Villa Gamberaia

Villa Gamberaia
Die Villa Gamberaia

Die Villa Gamberaia liegt in Settignano, Via del Rossellino 72, Florenz, Italien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste urkundliche Nennung eines Landgutes an dieser Stelle stammt aus dem Jahre 1398. Es kam dann in den Besitz der Benediktiner von San Martino a Mensola, die es wieder an Matteo di Domenico Gamberelli verkauften. Er war Steinmetz und Vater der beiden berühmten Renaissancebildhauer Antonio und Bernardo Rossellino. Unter ihm erfolgte 1542 ein Erweiterung des Anwesens. Ab 1610 scheint Zanobi di Andrea Lapi als Besitzer auf, der 1618 mit einer Neugestaltung des Anwesens begann. Auf die Familie Corsi folgte 1718 die Familie Capponi als Besitzer. Diese widmeten sich hauptsächlich der Gartengestaltung und legten die Grotten, Fontänen und das formale Gartenparterre an.

Im 19. Jahrhundert werden zwei Besitzer der Villa genannt, die Familie d´Outreleau und ab 1896 die Prinzessin Johanna Ghyka, Schwester der Königin Natalia von Serbien. Sie ließ in den Jahren 1905 bis 1915 von den beiden Gartenarchitekten Martino Porcinai und Luigi Messeri die Wasserbecken anlegen. Die Vollendung der Heckengestaltung geht auf die Baroness Ketteler zurück.

Im Jahre 1954 erwarb Marcello Marchi die Anlage, welche im Zweiten Weltkrieg teilweise beschädigt worden war. Ihm und seiner Frau Nerina von Erdberg ist die umfangreiche Restauration der Villa und des Gartens zu verdanken. 1994 ging die Anlage an ihre Tochter Franca über, die mit Luigi Zalum verheiratet ist, dessen Vorfahren aus dem serbischen Geschlecht der Zahlum (heute Herzegovina) stammen.

Die Villa

Die Villa ist wegen ihrer herrlichen Lage berühmt. Sie liegt erhöht über dem Arnotal, mit einem unvergleichlichen Blick auf Florenz. Der Bau ist ein typische Schöpfung der Renaissance mit regelmäßiger Gliederung und rustizierten Ecken. Die Strenge ist auf der Südfront durch eine Loggia aufgelockert.

Der Garten

Villa Gamberaia, Spaziergang durch den Garten

Das große Parterre der Villa besteht aus vier Wasserbecken, die um einen Springbrunnen angelegt sind, der in den sich kreuzenden Achsen liegt. Buchsrabatten umrahmen die Becken und werden von kegel-, oder kugelförmig geschnittenen Zypressen begleitet. Die Begrenzung des Gartens bildet eine Zypressenhecke in der Form einer Exedra, die mit ihren bogenförmigen Ausschnitten den Blick auf die Landschaft freigibt und gleichzeitig als Wandelgang dient. An der Nordseite liegt ein nur wenige Meter breiter Rasenstreifen, der ehemalige Kugelspielplatz. Dahinter liegt der Grottengarten aus Naturstein und Muschelstücken geformt. Etwas erhöht liegt ein Zitronen-Parterre und eine Limonaia, wohin die empfindlichen Gewächse im Winter gebracht werden. Nach einer weiteren Baumgruppe aus Steineichen folgt als Abschluss das Nymhaeum mit einem Steinbrunnen, mit Mosaiken verzierten Wänden, Nischen und Terrakottafiguren.

Öffnungszeiten

Der Garten kann täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden.

Literatur

  • Carlo Cresti: Villen der Toskana. Aufnahmen von Massimo Listri. Hirmer, München 1992, ISBN 3-7774-5920-8.
  • Massimo Listri, Cesare M. Cunaccia: Italienische Gärten. Faszinierende Gartenkunst aus 5 Jahrhunderten. Bassermann, Niedernhausen 2001, ISBN 3-8094-0998-7.

Weblinks

43.7805211.32894

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