Hettigenbeuern

Hettigenbeuern
Hettigenbeuern
Wappen von Hettigenbeuern
Koordinaten: 49° 35′ N, 9° 16′ O49.5799722222229.264232Koordinaten: 49° 34′ 48″ N, 9° 15′ 50″ O
Höhe: 232 m
Fläche: 6,00 km²
Einwohner: 583 (27. Mai 2005)
Eingemeindung: 1. Okt. 1974
Postleitzahl: 74722
Vorwahl: 06286

Hettigenbeuern ist ein Stadtteil von Buchen (Odenwald) im Neckar-Odenwald-Kreis.

Hettigenbeuern dürfte zur Zeit der fränkischen Landnahme im 6./7. Jahrhundert entstanden sein. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1306 als selbständige Pfarrei Hettigenbeuern und Rodungssiedlung des Klosters Amorbach, das ursprünglich alleiniger Grundherr war. Mit Errichtung der Pfarrei wurde eine Kirche auf dem Friedhofsgelände gebaut. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde 1903 mit dem Bau der jetzigen Kirche im neugotischen Stil begonnen.

Ursprünglich war Hettigenbeuern im Besitz der Herren von Adelsheim, danach würzburgisch, schließlich ging die Hälfte des Ortes in den Besitz des jungen Götz von Berlichingen. Aus dieser Zeit stammt noch der heutige Götzenturm (damals Wohn- und Wehrturm).[1] Ein Wappenstein, der die Jahreszahl 1414 trägt, und Grabungsfunde sind die letzten Zeugen einer Burg, die auf dem Burgbuckel stand. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Eine Aufwärtsentwicklung hat Hettigenbeuern seit dem 19. Jahrhundert zu verzeichnen, zurückzuführen auf den gewerblichen Tabakanbau in der Gemeinde. Das Klima und die Bodenbeschaffenheit eignen sich besonders für den Anbau von Qualitätstabaken. Hettigenbeuern wurde die „Tabakmetropole“ des Odenwaldes genannt. Die Tabakscheunen prägen noch heute das Ortsbild.

1806 kam Hettigenbeuern zu Baden, der Zusammenschluss zur neuen Stadt Buchen erfolgte 1974.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zum Götzenturm siehe Thomas Steinmetz: Wohntürme im Odenwald. In: Der Odenwald. Zeitschrift des Breuberg-Bundes Jg. 41, 1994, Heft 3, S. 90–92.

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