)
- Plug and Play
- moderne Schnittstellen wie USB und Firewire
Geschichte
Beide endgültigen Versionen Windows NT 3.1 Workstation und Windows NT 3.1 Advanced Server wurden im Juli 1993 in den USA herausgegeben, und zwar kurz vor Windows 3.11. Ende des Supports war für Endkunden der 31. Dezember 2000. Neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. Da die Softwareverbreitung über das Internet noch nicht üblich war, gibt es kaum Aktualisierungen für dieses Betriebssystem.
Patchdateien, Treiber und Aktualisierungen
- Wegen eines Fehlers beim Setup bzw. der Prozessorerkennung lässt sich das System nicht auf Pentium II-Prozessoren installieren. Dafür gibt es allerdings inzwischen einen Patch.
- Es gibt so gut wie keine Gerätetreiber mehr für dieses Windows. NT 3.51-Treiber funktionieren meistens nicht. Es gibt auch keine Aktualisierungen für die API-Aufrufe späterer Anwendungen.
- Für einige Geräte wie SCSI-Festplatten und Grafikkarten müssen FremdTreiber der Gerätehersteller verwendet werden, gerade bei Grafik- und Multimediakomponenten ist die Treiberunterstützung nur rudimentär. Server werden deshalb meist im Standard-VGA-Modus betrieben.
Systemvoraussetzungen
- Prozessor: 386 DX 25 MHz oder RISC NT kompatibel, besser 486 DX 50 MHz (PowerPC-Unterstützung kam erst mit NT 3.51)
- 12 MB RAM (Intel) (empfohlen sind 20 MB)
- 75 MB Festplattenplatz (mit NTFS ca. 5–8 MB mehr) zuzüglich Anwendungen und Cache-Speicher
- je nach Installationsvariante Disketten- oder CD-ROM-Laufwerk (Neuinstallation mit geeigneter Boot-CD, beispielsweise von Windows 98, auch ohne Diskettenlaufwerk möglich)
- EGA- oder VGA-Grafikkarte (empfohlen ist SVGA oder besser)
- Maus und Tastatur
Heutige Bedeutung dieses Betriebssystems
Die Bedeutung von Windows NT 3.1 heute geht über die museale Bedeutung nicht hinaus. Es wurde zugunsten späterer Windowssysteme nicht weiterentwickelt. Für viele Hardware-Hersteller war die Treiberprogrammierung mangels Nachfrage noch nicht attraktiv. Da heute auch wichtige Standardtreiber fehlen, ist das System auf modernen Motherboards nicht mehr ohne Probleme installierbar.
Weblinks
- Interessante Seite zur Geschichte aller MS-Windows-Versionen
- Downloads für NT 3.1/ 3.51 und weiterführende Download-Links
- Screenshots von Windows NT 3.1
Versionsgeschichte verschiedener Ausgaben von Microsoft WindowsMS-DOS-Linie: 1.0 • 2.x • 3.x • 95 • 98 (SE) • ME NT-Linie: NT 3.1 • NT 3.5/ 3.51 • NT 4.0 • 2000 • XP • Server 2003 • Home Server • WinFLP • Vista • Server 2008 CE-Linie: CE • Mobile Zukünftig: 7 • Azure - das neue Dateisystem NTFS („New Technology File System“, eigentlich eine Abwandlung des HPFS-Systems von OS/2, welches aus Kompatibilitätsgründen ebenso wie das Dateisystem FAT16 von MS-DOS und dem späteren Windows 95 weiterhin unterstützt wird)
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