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Kohlenkrusten Gerandete Kohlenkruste (Biscogniauxia marginata)
Systematik Abteilung: Schlauchpilze (Ascomycota) Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina) Klasse: Pezizomycetes Ordnung: Xylariales Familie: Holzkeulenartige (Xylariaceae) Gattung: Kohlenkrusten Wissenschaftlicher Name Biscogniauxia Kuntze (1891) Die Kohlenkrusten oder auch Rindenkugelpilze (Biscogniauxia) sind eine Schlauchpilzgattung aus der Familie der Holzkeulenartigen, deren Vertreter in der Rinde von geschwächten Bäumen wachsen. Es sind 49 Arten weltweit beschrieben, davon zwölf in Europa
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Manche Kohlenkrusten ähneln sehr den Kohlenbeeren (Hypoxylon) mit flächigen Stromata und niedrigen Rändern, andere haben gewölbte Stromata mit deutlich erhöhten Rändern.[1] Biscogniauxia teilt mit der Gattung Hypoxylon den scheibenförmigen Apikalring im Ascus und die Nodulisporium-artigen Nebenfruchtformen. Unterscheiden lässt sich die Gattung aber deutlich von den Kohlenbeeren durch einerseits das zweiteilige Stroma (bipartid) mit einer äußeren Stromaschicht, die im reifen Zustand aufspringt und so die darunterliegende Ascus-tragende Schicht bloslegt. Andererseits fehlen Pigmente, die sich in Kaliumhydroxid lösen. Zudem ist eine bedeutende Verkohlung des Fruchtkörpers festzustellen.
Ökologie
Alle Biscogniauxia-Arten sind ausnahmslos Rindenparasiten an Dikotyledonen [2]. Allerdings sind sie meist Schwächeparasiten an Wirten, die durch Trockenheit bereits geschwächt sind und bilden dann Fruchtkörper wenn die betroffenen Teile am Absterben sind oder bereits abgestorben sind. Solche Pilze können auch als fakultativ saprophytisch bezeichnet werden, da sie zwar parasitieren, aber auch an abgestorbenen Material ausdauern.[2] Viele Arten sind artspezifisch. So kommt die Pfennig-Kohlenkruste auf Buche vor oder B. cinereolilacina ausschließlich auf Linden.
Kohlenkrusten sind durch ihre Lebensweise an zumindest zeitweise trockene Habitate angepasst. Ihre Entwicklung in der Rinde schützt das sich bildende Stroma vor dem Austrocknen. Genügend Wasser für diese Pilze in den toten bzw. absterbenden Bäumen wird durch Abbau von Zellulose und der daraus folgenden Produktion von Wasser erreicht.[2]Systematik
Biscogniauxia war lange als Nummularia (Tul. & C. Tul.) bekannt, bis Miller (1961) die meisten Arten in die Abteilung Applanata der Gattung Hypoxylon stellte. Pouzar stellte dann 1979 und 1986 das gegenwärtige Konzept her, was Ju et al. 1998 dann vollendeten.[1]
Arten in Europa
In Europa gibt es zwischen 10 und 12 Arten:
- Biscogniauxia anceps
- Biscogniauxia baileyi
- Biscogniauxia capnodes
- Biscogniauxia cinereolilacina
- Biscogniauxia dennisii
- Biscogniauxia granmoi
- Gerandete Kohlenkruste (Biscogniauxia marginata)
- Südliche Kohlenkruste (Biscogniauxia mediterranea)
- Pfennig-Kohlenkruste (Münzenförmige Kohlenbeere) (Biscogniauxia nummularia)
- Biscogniauxia querna
- Schalenförmige Kohlenkruste (Biscogniauxia repanda)
- Biscogniauxia simplicior
Literatur
Ju, Y.-M., J. D. Rogers, F. San Martín, and A. Granmo. 1998. The genus Biscogniauxia. Mycotaxon 66: 1-98.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:- Xylariales (Ordnung)
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