- Wegeunterhaltungsstein
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Wegeunterhaltungssteine oder Wegebausteine markieren Straßen und Wege, zu deren Instandhaltung Privatpersonen, meist Bauern verpflichtet waren. Wie lang die zu erhaltende Strecke war, hing von der Größe ihres Grundbesitzes ab. Es gab jedoch Erleichterungen, das heißt Verkürzungen der zu erhaltenden Wegstrecken, wenn die Erhaltung besonders aufwändig war.
In Schweden wurden solche Wegemarkierungen ab 1628 aufgestellt, als das neugeschaffene Lantmäteriverket die Aufgabe erhielt Straßen und Wege in Parzellen zu vermessen. Die Markierungen hatten verschiedene Formen und bestanden sowohl aus Holz als auch aus Stein. Auf den Wegebausteinen standen meist die fortlaufende Nummer und der Name bzw. die Initialen des für die Parzelle Verantwortlichen sowie manchmal Angaben über die Länge und die Richtung der zu erhaltenden Wegstrecke. Am besten erhalten haben sich die steinernen Markierungen, die ebenso wie die alten Meilensteine heute unter Denkmalschutz stehen.
Ein alter Wegebaustein ist der Mittmille-Stein auf der schwedischen Ostseeinsel Öland. In Munkedal wurden entlang des Westufers des Flusses Munkedalsälven verschiedene Meilen- und Wegebausteine aus der Umgebung zusammengetragen und zur Besichtigung aufgestellt.
Wegebausteine gab es auch in Deutschland.[1] In Hamburg stehen zwei Wegeunterhaltungssteine am Curslacker Heerweg unter Denkmalschutz.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Der Wegebaustein, Alte Verkehrswege und ihre Relikte - eingebettet in den Ziegelmauern an der Marktkirche auf der Seite von Neustadt am Rübenberge vom November 2006
- ↑ Denkmalliste des Denkmalschutzamts Hamburg Curslacker Heerweg 11 und Curslacker Heerweg nördl. Nr. 5, Rieckweg; unter Denkmalschutz seit 2005
Kategorie:- Schwedische Geschichte (19. Jahrhundert)
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