Wilparting

Wilparting
Wallfahrtskirche Wilparting
Wallfahrtskirche mit Alpenpanorama im Winter 2005

Wilparting ist ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Irschenberg und ist ein alter Wallfahrtsort am gleichnamigen Irschenberg.

Geschichte

Der Ort geht zurück auf die Missionare Marinus und Anian. Der Wanderbischof Marinus lebte in Wilparting und erlitt hier der Überlieferung nach im Jahr 697 den Märtyrertod, während sein Neffe, der Diakon Anian, in seiner nahen Zelle in Alb gleichzeitig eines natürlichen Todes starb. Die Herkunft der Mönche ist umstritten. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, beide könnten iroschottischer Abstammung sein, ist eine Herkunft aus dem romanischen Raum wahrscheinlicher. Die Namen Marinus und Anianus sprechen weniger für eine irische als für eine romanische Abstammung aus dem Frankenreich. So könnte aufgrund von Namensvergleichen Marinus aus Lérins stammen, Anianus aus Orléans. Diese These stützt zudem ihre Ansiedlung am Irschenberg, dessen Name sich vom romanischen Eigennamen »Urso« ableitet, der also romanisches Siedlungsgebiet war.

Sehenswürdigkeiten

Viele gen Süden reisende Autofahrer nehmen die Wallfahrtskirche Wilparting mit der nebenan gelegenen Gastwirtschaft als „Postkartenmotiv“ wahr, das sich auch in der Vorbeifahrt auf der A8 München - Salzburg bietet.

Die Störung dieser Idylle durch den Bau einer McDonalds-Filiale auf der Sichtachse griff der Regisseur Thomas Kronthaler in seinem Erstlingswerk Die Scheinheiligen auf.

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