Eimsbütteler Turn-Verband

Eimsbütteler Turn-Verband
Eimsbütteler TV
Voller Name Eimsbütteler Turnverband e.V.
Gegründet 12. Juni 1889
Stadion ETV-Sportzentrum Hoheluft
Plätze 1.100
Homepage www.etv-hamburg.de
Liga Bezirksliga Nord Hamburg
Saison 2006/07 2. Platz
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Heim
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Auswärts

Der Eimsbütteler Turnverband ist ein Sportverein aus dem Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, im heutigen Bezirk Hamburg-Eimsbüttel. Mit rund 10.000 Mitgliedern (Stand 1. Oktober 2006) ist der ETV nach sportspaß und dem Hamburger SV der drittgrößte Sportverein Hamburgs. In 23 Abteilungen werden 30 unterschiedliche Sportarten wie Fußball, Handball, Leichtathletik, Unihockey, Volleyball und natürlich Turnen angeboten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 12. Juni 1889 gründeten sechzig Männer den Eimsbütteler Männerturnverein. Bereits nach einem Monat spaltete sich die Eimsbütteler Turnerschaft ab. Zwar kam es 1893 zu einer vorübergehenden Vereinigung, doch erst 1898 schlossen sich beide Vereine zum Eimsbütteler Turnverband zusammen, um eine gemeinsame Turnhalle zu bauen, die dann 1910 eröffnet wurde.

Erfolge

Faustball

  • Herren: Deutscher Meister 1928 und 1929
  • Damen: Deutscher Meister 1934

Leichtathletik

Volleyball

  • Axel Hager und Jörg Ahmann gewinnen bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney die Bronzemedaille im Beachvolleyball.
  • Die C-Jugend Volleyballmannschaft holte den Titel Hamburger Meister 2 mal in Folge im Jahr 2007 und im Jahr 2008. Im Finale führten sie 2008 11:0 gegen Scala.
  • Es gibt eine 2. Bundesliga Mannschaft und 2 Regionalliga Mannschaften.

Fechten

  • Gesche Reimers und Friederike Janshen wurden 2005 und 2006 bei den Senioren-Meisterschaften in ihrer Altersklasse jeweils Deutsche Meisterin im Säbelfechten. 2006 gelang Friederike Janshen der Einzug ins deutsche Seniorennationalteam, mit dem sie Vizeeuropameisterin in Turku wurde. Im Mai 2007 wurde die ETV-Fechterin Friederike Janshen in St.Gallen Senioren-Europameisterin (19 Teilnehmerinnen)im Säbelfechten und gewann Bronze im Florett (32 Teilnehmerinnen).

Softball

Handball

Unihockey

  • Jugend U12: Deutscher Meister (?) 2007 (Kleinfeld)
  • Herren: Norddeutscher Meister 2006 (Kleinfeld)
  • Jugend U12: Norddeutscher Meister 2006 (Kleinfeld)
  • Herren: Deutscher Vizemeister 2005 (Mixed)
  • Jugend U17: Deutscher Meister 2005 (Kleinfeld)
  • Jugend U17: Norddeutscher Meister 2005 (Kleinfeld)
  • Jugend U11: Norddeutscher Meister 2005 (Kleinfeld)
  • Herren: Deutscher Meister 2003 (Kleinfeld)
  • Herren: Norddeutscher Meister 2003 (Kleinfeld)
  • Jugend U14: Norddeutscher Vizemeister 2003 (Kleinfeld)
  • Herren: Deutscher Vizemeister 2002 (Kleinfeld)
  • Herren: Norddeutscher Vizemeister 2002 (Kleinfeld)


