Kleines Pfeilkraut

Kleines Pfeilkraut
Flutendes Pfeilkraut
Systematik
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Froschlöffelähnliche (Alismatidae)
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Froschlöffelgewächse (Alismataceae)
Gattung: Pfeilkraut (Sagittaria)
Art: Flutendes Pfeilkraut
Wissenschaftlicher Name
Sagittaria subulata
(L.) Buchenau

Das Flutende Pfeilkraut (Sagittaria subulata), auch Schmalblättriges Pfeilkraut oder Kleines Pfeilkraut genannt, ist eine grasartig wachsende Sumpfpflanze aus der Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae). (Syn.: Alisma subalatum, Sagittaria natans, Sagittaria pusilla)

Sie lebt überwiegend submers, d.h. unterhalb der Wasseroberfläche. In der Aquaristik wird sowohl die Art als auch die Zuchtform Sagittaria subulata var. pusilla eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsbild

Das Flutende Pfeilkraut weist lineale oder bandförmige Laubblätter auf, die in einer Rosette angeordnet sind. Die Blätter sind von hellgrüner Farbe. Einzelne Blätter werden vier bis sieben Zentimeter breit und erreichen eine Länge bis zu 30 bis 40 Zentimeter. Mit zahlreichen Ausläufern kann diese Pflanzenart sehr bald einen dichten Bestand bilden. Gelegentlich werden auch Schwimmblätter ausgebildet. Blätter oberhalb der Wasser werden bei einer Breite von 0,5 bis 2,5 Zentimeter zwei bis sechs Zentimeter lang und sind dann meist eiförmig geformt.

Der Blütenstände werden bis zu 1 Meter lang, sie bestehen aus einem bis 10 Quirlen von männlichen und weiblichen Blüten. Blüten bilden sich nur oberhalb der Wasseroberfläche. Weibliche Blüten bestehen aus drei ausgebreiteten grünen Kelchblättern sowie drei weißen Kronblättern und Fruchtblättern. Männliche Blüten weisen dagegen zwischen sieben und fünfzehn Staubblätter auf.

Es werden 1,5 bis 2 Millimeter lange, verkehrt eiförmige Nüsschen gebildet. Wie für Froschlöffelgewächse typisch weisen sie einen pfriemförmigen Schnabel auf.

Verbreitung und Lebensraum

Die Heimat des Flutenden Pfeilkraut sind die südöstlichen Bundesstaaten der USA sowie Südamerika. In Flüssen bildet die Art ausgedehnte Bestände. Sie ist dabei sowohl in Süß- wie Brackwasser überlebensfähig.

Verwendung in der Aquaristik

Sowohl die Art als auch die Zuchtform Sagittaria subulata var. pusilla zählen zu den Pflanzen, die im Fachhandel häufig für die Bepflanzung von Aquarien angeboten werden. Verwendung finden diese Pflanzen meist im Vordergrund von Aquarien, da vor allem die Zuchtform, die im Handel fälschlicherweise gelegentlich als Sagittaria pusilla angeboten wird, sehr klein bleibt. Unter idealen Bedingungen vermehrt sich diese Zuchtform sehr schnell und bildet im Aquarium einen dichten, etwa fünf Zentimeter hohen Rasen aus. Die Nominatform Sagittaria subulata var. subulata dagegen kann eine Blattlänge von bis zu 60 Zentimeter erreichen, wenn sie nicht genügend Ausbreitungsplatz hat, und ist dann eher für den mittleren und hinteren Beckenzonen.

Die idealen Pflegebedingungen für Art und Zuchtform ist nicht zu weiches Wasser. Die Karbonathärte sollte zwischen vier und acht liegen. Die Gesamthärte sollte 10 bis 15 betragen. Die optimale Temperatur liegt zwischen 18 und 28 Grad Celsius. Die Pflanzen benötigen nur wenig im Wasser gelöstes Kohlenstoffdioxid. Zwei Milligramm pro Liter reichen aus, um die Pflanzen gut gedeihen zu lassen. Aquarianer sind daher bei dieser Pflanze nicht unbedingt auf eine Zudüngung angewiesen. Regelmäßiger Teilwasserwechsel stellt die nötige Kohlenstoffdioxidmenge sicher.

Varietäten

Von der Art Sagittaria subulata gibt es vier Varietäten:

  • Sagittaria subulata var. subulata
  • Sagittaria subulata var. gracillima (S.Watson) J.G.Sm.
  • Sagittaria subulata var. kurziana (Glück) Bogin
  • Sagittaria subulata var. pusilla (Nutt.) Buchenau

Literatur

  • Bernd Greger: Pflanzen im Süßwasseraquarium. Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim 1998, ISBN 3-928819-16-x
  • Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-7454-5

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