Sala y Gómez

Sala y Gómez
Sala y Gómez
Luftaufnahme, Blickrichtung Osten
Luftaufnahme, Blickrichtung Osten
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 26° 27′ 59″ S, 105° 27′ 59″ W-26.466388888889-105.4663888888930Koordinaten: 26° 27′ 59″ S, 105° 27′ 59″ W
Lage von Sala y Gómez
Länge 770 m
Breite 500 m
Fläche 0,15 km²
Höchste Erhebung 30 m
Einwohner (unbewohnt)
Ansicht von Sala y Gómez
Ansicht von Sala y Gómez

Sala y Gómez (auch Salas y Gómez, spanisch Isla Sala y Gómez, Rapanui: Motu Motiro Hiva) ist eine Insel im Pazifischen Ozean, 381 km östlich der Osterinsel auf 26° 27' südlicher Breite und 105° 28' westlicher Länge gelegen. Die Insel erhielt ihren Namen von den spanischen Kapitänen José Salas Valdés, der die Insel am 23. August 1793 sichtete sowie José Manuel Gómez, der die Insel 1805 erstmals erforschte; erstmals von Europäern gesichtet wurde sie möglicherweise bereits im Jahre 1687, und zwar von dem englischen Freibeuter Edward Davis. Die unbewohnte Insel gehört seit 1808 zu Chile und wird seit dem 1. März 1966 vom Departamento Isla de Pascua (Osterinsel) aus verwaltet. 1994 installierte die chilenische Marine ein automatisches Leuchtfeuer sowie ein Tsunami-Warnsystem.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Inselkarte

Die 3.219 km vom chilenischen Festland (37°11'58" S, 73°38'37" W) entfernt gelegene Insel ist vulkanischen Ursprungs. Sie stellt den Gipfel eines Berges, der sich vom Meeresgrund etwa 3500 m hoch aus dem Sala-y-Gómez-Rücken erhebt, dar. Sala y Gómez besteht aus zwei größeren, nahezu unbewachsenen Felsen, die durch eine schmale Landenge verbunden sind. Sie ist 0,15 km² groß, bei einer Länge von 770 m und einer Breite von 500 m. Es gibt keine natürlichen Süßwasserquellen, eine etwa 200 m² große Vertiefung auf dem größeren östlichen Felsen enthält jedoch manchmal Süßwasser. An ihrer höchsten Stelle, im Süden des östlichen Felsens, weniger als 30 Meter von der Küste, misst die Insel 30 Meter. Das Anlanden mit Booten gilt als schwierig. Etwa 1,1 km nordöstlich der Insel befindet sich, nur 25 Meter unter der Meeresoberfläche, mit dem Bajo Scott ein weiterer untermeerischer Gipfel.

Flora und Fauna

Mit der Osterinsel gehört Sala y Gómez zur Rapa Nui subtropical broadleaf forests ecoregion, obgleich die Insel selbst nicht bewaldet ist. Weil die Insel stark von Salzwasser besprüht wird, wachsen dort nur an besser geschützten Stellen vier Arten von Landpflanzen, u. a. Streifenfarne (Asplenium). Die Insel ist ein Brutplatz zahlreicher Seevögel, u. a. Weihnachtssturmtaucher (Puffinus nativitatis), Bindenfregattvögel (Fregata minor), Maskentölpel (Sula dactylatra), Rußseeschwalben (Sterna fuscatus), Noddiseeschwalben (Anous stolidus), Weißkehl-Meerläufer (Nesofregetta fuliginosa), Rotschwanz-Tropikvögel (Phaëthon rubricauda), Feenseeschwalben (Gygis alba), Rotfußtölpel (Sula sula) und Graunoddis (Procelsterna albivitta).

Sonstiges

Bekannt wurde die Insel durch das Gedicht von Adelbert von Chamisso, der sie auf seiner Weltumsegelung besucht hatte.

Weblinks

 Commons: Sala y Gómez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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