Ypsilanta

Ypsilanta

Ypsilanta ist der Name einer inzwischen aufgegebenen Erzgrube im Schelderwald bei der Ortschaft Oberscheld nordöstlich von Dillenburg.

Das Grubenfeld Ypsilanta wurde 1839 an Ludwig Seibel aus Oberscheld auf Eisenerz verliehen und gelangte später in den Besitz der "Gewerkschaft des Schelder Eisenwerkes". Am 31. März 1873 wurde die Grube auf die Firma J.C.Grün eingetragen. Der Betrieb wurde aber schon 1874 und 1887 wegen Absatzschwierigkeiten und Problemen mit eindringenden Wasser eingestellt. Im Jahre 1904 begann man mit dem Abteufen eines neuen Maschinenschachtes. Ein Jahr später wurden Maschinen- und Kesselhaus errichtet und die Fördermaschine installiert. Im Juli 1906 war der Schacht 146 m tief. Zum Entwässern der Grube diente ein Dampfpumpe mit einer Leistung von 1000 l pro Minute. 1909 führten niedrige Erzpreise und Absatzmangel erneut zur Schließung. Die Belegschaft wurde auf die Gruben Sahlgrund, Carolina und Wilhelmine verteilt. Die Grube Ypsilante wurde 1934 endgültig geschlossen.

Die Grube Ypsilanta ist heute ein Besucherstollen. Sie wird zudem von der Gemeinde Dillenburg als Grundwasserbrunnen genutzt.

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