8-mm-Kamera

8-mm-Kamera
Normal-8- (links) und Super-8-Schwarz-Weiß-Film (rechts) - aus Doppel-8 bzw. Doppel-Super 8-Film durch Trennung erhalten

Ein 8-mm-Film ist ein Schmalfilm-Filmformat, der für Kinofilme und als Kleinstbild-Film in der Fotografie verwendet wird.

Es gibt unterschiedliche Formate:

  • Der Doppel-8-Film ist 16 mm breit und doppelt perforiert. In der Kamera wird zunächst eine Hälfte des Filmes belichtet, später im Rücklauf die zweite Hälfte. Nach der Entwicklung wird der Film in zwei 8 mm breite Filmstreifen zerschnitten (gesplittet). Diese Filmstreifen entsprechen dann dem Standard „NORMAL-8“-Film (N-8), international „Regular 8“ (R-8). Doppel8 (bzw. N-8/R-8) ist nicht kompatibel mit Super 8. Normal-8-Film (= R-8 bzw. „Doppel8“/„Double8“/D-8) hat breitere Perforationslöcher, die etwas enger beieinander und auf der Höhe des Bildstriches (der Abgrenzung von einem Bild zum nächsten) liegen und ein kleineres Bildfeld als Super-8-Film. Dem Doppel-8-Film sagt man einen besseren Bildstand als dem Super-8-Film nach, da die Transportmechanik in der Kamera erstens größere und zweitens auf jeder Seite Transportlöcher zum sicheren Abgreifen hat. Der Doppel-8-Film wurde auf einer Tageslichtspule geliefert (Super-8-Film steckt in Kassetten). Der Doppel-8-Film wurde 1932 eingeführt und das Anbringen einer Magnettonspur ist möglich. Heute besitzen Doppel-8-Filme nur noch geringe Bedeutung. Die Verwandtheit des D-8/N-8/R-8 zum 16-mm-Film zeigt sich darin, dass sich auf einem Meter N-8/R-8/D-8 exakt doppelt so viele Bilder befinden wie auf einem 16-mm-Film. Beim D-8/N-8/R-8 waren die Bildgeschwindigkeiten 16 B/s und 24 B/s üblich. Die Projektoren kamen mit einer Spulenkapazität von 120 m (ca. 30 Minuten @ 16 B/s). N-8-Filmspulen haben ein Befestigungsloch wie handelsübliche 1/4″-Tonbandspulen. Eine N-8-Filmspule passt also nicht auf einen Super-8-Filmprojektor. Im umgekehrten Fall kann ein kleiner Kunststoffadapter verwendet werden, um das größere Befestigungsloch einer Super-8-Filmspule auf N-8-Größe zu reduzieren.
  • Super-8-Filme haben eine Breite von 8 mm und sind einseitig perforiert. Pro Bild gibt es ein Perforationsloch, das sich auf der Höhe der Bildmitte am Rand befindet. Die Bildfeldgröße beträgt 5,36 × 4,01 mm (Breite x Höhe ohne Bildstrich). Auf einem Meter Film befinden sich 236 Bilder. In einer Filmkassette befinden sich 15,24 m Film. Bei wenigen Kameramodellen (z. B. Nizo 6080, Beaulieu 6008) konnten allerdings auch luxuriöse 60-m-Filmkassetten angedockt werden. Die üblichen Geschwindigkeiten, in denen Super-8-Film aufgenommen/abgespielt wird, sind 18 B/s und 24 B/s. Die bespielt gekauften Super-8-Filme (z. B. Micky-Maus-Cartoons oder Kinospielfilme in einer 20-Minuten-Kurzfassung etc.) waren ausschließlich mit 24 B/s bespielt. Zwei Magnettonspuren sind möglich (für Stereo-Vertonung oder Duoplay-Vertonung). Kopien konnten zeitweilig auch mit Lichtton hergestellt werden, allerdings gibt es nur wenige Tonfilmprojektoren, die in der Lage sind, Lichtton abzuspielen. Die meisten Super-8-Tonfilmprojektoren spielen nur den Magnetton ab. Vorgestellt wurde der Super-8-Film 1964 auf der Photokina; seit 1965 gibt es ihn im Handel.
Stummfilmprojektoren für Super 8 hatten meist nur kurze „Spulenarme“ und daher auch nur eine begrenzte „Spulenkapazität“ von 120 m (ca. 26 Minuten bei 18 B/s). Tonfilmprojektoren hatten meist wenigstens 180 m Spulenkapazität, die besseren dann 240 m. Eine handvoll Super-8-Projektoren wartete mit 360 m Spulenkapazität auf, ein einziges Modell (Beaulieu 708 EL) mit 700-m-Spulen und ein weiteres (Fumeo Classic S8) mit 720-m-Spulen. Zudem gab es spezielle Spulenhalter, die angeblich jedem Projektor die Nutzung von 750-m-Spulen ermöglichten, wie z. B. den „CSC Gigant 750 X“. Die entwickelten Filme konnten mit speziellen transparenten Klebstreifen oder einem speziellen „Nasskleber“ (flüssiger Klebstoff) zu einem langen Film zusammengeklebt werden.
  • Single-8-Filme haben ebenfalls eine Breite von 8 mm und damit das gleiche Format wie Super 8, allerdings werden andere Kassetten benutzt, die es – im Gegensatz zur wesentlich verbreiteteren Super-8-Kassette – erlauben zurückzuspulen. Außerdem ist der Schichtträger nicht Tri-Acetat (wie bei den anderen Filmen), sondern meistens Polyester. Polyesterfilme (ca. 90 µm) sind dünner als Acetatfilme (ca. 135 µm), dadurch passt auf eine gewöhnliche Super-8-Filmspule etwa 50 % mehr Single-8-Material. Polyesterfilme können allerdings nur „trocken“ geklebt werden (mit transparenten Klebstreifen). Es gibt jedoch auch Single8-Filme mit einer Trägerschicht aus Tri-Acetat, wie z. B. den Schwarz-Weiß-Umkehrfilm „Retro-X“ oder den Farbumkehrfilm „Cinevia“. In diesen Fällen passen jedoch nur ca. 12 m Film in eine „15 m“-Kassette.
Außerdem wird eine konventionelle Filmandruckplatte benutzt. Das Format ist seit 1965 im Handel.
  • Doppel-Super-8-Filme haben eine Breite von 16 mm und sind doppelt perforiert. Sie funktionieren wie herkömmliche Doppel-8-Filme, haben jedoch Super-8-Perforation. Es gibt zwei verschiedene Spulensysteme (2x30m-Spulen bei „West“-Kameras, 2x7,5- bzw. 2x10-m-Spulen bei „Ost“-Kameras). Eine interessante Möglichkeit (wie auch Single-8), die technischen Nachteile der Super-8-Kassette zu umgehen. Das Format ist seit den späten 1960er Jahren im Handel.

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