Omen

Omen

Omen (Pl. Omen oder Omina, v. lat.: omen = Vorzeichen, Vogelschau) ist ein Vorzeichen eines zukünftigen Ereignisses und findet in der Vorhersage dessen seine Verwendung. Insgesamt wird das Erkennen von Omen und das darauf basierende Wahrsagen als Divination bezeichnet. Schon im Lateinischen war oft ein schlechtes Vorzeichen gemeint (vgl. das deutsche Adjektiv ominös).

Der Glaube an Omina geht auf die Hochkulturen des alten Orients zurück und bezeichnet eine Verknüpfung zwischen zwei Ereignissen, nicht notwendig eine kausale. Überall auf der Welt findet sich der Glaube an Vorzeichen, aus denen sich Hinweise über zukünftiges Geschehen deuten lassen. Das Individuum glaubt, ein Omen entweder zufällig wahrzunehmen, oder es macht sich auf die Suche. Die römischen Heere führten z. B. lange eigens Priester mit, die z. B. vor Schlachten in Funktion traten (Vogelschau und Leberschau). Noch Wallenstein konsultierte einen Astrologen vor jeder militärischen Entscheidung.

Als Omen kann jedes Ereignis und Geschehen betrachtet werden, zum Beispiel Naturerscheinungen (Unwetter, Kometen, Verhalten von Tieren), Begegnungen mit bestimmten Personen oder andere unerklärliche Dinge, wie das Ergebnis eines Würfelwurfs. Heute existiert diese Vorstellung in der westlichen Welt lediglich noch als Volksglaube, häufig in Berufen, die riskante Züge haben (Seeleute, Soldaten, Schauspieler), wächst aber auch in Kriegszeiten wieder an.

Darüber hinaus ist er in anderen Kulturkreisen und Subkulturen (z.B. Esoterik) durchaus vertreten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ken Eagle Feather: A Toltec Path. 1995, S. 48ff.

Literatur

  • Hans Bonnet: Omen, in: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte, Hamburg 2000 ISBN 3-937872-08-6 S. 542f.

Weblinks


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  • OMEN — pro quolibet auspicio augurioque: tibullus l. 3. El. 3. Aves dant Omina dira. C. Petronius Satyr. Fortior Ominibus movit Mavortia signa Caesar. I. e. auguriis. Sueton. Nerone c. 46. Terrebatur evidentibus portentis somniorum et auspiciorum et… …   Hofmann J. Lexicon universale

  • Omen — Sn Vorzeichen (immer mit dem Zusatz gut oder böse) erw. bildg. (16. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus l. ōmen Vorzeichen , dessen Herkunft unklar ist. Das zugehörige Adjektiv ominös aus l. ōminōsus ist in seiner Bedeutung auf das schlechte Omen… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • omen — omen·tal; omen·to·pexy; omen·tu·lum; omen·tum; omen; …   English syllables

  • Omen — O men, n. [L. omen, the original form being osmen, according to Varro.] An occurrence supposed to portend, or show the character of, some future event; any indication or action regarded as a foreshowing; a foreboding; a presage; an augury. [1913… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Omen — das; s, Plur. u. Ōmina <aus gleichbed. lat. omen> (gutes od. schlechtes) Vorzeichen; Vorbedeutung; vgl. ↑nomen est omen …   Das große Fremdwörterbuch

  • omen — {{/stl 13}}{{stl 8}}rz. mnż I, D. u, Mc. omennie, blm {{/stl 8}}{{stl 7}} znak zapowiadający coś; wróżba, przepowiednia, prognostyk : {{/stl 7}}{{stl 10}}Uważać coś za dobry, zły omen.{{/stl 10}}{{stl 18}}ZOB. {{/stl 18}}{{stl 10}}nomen omen… …   Langenscheidt Polski wyjaśnień

  • Omen — O men, v. t. [imp. & p. p. {Omened}; p. pr. & vb. n. {Omening}.] To divine or to foreshow by signs or portents; to have omens or premonitions regarding; to predict; to augur; as, to omen ill of an enterprise. [1913 Webster] The yet unknown… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • omen — (n.) 1580s, from L. omen foreboding, from Old L. osmen, of unknown origin; perhaps connected with the root of audire to hear [OED] or from PIE *o to believe, hold as true (Cf. Gk. oiomai I suppose, think, believe ) …   Etymology dictionary

  • omen — ȏmen m DEFINICIJA dobar ili loš predznak, dobra ili loša slutnja (u rimskoj i drugim religijama); kob, znamenje ETIMOLOGIJA lat. omen …   Hrvatski jezični portal

  • Omen — »(gutes oder schlechtes) Vorzeichen; Vorbedeutung«: Das Fremdwort wurde im 16. Jh. aus gleichbed. lat. omen (ominis) übernommen, dessen weitere Zugehörigkeit unsicher ist. – Abl.: ominös »von schlimmer Vorbedeutung, unheilvoll; bedenklich;… …   Das Herkunftswörterbuch

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