Colias croceus

Colias croceus
Postillon
Postillon (Colias croceus)

Postillon (Colias croceus)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Weißlinge (Pieridae)
Gattung: Colias
Art: Postillon
Wissenschaftlicher Name
Colias croceus
(Fourcroy, 1785)
Postillon Männchen
Postillon Weibchen f.helice
Postillon (DDR-Briefmarke 1964)

Der Postillon oder Wander-Gelbling (Colias croceus) ist ein Schmetterling (Wanderfalter) aus der Familie der Weißlinge (Pieridae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Merkmale der Imagines

Der Postillon hat eine Flügelspannweite von 40 bis 50 Millimeter. Die Männchen haben eine orangegelbe Flügeloberseite mit einer breiten dunklen Randbinde. Diese Randbinde ist auf den Vorderflügeln immer und auf den Hinterflügel oft von gelben Adern durchtrennt, was bei Gegenlicht ein hilfreiches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Colias-Arten sein kann. Nahe der Flügelbasis in Zelle 7 der Hinterflügel befindet sich ein deutlicher Duftschuppenfleck. Das Weibchen hat in der dunklen Randbinde gelbe Flecke und die Hinterflügel sind graugelb mit einem deutlich sichtbaren orangen Fleck in der Zelle.

Beide Geschlechter haben auf der Unterseite der Vorderflügel deutlich sichtbare dunkle Flecken in der Postdiskalregion. Die Flügelränder sind graugelb, wobei beim Weibchen der gesamte Hinterflügel graugelb ist.[1]

Merkmale der Raupen

Die Raupe des Postillons ist grün mit einem schmalen gelb-orangen Seitenstreifen und ähnelt der Raupe der Goldenen Acht (Colias hyale).

Unterarten und Formen

  • Colias croceus f. helice (Hübner) ist eine weiße Form der Weibchen die genetisch fixiert ist und bei ca. zehn Prozent der Imagines vorkommt.

Ähnliche Arten

Vorkommen

Die Verbreitung des Postillons erstreckt sich von Nordafrika über Süd- und Mitteleuropa, die Türkei und Westasien bis nach Afghanistan. Er ist außerdem auf den Mittelmeerinseln und den Atlantikinseln Kanaren, Azoren und Madeira vertreten. In Europa endet die Verbreitung bei etwa 60° Nord. Der Postillon ist hauptsächlich in warmen Gegenden im offenen Gelände bis auf 2.000 Meter über NN anzutreffen. In Deutschland wird er regelmäßig, aber nur in geringer Individuenzahl gesichtet. Da das Tier nördlich der Alpen nicht überwintern kann, muss es in die nördlichen Breiten einwandern. Bei der Wanderung ist er auf 3.200 Meter über NN beobachtet worden.[1][2]

Lebensweise

Die Raupe des Postillons lebt von Luzerne, Gewöhnlicher Hornklee, Bunte Kronwicke, Klee und Wicken.

Für die Falter stellen Luzerne, Wiesen-Klee, Rotklee und Wiesen-Flockenblume im Sommer wichtige Nektarquellen dar. Im Herbst sind gelbe Blüten wie z. B. Rauher Löwenzahn, Doldiges- und Kleines Habichtskraut und Gewöhnliches Ferkelkraut wichtig. Unter den Gartenblumen werden Studentenblumen angeflogen.[3]

Flug- und Raupenzeiten

Die Postillon fliegt von April, Mai bis in der späten Herbst in mehreren Generationen. Die Raupen der ersten Generation können von Juni bis Juli, die der zweiten Generation von August bis September angetroffen werden.[4]

Quellen

Einzelnachweise

  1. a b Lionel G. Higgins und Norman D. Rilley, Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas (A Field Guide to the Butterflies of Britain and Europe), Verlag Paul Parey 1971, ISBN 3-490-02418-4
  2. Naturkundliches Informationssystem [1], Zugriff am 26.09.2006
  3. Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 1, Tagfalter I (Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Edelfalter (Nymphalidae)), Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-8001-3451-9
  4. Manfred Koch, Wolfgang Heinicke: Wir bestimmen. Schmetterlinge. Tagfalter, Eulen, Schwärmer, Spinner, Spanner., Neumann Verlag Radebeul 1991, ISBN 3-7402-0092-8

Literatur

  • Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
  • Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X
  • Manfred Koch: Wir bestimmen. Schmetterlinge. Band 1. Tagfalter Deutschlands. Neumann Verlag Radebeul 4. Auflage 1966
  • David J. Carter, Brian Hargreaves: Raupen und Schmetterlinge Europas und ihre Futterpflanzen. Blackwell Wissenschaftsverlag 1987, ISBN 3-8263-8139-4

Weblinks


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