- Naturerfahrungsräume
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Naturerfahrungsräume (kurz NER oder NERäume) sind Grünflächen, auf denen sich in erster Linie Heranwachsende, aber auch Erwachsene aufhalten und eigenständig Natur erleben können. Kinder können Naturerfahrungsräume selbständig aufsuchen und haben hier Vorrang. Sie sind funktional unbestimmt und daher Aktionsräume für Freiheit und Abenteuer, aber auch Rückzugsorte für Ruhe und Entspannung. Die Größe von Naturerfahrungsräumen richtet sich nach der jeweiligen Flächenverfügbarkeit, sie sollten jedoch mindestens 200 m² groß sein.
Im Gegensatz zu Naturerlebnisräumen werden Naturerfahrungsräume – je nach Lage und Bedarf – möglichst wenig pädagogisch betreut. Ihr naturnaher und strukturreicher (Gebüsche, Hügel, Freiflächen) Charakter wird zwar durch ein grünpflegerisches Konzept unterstützt und entsprechend gepflegt, insgesamt jedoch soll sich hier Natur entwickeln können. Wenn Naturerfahrungsräume gestaltet werden, dann – wiederum im Gegensatz zu Naturerlebnisräumen – mit Naturmaterialien; Spielgeräte wie auf Spielplätzen sind allerdings explizit nicht vorgesehen.
Naturerfahrungsräume existieren beispielsweise in Oppenheim, Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart.
Siehe auch
Weblinks
- NUA-Bildungsprogramm 2008 der Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen (PDF-Datei; 1,8 MB)
- Deutschlandfunk: Per Mausklick in den Wald – Wie sich Natur-Erfahrung verändert, Beitrag ist als MP3-Datei verfügbar (ca. 23 MB)
- Arbeitskreis Naturerfahrungsräume
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