- Heil dir, o Oldenburg
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Heil dir, o Oldenburg ist die Landeshymne des ehemaligen Großherzogtums Oldenburg. Ihr Text wurde 1844 von Theodor von Kobbe (1798-1845) auf eine Melodie der Oldenburger Großherzogin Cäcilie (1807-1844), einer Prinzessin von Schweden, gedichtet.
Im Gegensatz zu den Texten vieler Regionalhymnen deutscher Staaten aus dem 19. Jahrhundert handelt es sich hierbei nicht um einen Lobgesang auf den Fürsten, sondern einen Preis des Landes. Ein auf dieselbe Melodie gedichteter und früher gedruckter Text (Heil unserm Großherzog, dem Landesvater) eines Kaplans Seeling entsprach mehr dem Muster anderer Landeshymnen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Preisende Verse auf den Fürsten wurden später aber sehr wohl angefügt. So gewann ein Auktionator namens Wilhelm Geiler 25 Goldmark für folgende kurz nach der Reichsgründung entstandene und 1872 auf einem Volksfest in Westerstede zuerst gesungene Strophe:
- Heil, deinem Fürsten, Heil! Er half bei Zeiten
- das herrlich große Werk, das Deutsche Reich bereiten,
- als er zum blut'gen Strauß mit Preußen sich verband.
- Hoch unser Fürstenhaus! Hoch Vaterland!
Nach der Abdankung des Großherzogs 1918 wurde im Wesentlichen das Wort "Fürsten" durch "Volke" ersetzt und der Text sinngemäß verändert.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Wort "Fürsten" in der ersten Strophe durch "Führer" ersetzt.
Heute wird meist eine dreistrophige Version gesungen, die aus Versen der originalen vier Strophen zusammengebaut ist.
Liedtext
Heil dir, o Oldenburg! (Theodor von Kobbe, 1844)
- 1.
- Heil dir, o Oldenburg! Heil deinen Farben!
- Gott schütz dein edles Roß, er segne deine Garben!
- Heil deinem Fürsten, heil, der treu dir zugewandt,
- der dich so gern beglückt, o Vaterland!
- 2.
- Ehr' deine Blümelein, pfleg' ihre Triebe,
- blau und rot blühen sie, die Freundschaft und die Liebe;
- wie deine Eichen stark, wie frei des Meeres Flut,
- sei deutscher Männer Kraft dein höchstes Gut.
- 3.
- Mutig dein Wimpel fleucht durch alle Meere,
- wohin dein Krieger zeucht, zollt man ihm Ruhm und Ehre;
- schleudert den fremden Kiel der Sturm an deinen Strand,
- birgt ihn der Lotsen Schar mit treuer Hand.
- 4.
- Wer deinem Herde naht, fühlt augenblicklich,
- daß er hier heimisch ist; er preiset sich so glücklich;
- führt ihn sein Wanderstab durch alle Lande durch,
- du bleibst sein liebstes Land, mein Oldenburg!
Literatur
- Hans Jürgen Hansen: Heil Dir im Siegerkranz - Die Hymnen der Deutschen, Stalling-Verlag, Oldenburg und Hamburg, 1978
Weblinks
Kategorien:- Regionalhymne
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