Felsöör

Felsöör
Wappen Karte
Wappen von Oberwart
Oberwart (Österreich)
DEC
Oberwart
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Burgenland
Politischer Bezirk Oberwart (OW)
Fläche 36,5 km²
Koordinaten 47° 17′ N, 16° 12′ O47.28777777777816.203055555556315Koordinaten: 47° 17′ 16″ N, 16° 12′ 11″ O
Höhe 315 m ü. A.
Einwohner 7.021 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 192 Einwohner je km²
Postleitzahl 7400
Vorwahl 03352
Gemeindekennziffer 1 09 17
AT113
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Hauptplatz 9
7400 Oberwart
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ)
Gemeinderat (2007)
(25 Mitglieder)
14 SPÖ, 10 ÖVP, 1 FPÖ
Lage der Stadt Oberwart
Karte
Deutsch- und ungarischsprachige Ortstafel

Oberwart (ungarisch: Felsőőr, kroatisch: Gornja Borta, romani: Erba) ist eine Stadtgemeinde im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Sie ist zugleich auch die Bezirkshauptstadt des Bezirks Oberwart. Die Stadt ist hauptsächlich als Markt- und Schulstadt bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht zu 73 % aus deutschsprachigen Österreichern. Der Anteil der Burgenland-Ungarn beträgt 17,5 %, in ihrer Sprache lautet der Ortsname Felsőőr. Daneben gibt es noch einige Burgenland-Kroaten, die den Ort Gornja Borta nennen, sowie einige Burgenland-Roma.

59 % der Bevölkerung sind Katholiken und 33 % Protestanten.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland an der Pinka. Ortsteile der Stadtgemeinde sind Oberwart und Sankt Martin in der Wart.

Geschichte

1327 wurde Oberwart als Grenzwächtersiedlung erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zum Königreich Ungarn.

Seit 1898 durfte aufgrund der Standardisierung der geographischen Namen nur der ungarische Ortsname Felsőőr verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 der Republik Österreich zugesprochen. Am 4. Oktober 1921 proklamierte der ungarische Freischärler Pál Prónay den Staat "Leitha-Banat" (Lajta-Bánság), der sich aber nach kurzer Zeit auflöste.

Der Ort gehört seit dem 26. November 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Stadtgemeinde ist Oberwart seit 1939 bzw. 1973 (durch VO 4 erfolgte Weiterverleihung).

Am 5. Februar 1995 wurden bei Oberwart die vier Roma Peter Sárközi, Josef Simon, Ervin und Karl Horvath durch eine Rohrbombe des Briefbombenattentäters Franz Fuchs getötet. Sie hatten versucht, eine Plakette mit rassistischen Beschimpfungen ("Roma zurück nach Indien"), die an der Bombe angebracht war, zu entfernen. Die Morde wurden literarisch durch Stefan Horvath sowie Elfriede Jelinek (in ihrem Stück "Stecken, Stab und Stangl") verarbeitet.

Oberwart besitzt den einzig erhaltenen jüdischen Friedhof im Burgenland, dessen Grabsteine nicht hebräisch verfasst sind.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In silbernem Schild ein blau gekleideter Krieger - Grenzwächter - mit schwarzer Mütze und ebensolchen Stiefeln, in der Rechten eine schwarze Streitaxt, die Linke an der Hüfte; Leibrock, Hose und Mütze mit goldener Verschnürung versehen, letztere außerdem mit einer blauen Feder. Der Krieger wird von zwei an die Seitenränder gelehnten schwarzen Felsen begleitet, auf denen ein schwarzer Wachtturm mit zwei Zinnen und Spitzdach steht

Verkehr

Eisenbahn

Der Bahnhof Oberwart liegt an der Pinkatalbahn. Im Jahr 2007 soll die Strecke bis Großpetersdorf für den Personenverkehr wiedereröffnet werden. In Planung bzw. Überlegung ist eine weitere Verlängerung der Strecke ins ungarische Szombathely. Seit dem Frühjahr 2005 betreibt ein Verein die Strecke Oberwart - Oberschützen als Nostalgiebahn.

Politik

Bürgermeister ist LAbg. Gerhard Pongracz von der SPÖ.

Die Mandatsverteilung (25 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 14, ÖVP 10, FPÖ 1, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Städtepartnerschaften

Sonstiges

Unter dem Namen Eurowart veranstaltet die Stadt seit einigen Jahren eine Rahmenveranstaltung, bei der sich jeweils ein anderes europäisches Land in einzelnen Veranstaltungen präsentiert. So waren bisher Italien, Frankreich, Niederlande und Irland mit kulturellen und gastronomischen Veranstaltungen zu Gast.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks



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