  • seit März 1996 Unihockey-Gruppe in der Leichtathletikabteilung, Initiator: Karl du Roi
  • seit Dezember 1996 eigene Internet-Seite
  • seit 1997 Herren-Regionalligamannschaft (Kleinfeld)
  • seit 1. Juli 1998 eigene Abteilung im ETV, Initiator und 1. Vorsitzender: Karl du Roi
  • seit 1. Juli 1998 Mitgliedschaft im Deutschen Unihockey Bund e.V.
  • seit 2003 Herren-Bundesligamannschaft (Großfeld)
  • seit 2005 Mitgliedschaft im neu gegründeten Unihockey-Landesverband Unihockey Bund Hamburg e.V.
  • Sebastian Grass und Leander Stüble sind im Kader der Herren-Nationalmannschaft
  • Philipp Henke war als Torwart im Kader der Herren-Nationalmannschaft und hat an der Unihockey-WM 2006 in Schweden teilgenommen.
  • Fritz Herrmann und Mathis Wittneben sind im Kader der U19 Junioren. Beide werden zur U19-Junioren-Weltmeisterschaft vom 7. bis 11. November 2007 in die Schweiz teilnehmen.

Fußball

Geschichte

Am 12. Mai 1906 entstand die Fußballabteilung des ETV. Bereits im Jahre 1896 wurde eine „Fußballmannschaft im ETV“ erwähnt. Später schloss sich der FC Hammonia 1896 an. Am Spielbetrieb des Hamburg-Altonaer Fußball-Bundes nahm der ETV ab der Saison 1906/07 teil. Auf Grund seiner Spielstärke reihte der HAFB den ETV in die höchste Spielklasse, die I. Klasse, ein. Sein erstes Punktspiel bestritt der ETV am 9. September 1906 beim SC Germania 1887 und verlor nur knapp mit 1:2 Toren. Als Platz diente dem ETV, wie noch den meisten anderen Clubs in Hamburg und Altona, die Exerzierweide. Im Frühjahr 1907 erfolgte der Umzug zur Sternschanze, einige Jahre später zur Schlankreye und 1911 zum Lokstedter Steindamm, bevor schließlich 1912 der Eimsbütteler Tribünensportplatz Hoheluft die Heimstätte der ETV-Fußballabteilung wurde. Für die Saison 1913/14 bildete der Norddeutsche Fußball-Verband mit der NFV-Verbandsliga eine übergeordnete regionale Spielklasse für die besten Clubs seiner spielstärksten Bezirke. Auch der ETV konnte sich als Tabellendritter der Hamburg/Altonaer 1a-Klasse qualifizieren. Nach einem vierten Tabellenplatz in der ersten Saison wurde die NFV-Verbandsliga nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs wieder aufgelöst.

In der Hamburger A-Klasse, der damals höchsten Liga, gelang erstmals 1915 die Meisterschaft.[1] Der ETV blieb auch in den 1920er Jahren erstklassig und qualifizierte sich mehrmals für die Endrunde um die norddeutsche Meisterschaft.

Ihre erfolgreichste Zeit hatte die Fußballabteilung dann in den 1930ern. In der Gauliga Nordmark holte die 1. Mannschaft von 1934 bis 1936 dreimal hintereinander die Meisterschaft und vertrat Hamburg in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Zwar schied der ETV jeweils in den Gruppenspielen aus, doch sowohl in der Endrunde 1934 als auch in der Endrunde 1935 konnte man jeweils zu Hause den späteren Meister FC Schalke 04 besiegen.

Nach dem fünften Platz 1937 und zwei zweiten Plätzen 1938 und 1939 wurde mit Beginn des 2. Weltkriegs die Gauliga Nordmark in zwei Staffeln geteilt. Der ETV setze sich in seiner Staffel durch und gewann die Entscheidungsspiele gegen den Hamburger SV mit 4:1 und 6:0. Damit gehörte der ETV gehörte zu den Endrundenteilnehmern 1940. In den Gruppenspielen scheiterte man als Zweiter erst am letzten Spieltag am späteren Vizemeister Dresdner SC. Danach wurde die Gauliga Nordmark wieder zu einer Staffel vereinigt, 1941 schlossen die ETVer auf dem 2. Platz ab. Mit dem letzten Gaumeistertitel qualifizierte sich die Mannschaft noch einmal für die DM-Endrunde 1942, schied jedoch in der ersten Runde gegen Werder Bremen aus. Danach wurde die Gauliga Nordmark in mehrere kleine Gauligen aufgeteilt. In der Gauliga Hamburg blieb der ETV jedoch bis Kriegsende jeweils im Mittelfeld.

