Xenogamie

Xenogamie

Unter Xenogamie (gr. ξένος xénos „Fremde“, γάμος gamos „Ehe“) versteht man die Befruchtung einer Blüte durch den Pollen einer anderen Blüte (Allogamie) und die nicht von einer genetisch identischen Pflanze stammt. Dies schließt also Blüten des gleichen Individuums und von Klonen aus (Geitonogamie oder Nachbarbefruchtung). Viele Pflanzen haben in der Evolution Mechanismen entwickelt, um Befruchtung durch (auch teilweise) genetisch identische Pollen zu verhindern (siehe auch Selbstinkompatibilität bei Pflanzen).

Ein Beispiel für xenogame Pflanzen sind einzelne Sorten der Obstarten Apfel, Birne und Kirsche. Hier werden in der Literatur zu den jeweiligen Handelssorten die jeweils möglichen Pollenspender explizit genannt. Fehlen diese Pollen-liefernden Arten, ist nur noch ein sehr geringer Ertrag oder auch ein vollständiger Ausfall möglich. Allerdings reicht die Veredelung eines Astes des passenden Pollenspenders, direkt in die Krone des Fruchbaumes, um den Ertrag zu sichern. Häufig sind die Sorten der näheren Umgebung für die Befruchtung ausreichend, allerdings sollte man bei voller Blüte ohne späteren Ertrag (keine Spender vorhanden) oder bei plötzlich aussetzendem Ertrag (Spender wurde entfernt) die entsprechenden Listen überprüfen.

Ein vielseitiger Pollenspender bei Äpfeln ist der Ontarioapfel, hingegen benötigt der Red Delicious unbedingt einen passenden Spender.


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  • Xenogamie — Xe|no|ga|mie 〈f.; Gen.: , Pl.: n; Bot.〉 Fremd od. Kreuzbestäubung (von Blüten) [Etym.: <Xeno… + …gamie] …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

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