C! Vandalia-Teutonia

C! Vandalia-Teutonia
Wappen Karte
Wappen des Corps Vandalia-Teutonia
Lage Berlins in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Berlin
Universität: Freie Universität Berlin
TU Berlin
HU Berlin
Universität Potsdam
Stiftungsdatum: 16. November 1851 in Berlin
Dachverband: KSCV
Senioren-Convent: Berliner SC
Aufnahme in den SC: 20. Dezember 1851
Wahlspruch: Fortes firmat concordia
Wappenspruch: Nulla sine ense virtus
Adresse: Riemeisterstr. 4
14169 Berlin
Website: www.v-t.de

Vandalia-Teutonia Berlin ist ein Corps (Studentenverbindung) im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), dem ältesten Dachverband deutscher Studentenverbindungen. Wie fast alle Corps ist auch Vandalia-Teutonia pflichtschlagend und farbentragend. Es vereint Studenten und ehemalige Studenten der Freien Universität, der Humboldt-Universität sowie der Technischen Universität, wobei die FU auf Grund ihrer Nähe zum Corpshaus den größten Anteil der Aktiven stellt. Die Corpsmitglieder werden Vandalen-Teutonen, auch kurz Vanda-Teften (scherzhaft „Wander-Teften“) genannt. Vandalia-Teutonia führt als Fusionscorps die Traditionen der Berliner Corps Vandalia und Teutonia fort.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Im Rahmen des Wappens ist der Wahlspruch „Fortes firmat concordia“ zu lesen. Die fünf Sterne im linken oberen Viertel symbolisieren die fünf Gründer der Vandalia. Rechts oben ist der Zirkel der Vandalia zu sehen, darunter das Stiftungsdatum. Im linken unteren Viertel ist der Berliner Bär zu erkennen. Rechts daneben zwischen zwei gekreuzten Glockenschlägern die Buchstaben N, S, E, V, was für den Wappenspruch „Nulla sine ense virtus“ steht. Die dominierenden Farben rot, weiß und grün sind die Coleurfarben der Vandalia-Teutonia.

Couleur

Vandalia-Teutonia trägt die Farben „feuerrot-weiß-grün“ mit silberner Perkussion. Hierbei entstammt das Rot den Farben der Teutonia ("feuerrot-silber-schwarz"), weiß und grün hingegen der alten Vandalia ("karmesinrot-weiß-grün"). Dazu wird im Sommersemester der weiße Stürmer (ehemals Teutonia) und im Wintersemester die rote Mütze (ehemals Vandalia) getragen. Die Füchse tragen ein Fuchsenband in „rot-weiß-rot“ mit silberner Perkussion. Der Wahlspruch lautet „Fortes firmat concordia!“ („Einigkeit macht stark!“), der Wappenspruch „Nulla sine ense virtus!“ („Keine Tugend ohne Schwert!“).

Couleur der Vandalia-Teutonia.

Geschichte

Vandalia-Teutonia entstand am 30. April 1953 durch Fusion der im Krieg dezimierten Corps Vandalia Berlin und Teutonia Berlin. Als Stiftungsdatum des Corps wird seitdem das der Vandalia, der 16. November 1851, betrachtet. Vor dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die Corps getrennt.

Gründung und Geschichte des Corps Vandalia

1849 als Burschenschaft Alemannia Berlin gegründet, konstituierte sich die neue Verbindung am Sonntag, dem 16. November 1851 als Corps Vandalia. Als Stifter gelten die fünf Verbindungsstudenten Klenze (Burschenschaft Alemannia Berlin, Corps Palaiomarchia), Gumprecht (Corps Guestphalia Jena), Koller (Corps Franconia Tübingen) und die beiden Hallenser Corpsstudenten Wendtland und Pochhammer (beide Corps Palaiomarchia Halle). Am 20. Dezember wurde das neue Corps in den Berliner SC integriert.

Vandalia wurde aufgrund seiner Verhältnisse (u.a Corps Palaiomarchia Halle, Isaria München) zu dieser Zeit zum blauen Kreis innerhalb des KSCV gezählt. In den Jahren 1886-90 ging Vandalia jedoch aller Verhältnisse verlustig, nachdem das Corps auf dem Kösener Kongress wegen des Pistolenduells eines Vandalen bestraft worden war. Seiner Befreundeten beraubt, musste Vandalia im Jahre 1890 mangels Aktiven suspendieren. 1897 konnte das Corps jedoch durch eine kleine Gruppe Berliner Studenten rekonstituiert werden und neue Verhältnisse geschlossen.

