Giovanni Battista Colombo

Giovanni Battista Colombo
Deckenfresko 1 Klosterkirche Uetersen
Deckenfresko 2 Klosterkirche Uetersen
Wohnhaus von Colombo in Uetersen

Giovanni Battista Innocenzo Colombo (auch Colombo oder Giovanni Battista Innocenzo Colomba) (* 1717 Arogno; † 1793 Arogno) war ein Schweizer Architekt, Kirchenmaler und Bühnenbildner.

Biographie

Colombo erlernte in Lugano die Kunst des Malens. Nachdem er einige Jahre im Tessin als Kunstmaler arbeitete, verliess er seine Heimat. In Deutschland arbeitete er dann u.a. in Ludwigsburg, wo er die Decke des Opernhauses dekorierte. Später zog er nach Braunschweig, Mainz, München und Frankfurt am Main. Dort war er im Palais Thurn und Taxis beschäftigt und schuf er 1741 im Auftrag vom Kaiser Karl VII das monumentalen Fresco an der Kaisertreppe im Römer unter dem Thema Der Sieg der Tugend über die Untugend. 1748 kam er nach Hamburg, wo er eine Anstellung als Theatermaler findet. Dort findet seine künstlerische Arbeit grossen Beifall. Dieser Ruhm dringt auch in das nahegelegende Uetersen wo er den Auftrag bekommt das Deckenfresko der Klosterkirche in Uetersen zu malen. Dort gestaltet der Künstler 1748/49 Das Engelkonzert oder auch als Die Verherrlichung der Dreieinigkeit bekannte Deckenfresko. Dieses Fresko geht später in die Kunstgeschichte ein, da die Uetersener Auftraggeber ihn nicht den geforderten Preis zahlten, passte er seine Leistung dem niedrigen Preis an und malte darauf hin unspielbare Instrumente in das Fresco (siehe Deckenfresko 2). Zur gleichen Zeit war er auch bei der höheren Uetersener Gesellschaft tätig und schuf dort einige Wandgemälden und verzierte die Villen mit Stuckarbeiten. Später wird Colombo vom König von Hannover berufen um für ihn einige Kunstwerke zu schaffen. Danach zieht der Künstler weiter nach London. Einige Zeit später ist der Maler für fast zwei Jahrzehnte lang in Stuttgart als Baumeister und Portraitmaler für den Herzog von Württemberg tätig. Nach dieser Zeit zieht es ihn wieder nach Italien und steht in Diensten des Königs von Sardinien. Zum Ende seines Lebens kehrt er in seine alte Heimat zurück, wo er im Alter von 76 Jahren verstirbt.

Quellen

  • Hans Ferdinand Bubbe: Versuch einer Chronik der Stadt und des Klosters Uetersen Band 1 (1932)
  • Elsa Plath-Langheinrich: Als Goethe nach Uetersen schrieb: Das Leben der Conventualin Augusta Louise Gräfin zu Stolberg-Stolberg (1989) ISBN 3529026956

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