Nach dem 2. Weltkrieg fanden die Fußballherren des ETV bei der Gründung der Oberliga Nord als höchste Spielklasse 1947 keine Aufnahme. Doch bereits 1948 gelang der Aufstieg als Meister der Amateurliga Hamburg. Acht Jahre blieb der ETV erstklassig, bevor er 1956 als Tabellenletzter absteigen musste. Der größte Erfolg war ein vierter Platz in der Saison 1951/52, die man punktgleich mit dem Tabellendritten FC St. Pauli beendete. Während der Oberligazugehörigkeit hatte der ETV auch mit einem rapiden Schwund im Zuschauerinteresse zu kämpfen. Kamen in den ersten beiden Jahren im Schnitt noch deutlich über 9.000 Zuschauern, waren es danach nur noch knapp über 5.000 Zuschauer, im Abstiegsjahr erreichte man nur noch einen Schnitt von 3.700 Zuschauern.[2]

Zwar gelang 1959 noch einmal die Meisterschaft in der zweitklassigen Amateurliga Hamburg, doch verpasste man den Wiederaufstieg in die Oberliga Nord. 1966 stieg man in die drittklassige Landesliga ab. Der Abstieg 1985 in die Bezirksliga war der zwischenzeitliche Tiefpunkt in der zu diesem Zeitpunkt Sechstklassigkeit. Immerhin gelang 1999 die Rückkehr in die nunmehr viertklassige Oberliga Nord. An die einstige Tradition konnte man jedoch nicht mehr anknüpfen, auch das in den 1950ern noch große Zuschauerinteresse war völlig verschwunden. Ganze 207 Zuschauer kamen im Schnitt zu den ersten Oberligaspielen.[2] Aus der Oberliga musste der ETV erst 2003 wieder absteigen - sowohl 2001 als auch 2002 war man zwar bereits sportlich abgestiegen, hielt aber die Klasse, weil sich andere Vereine aus der Oberliga zurückzogen. 2005 mussten die Fußballherren dann erneut absteigen - dieses Mal aus der Verbandsliga in die sechstklassige Landesliga. In der Hansa-Staffel kämpft die Mannschaft auch 2006 gegen den nächsten Abstieg.

Seit 2002 droht der ETV-Fußballabteilung der Verlust ihres Sparbier-Sportplatzes, auf dem 40 Jugendmannschaften spielen. In dieser Auseinandersetzung kam es zu ernsthaften Konflikten mit dem ETV-Vorstand, der den Platz zugunsten einer Halle an ein privates, christliches Klinikum hergeben will. Die Fußballabteilung dachte zeitweise über einen Austritt aus dem ETV nach. Die entsprechenden Meldungen sind auf dem unten erwähnten weblog der Initiative gegen die Bebauung des Sparbier-Sportplatzes nachzulesen.

Bekannte Spieler

Aus den Reihen des Eimsbütteler TV stammen fünf Spieler der Deutschen Nationalmannschaft:

Weitere bekannte Spieler sind:

Quellen

  1. a b 100 Jahre Fußball im ETV - doch der Jubilar schwächelt in: Hamburger Abendblatt, 5. Mai 2006
  2. a b Eimsbütteler TV in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 137f. ISBN 3-89784-147-9

Weblinks

Literatur

  • Folke Havekost (2006): 100 Jahre Fußball in Eimsbüttel Göttingen: Verlag Die Werkstatt. ISBN 3-89533-529-0

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