- Gadsden-Kauf
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Mit dem Gadsden-Kauf erwarben die Vereinigten Staaten 1853 von Mexiko ein Gebiet von 77.700 km² südlich des Gila River, das heute im Süden von Arizona und New Mexico liegt, um sich eine bessere Route für eine Eisenbahnlinie nach Kalifornien, die allerdings niemals gebaut wurde, zu sichern.
Ein anderer Grund für den Kauf war, dass die USA mit den 10 Mio. Dollar, die dafür bezahlt wurden, Mexiko eine Kompensation für die geringe Zahlung von 15 Mio. Dollar zugestanden, die sie anlässlich der Gebietsgewinne im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg geleistet hatten. Am 30. Dezember 1853 wurde die Vereinbarung über den Kauf zwischen James Gadsden, dem Namensgeber für den Vertrag, und dem mexikanischen Präsidenten Antonio López de Santa Anna getroffen. Gadsden war Präsident einer Eisenbahngesellschaft und war vom amerikanischen Präsidenten Franklin Pierce mit der Aushandlung eines Kaufvertrags mit Santa Anna beauftragt worden. Diesem kam das Angebot der USA entgegen, denn Mexiko benötigte dringend Geld, unter anderem um sein marodes Militärwesen wieder aufzubauen. Den USA wiederum ging es auch darum, mit Mexiko einen Vertrag zu schließen, der den Bau eines Kanals am Isthmus von Tehuantepec sicherstellen sollte. Auch dieser Punkt fand im Vertrag Erwähnung.
Die ursprünglichen Pläne sahen den Kauf von weit mehr Land vor, das auch die Baja California und Teile Sonoras eingeschlossen hätte. Dies wurde jedoch nicht nur von der mexikanischen Bevölkerung, sondern auch von jenen US-amerikanischen Senatoren abgelehnt, die für die Abschaffung der Sklaverei eintraten und einen Machtgewinn für den sklavenhaltenden Süden befürchteten.
Am Sonoita River errichtete die United States Army am 17. November 1856 Fort Buchanan, um das neu erworbene Gebiet zu sichern.
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