- Heinrich Delbrück
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Heinrich Delbrück (* 16. Juli 1855 in Berlin; † 3. Juli 1922 in Toestorf (Schleswig-Holstein)) war ein deutscher Jurist und Präsident des Reichsgerichtes.
Leben
Heinrich Delbrück wurde 1883 zum Amtsrichter ernannt. 1888 erfolgte die Ernennung zum Landrichter und 1896 die Ernennung zum Landgerichtsrat. 1898 wurde er zum Kammergerichtsrat am Kammergericht Berlin befördert. Ab 1899 war er Geheimer Regierungsrat und Vortragender Rat im Reichsjustizamt. Im Jahr 1903 erfolgte die Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat. Ab 1913 war er als Direktor im Reichsjustizamt tätig und wurde dort 1917 Unterstaatssekretär. Vom 1. Januar 1920 bis zu seinem Tod am 3. Juli 1922 war er Präsident des Reichsgerichtes, wobei er schon bald seine Tätigkeit krankheitsbedingt einschränken musste. In einem Nachruf hieß es, er habe sich durch juristischen Scharfsinn, durch streng sachliche und gerechte Urteile sowie durch große Hingabe an seine juristische Tätigkeit ausgezeichnet.
Literatur
- Georg Kotowski: Delbrück, Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, S. 578 f.
- Anonymer Nachruf bzgl. Heinrich Delbrück: DJZ 1922, Seite 498, 499
- F. A. Brockhaus, 17. Aufl. Wiesbaden 1968, 4. Band: Heinrich Delbrück, Seite 388
- Dr. Adolf Lobe, Senatspräsident am Reichsgericht i. R., Fünfzig Jahre Reichsgericht, Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin und Leipzig, 1929, Seite 339
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