Lampropeltis

Lampropeltis
Königsnattern
Lampropeltis alterna

Lampropeltis alterna

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Gattung: Königsnattern
Wissenschaftlicher Name
Lampropeltis
Fitzinger, 1843

Die Königsnattern (Lampropeltis) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae).

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung und Lebensraum

Die Gattung Lampropeltis kommt hauptsächlich in den USA und Mexiko, einige wenige (Unter-)Arten aber auch in Südamerika und Kanada, vor. Sie bevorzugt trockene bis mäßig feuchte Gebiete, meistens in der Nähe von Getreidefeldern, da sie dort leicht zu Nahrung kommt. Sie lebt aber auch in Asien, weil dort gute Voraussetzungen zur Fortpflanzung erfüllt werden.

Aussehen und Verhalten

Königsnattern erreichen in der Regel eine Körpergröße von 50 cm bis 2 m. Sie haben einen verhältnismäßig dünnen Körper mit einer auffallenden Färbung. Diese ist bei einigen Unterarten der giftigen Korallenottern (Micrurus sp.) ähnlich, was vermutlich dem Schutz vor Feinden dient (Batessche Mimikry). Sie unterscheiden sich von diesen jedoch durch die Farbabfolge, was man sich mit einer einfachen Faustregel merken kann: If white follows red, you’re dead! Bei Königsnattern sind weiße und rote durch einen schwarzen Streifen getrennt. Eine andere Verteidigungsart ist das Erzeugen des gleichen Geräusches wie das der Klapperschlangen (Crotalus sp., Cerastes sp.). Dabei schütteln sie ihren Schwanz und schlagen ihn gegen einen Gegenstand, um einen Ton zu erzeugen. Erstaunlicherweise sind Königsnattern immun gegen das Gift der in ihrem Gebiet vorkommenden Giftschlangen. So wurden Königsnattern beim Fressen von Giftschlangen beobachtet, denen mehrere Bisse des Opfers nichts anhaben konnten. Je nach Verbreitungsgebiet halten die Königsnattern eine mehrwöchige bis mehrmonatige Winterruhe.

Ernährung

In der Natur gehören neben Nagern, Vögeln, Fröschen auch Echsen, Schlangen und Eier zum Beutespektrum von Lampropelten. Die bevorzugte Nahrung der Jungtiere sind kleine Echsen. Im Terrarium kann es, vor allem unter Jungtieren, zu Kannibalismus kommen, was in der Natur eher selten ist.

Allgemeine Haltungsbeschreibung für die meisten Lampropelten

Terrarium und Einrichtung

Ein Terrarium für eine Schlange mit einer Länge von 100 cm sollte die Mindestmaße 1 m × 0,5 m × 0,5 m haben. Für jedes weitere Tier sollten die Seitenlängen um 20 % vergrößert werden. Wichtig ist, dass sich ausreichend Lüftungen im Becken befinden, damit sich keine Stauluft entwickelt. Es sollten ausreichend Versteckmöglichkeiten in unterschiedlichen Temperaturzonen vorhanden sein. Gleiches gilt für Klettermöglichkeiten. Entgegen vielen Behauptungen klettern alle Königsnattern gerne. Eine Wasserschale als Trink- und Bademöglichkeit in ausreichender Größe muss vorhanden sein. Es ist allerdings darauf zu achten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Das Terrarium sollte 8 bis zu 14 Stunden, je nach simulierter Jahreszeit, beleuchtet werden. Dabei ist die Art der Beleuchtung im Gegensatz zu verschiedenen Echsen für das Wohlbefinden der Schlangen unerheblich, ein UV-Licht ist nicht unbedingt erforderlich.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die Temperatur in den Becken wird entweder durch die Beleuchtung, Wärmematten oder Heizkabel erzeugt. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass sich die Tiere nicht verbrennen können. Die Temperatur sollte tagsüber 24 °C bis 28 °C (lokal bis 32 °C) und nachts Zimmertemperatur, also ca. 20 °C (+/- 3 °C) betragen. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 % und 70 % liegen, durchschnittlich sollte sie aber unter 60 % bleiben. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit treten schnell Atemwegsinfektionen auf.

Systematik

  • Graugebänderte Königsnatter (Lampropeltis alterna) (Unterarten: L. a. alterna und blairi)
  • Prärie-Königsnatter (Lampropeltis calligaster) (Unterarten: Lamprophelis c. calligaster; rhombomaculata; occipitolineata)
  • Gewöhnliche Königsnatter, Kettennatter (Lampropeltis getula) (Unterarten: L. g. califoniae; floridana; getula; holbrooki; nigra; nigrita und splendida)
  • Mexikanische Königsnatter (Lampropeltis mexicana) (Unterarten: L. m. mexicana; thayeri und greeri)
  • Berg-Königsnatter (Lampropeltis pyromelana) (Unterarten: L. p. knoblochi und pyromelana)
  • Ruthvens Königsnatter (Lampropeltis ruthveni)
  • Dreiecksnatter, Milchschlange (Lampropeltis triangulum) (Unterarten: L. t. abnorma; amaura; andesiana; annulata; arctifera; blanchardi; campbelli; celaenops; conanti; dixoni; elapsoides; gaigae; gentilis; hondurensis; micropholis; multistriata; nelsoni; oligozona; polyzona; sinaloae; smithi; stuarti; syspila; taylori und triangulum)
  • Korallen-Königsnatter (Lampropeltis zonata) (Unterarten: L. z. agalma; herreae; multicineta; multifasciata; parvirubra; pulchra und zonata)

Weblinks

www.lampropeltis.ch


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