Nasa (Gattung)

Nasa (Gattung)
Nasa
Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Hartriegelartige (Cornales)
Familie: Blumennesselgewächse (Loasaceae)
Unterfamilie: Loasoideae
Gattung: Nasa
Wissenschaftlicher Name
Nasa
Weigend

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Nasa ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Blumennesselgewächse (Loasaceae). Sie enthält rund 100 Arten, die von Mittel- bis Südamerika beheimatet sind und ist damit die artenreichste Gattung der Familie.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Es handelt sich um Sträucher, Halbsträucher oder krautige Pflanzen, die mit Nesselhaaren besetzt sind und eine Höhe von 5 bis 400 Zentimeter erreichen. Die Primärwurzel geht während des Wachsens allmählich zurück, bei ausgewachsenen Pflanzen finden sich nur noch Adventivwurzeln, die aus dem auf dem Boden aufliegenden Stammansatz wachsen.

Die Blätter sind gegenständig oder wechselständig angeordnet. Die Blattspreiten sind eiförmig oder kreisförmig und gelappt, handförmig oder gefiedert bis mehrfach gefiedert, gelegentlich schirmförmig.

Die Blütenstände sind endständig und thyrsenähnlich mit dichasisch oder monochasisch, vor jeder Einzelblüte steht ein rekauleszentes Tragblatt.

Die Kronblätter sind weiß, gelb, orange oder rot und häufig zweifarbig. Die äußeren Staminodien sind verwachsen und bilden ein Schuppenblatt (nectar scale), an dessen Rückseite bis zu drei Kalli stehen, die jedoch auch an der Spitze geflügelt sein und an der äußeren Seite mit Nektarbeuteln versehen sein können. Die inneren Staminodien sind L-förmig, an ihrem Ansatz finden sich gelegentlich Auswüchse.

Die Plazenten sind einfach, die Kapsel ist zylindrisch bis rund und öffnet sich anhand von drei bis fünf Klappen an der Spitze der Frucht. Die Samen sind eiförmig, rund oder schwach eckig. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28 bzw. 56.

Die Samen der Arten weisen hohe Gehalte an pharmazeutisch interessanten Fettsäuren auf (Gamma-Linolensäure und Stearidonsäure) [1].

Verbreitung

Die Gattung besitzt ihr Mannigfaltigkeitszentrum in Kolumbien, Peru und Ecuador, einige wenige Arten finden sich auch in Chile, Bolivien und Venezuela bis nach Mittelamerika (Süd-Mexiko). Die Mehrzahl der Arten gedeiht in Nebelwäldern, einige Arten sind Unkräuter auf Kulturland, wenige aber auch in Halbwüsten, Küstenwäldern, Regenwäldern und anderen Zonen.

Systematik

Erstbeschrieben wurde Nasa 1997 bzw. 2006 im Rahmen umfangreicher systematischer Arbeiten zur Familie durch Maximilian Weigend [2].

Die Gattung wird in die Unterfamilie Loasoideae, Tribus Loaseae eingeordnet. Zur Gattung zählen unter anderem:

  • Nasa aequatoriana
  • Nasa amaluzensis
  • Nasa anderssonii
  • Nasa argemonoides
  • Nasa aspiazui
  • Nasa auca
  • Nasa bicornuta
  • Nasa campaniflora
  • Nasa carnea
  • Nasa carunculata
  • Nasa chenopodiifolia
  • Nasa colanii
  • Nasa cuatrecasasii
  • Nasa cymbopetala
  • Nasa dillonii
  • Nasa dolichostemon
  • Nasa driesslei
  • Nasa dyeri
  • Nasa ferruginea
  • Nasa glabra
  • Nasa grandiflora
  • Nasa hastata
  • Nasa hornii
  • Nasa humboldtiana
  • Nasa jungifolia
  • Nasa karsteniana
  • Nasa laxa
  • Nasa lehmanniana
  • Nasa lenta
  • Nasa limata
  • Nasa loxensis
  • Nasa macrantha
  • Nasa macrorrhiza
  • Nasa macrothyrsa
  • Nasa magnifica
  • Nasa nubicolorum
  • Nasa olmosiana
  • Nasa orbicularis
  • Nasa pascoensis
  • Nasa peltata
  • Nasa peltiphylla
  • Nasa perijensis
  • Nasa picta
  • Nasa pilovena
  • Nasa poissoniana
  • Nasa profundilobata
  • Nasa profundiserrata
  • Nasa pteridophylla
  • Nasa puma-chini
  • Nasa puracensis
  • Nasa raimondii
  • Nasa ramirezii
  • Nasa ranunculifolia
  • Nasa rubrastra
  • Nasa rufipila
  • Nasa rugosa
  • Nasa sagastegui
  • Nasa santa-martae
  • Nasa schlimiana
  • Nasa solaria
  • Nasa solata
  • Nasa stuebeliana
  • Nasa tingomariensis
  • Nasa trianae
  • Nasa triphylla
  • Nasa urens
  • Nasa urentivelutina
  • Nasa vargasii

Nachweise

  • Maximilian Weigend: Loasaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants. Volume 6: Flowering Plants, Dicotyledons: Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales. Springer, Berlin, Heidelberg, New York 2004, ISBN 3-540-06512-1, S. 248. 
  • Maximilian Weigend: Familial and generic classification, Online, Zugriff am 1. August 2008

Einzelnachweise

Die Informationen dieses Artikels entstammen zum größten Teil den unter Nachweise angegebenen Quellen, darüber hinaus werden folgende Quellen zitiert:

  1. K. Aitzetmüller et al.: Seed Oil Fatty Acids of Loasaceae., J. Amer. Oil Chem. Soc. 81, S. 259-263, 2004
  2. Siehe dazu: International Code Of Botanical Nomenclature (Vienna Code), Art. 30.5, Ex. 10, Online

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