Bug (Weißdorf)

Bug (Weißdorf)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weißdorf
Weißdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weißdorf hervorgehoben
50.16666666666711.833333333333532Koordinaten: 50° 10′ N, 11° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Sparneck
Höhe: 532 m ü. NN
Fläche: 21,9 km²
Einwohner: 1280 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95237
Vorwahl: 09251
Kfz-Kennzeichen: HO
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 184
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schwarzenbacher Str. 6
95237 Weißdorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Herbert Gebhardt (Pro Weißdorf)
Lage der Gemeinde Weißdorf im Landkreis Hof
Karte

Weißdorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Hof und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Sparneck.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Weißdorf liegt am Nordrand des Naturparks Fichtelgebirge an der Saale, ca. drei Kilometer östlich der Stadt Münchberg und ca. 18 Kilometer südlich der Stadt Hof (Saale).

Ortsteile

Die Gemeinde Weißdorf gliedert sich in die sieben Ortsteile Albertsreuth, Bärlas, Benk, Bug, Oppenroth, Weißdorf und Wulmersreuth.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Weißdorf datiert auf das Jahr 1364. Die Familie der von Sparneck zählte zu ihren Stammburgen auch das Weißdorfer Wasserschloss und die Burg Uprode.

Das ehemalige Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Die Freiherren von Podewils besaßen zu dieser Zeit dort ein Rittergut.

Im Jahr 1938 wurde die Nachbargemeinde Bug aufgelöst und ebenso wie Oppenroth und Wulmersreuth (dieses aus der Gemeinde Markersreuth) nach Weißdorf eingemeindet. Der Ortsteil Benk (vorher Gemeinde Hallerstein) ließ sich am 1. Juli 1976 freiwillig eingemeinden. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden 1978 die Ortsteile Albertsreuth und Bärlas (vorher Gemeinde Seulbitz) nach Weißdorf eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

  • 1840: 1724 Einwohner
  • 1871: 1749 Einwohner
  • 1900: 1425 Einwohner
  • 1925: 1319 Einwohner
  • 1939: 1203 Einwohner
  • 1950: 1721 Einwohner
  • 1961: 1584 Einwohner
  • 1970: 1468 Einwohner
  • 1987: 1256 Einwohner
  • 2000: 1421 Einwohner
  • 2007: 1280 Einwohner [1]

Politik

Bürgermeister

bis April 1996 Karl Kießling (ÜFWG)
Mai 1996–April 2008 Karl Baier (ÜFWG)
ab Mai 2008 Herbert Gebhardt (Pro Weißdorf)

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern (einschließlich Bürgermeister).

Überparteiliche Freie Wählergemeinschaft SPD und Unabhängige Pro Weißdorf Unabhängige Bürger
Mai 2002–April 2008 9 4 - -
ab Mai 2008 5 - 6 2

Wappen

Wappenbeschreibung: In Rot ein dreipassförmig verschlungenes silbernes Band.

Ortspartnerschaft

Die Gemeinde Weißdorf unterhält eine Partnerschaft mit der Gemeinde Werda im sächsischen Vogtlandkreis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wasserschloss in Weißdorf - Frontansicht
Wasserschloss in Weißdorf - Rückseite

Bauwerke

Vereine

  • TuS Weißdorf
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Modellflugverein
  • Kaninchenzuchtverein
  • Fischereiverein
  • Schrebergartenverein
  • Obst- und Gartenbauverein
  • Reisetaubenzüchterverein
  • Sportliche Senioren
  • Budokanverein
  • Surfclub

Freizeit-, Garten- und Sportanlagen

  • Gartenanlage des Schrebergartenvereins Weißdorf
  • Spielplatz Weißdorf an der Saale
  • Sportanlage des TuS Weißdorf (Fußballplatz, Tennisplatz, Laufbahn, Weitsprungbereich, Kugelstoßbereich, Sportheim)
  • Turnhalle Weißdorf
  • Gemeindehaus Weißdorf

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 177 und im Bereich Handel und Verkehr 17 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 47 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 503. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2197 Hektar, davon waren 973 Hektar Ackerfläche.

Bildung

Es bestehen folgende Einrichtungen:

  • Evangelischer Kindergarten Weißdorf
  • Volksschule Weißdorf-Sparneck-Zell

Verkehr

Die Gemeinde ist über die A 9 (Ausfahrt Münchberg-Süd), sowie über die A 93 (Ausfahrt Rehau-Süd) und dann über die durch Weißdorf führende B 289 erreichbar.

Die Bahnstrecke Münchberg–Zell, die über Weißdorf führte, wurde am 25. September 1971 eingestellt.

Persönlichkeiten

  • Johann Wolfgang Döbereiner (1780–1849), deutscher Chemiker, verbrachte seine Kindheit auf dem heute zur Gemeinde Weißdorf gehörenden Rittergut in Bug

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: [1] (Stand: 2.2.2009)

Weblinks


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