1910 erwarb Vandalia erstmals ein Corpshaus in der Kolonie Grunewald, Schinkelstraße 8. Diese Haus blieb bis kurz nach dem Krieg Heim der Verbindung.

Während des 1. Weltkrieges ruhte der Aktivenbetrieb des Corps. Von 1914 bis 1918 nahmen 86 Vandalen am Krieg teil, hiervon wurden 24 mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, 50 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. 14 Vandalen fielen im Krieg, so dass die Vandalia, die im Krieg hinzugekommenen mitgezählt, 1919 noch über 146 lebende Mitglieder verfügte.

Während der zwanziger Jahre kam es zu Spannungen zwischen Vandalia und den übrigen Corps des blauen Kreises. In Folge dessen brach Vandalia seine Verhältnisse ab und gründete am 25. Oktober 1927 mit Normannia Halle, Budissa Leipzig und Makaria Würzburg den Magdeburger Kreis, welcher noch heute besteht.

Gründung des Corps Teutonia

Im Jahre 1866 bestand an der Gewerbeakademie Berlin (die später mit der Bauakademie zur Technischen Universität verschmelzen sollte) ein „Verein der Schlesier“. Angehörigen dieses Vereins stifteten unter Leitung von Edmund Schaller am 18. April die freie Burschenschaft Teutonia Berlin. Zwei Jahre später, 1866, wurde Teutonia als freies Corps proklamiert und 1877 in den Berliner SC rezipiert. Im gleichen Jahr wurde ein Freundschaftsverhältnis mit Teutonia Göttingen abgeschlossen. Der Wahlspruch lautete: „Amico pectus, hosti frontem!“ („Dem Freund die Brust, dem Feind die Stirn!“).

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus der Teutonia von Bomben getroffen. Der Verlust wog besonders schlimm, da auch so gut wie alle Couleurartikel ein Opfer der Flammen wurden.

Fusion nach dem Krieg

Nach dem Krieg waren die deutschen Corps personell und finanziell dezimiert, da viele Mitglieder im Krieg gefallen waren. Am 30. April 1953 fusionierten daher die Corps Vandalia und Teutonia zum Corps Vandalia-Teutonia. Als Farben wurden wie vorher bei Vandalia rot-weiß-grün gewählt, wobei das Karmesinrot des alten Vandalenbandes durch das Feuerrot der Teutonia ersetzt wurde. Als Corpshaus wurde 1958 unter erheblichen Opfern der Altherrenschaft das heutige Domizil in der Riemeisterstraße in Zehlendorf erworben.

Aktivitäten

Das Corps Vandalia-Teutonia Berlin bildet mit acht anderen Corps den Magdeburger Kreis innerhalb des KSCV.

Seit dem Jahre 2003 wird jedes Jahr der „Kurt-Lange-Förderpreis“ des Corps Vandalia-Teutonia Berlin an zwei Abiturienten eines Berliner Gymnasiums verliehen, mit dem außergewöhnliche schulische Leistungen in Verbindung mit freiwilligem sozialem Engagement ausgezeichnet werden sollen. Hierdurch sollen junge Menschen geehrt werden, die sich um die Gemeinschaft verdient gemacht haben.

Bedeutende Mitglieder

Vandalia

  • Max Berring († nach 1941), Generalmajor
  • Carl Werner Dankwort (1895-1986), deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen
  • Alexander Flamant (1836-1897), deutscher Landschaftsmaler
  • Otto Gerlach († 1922), Professor für Staatswissenschaften an der Universität Königsberg
  • Ernst von Halle († 1909), Geh. Admiralitätsrat, a.o. Professor für Nationalökonomie in Berlin
  • Walter von Heineke († 1901), Professor für Chirurgie, Ehrenbürger von Erlangen
  • Franz Büttner Pfänner zu Thal († 1919), Geh. Hofrat, Professor an der Kunstakademie in München
  • Richard Pruefer († 1878), Oberbürgermeister von Dortmund, Mitglied des preußischen Herrenhauses
  • Ernst Siermann († 1919), Chemiker, Mitglied des Reichspatentamts
  • Carl Tewaag († 1928), Mitglied des Westfälischen Provinziallandtags, Ehrenbürger von Dortmund
  • Rudolf Vogt († 1926), Oberbürgermeister von Biebrich
  • Paul von Zitzewitz († 1906), Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses

Teutonia

  • Otto Roquette († 1896), Dichter
  • Rudolf Stratz († 1936), Schriftsteller

Siehe auch

Weblink


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