Geländegängiges Mehrzweckgerät 2,5

Geländegängiges Mehrzweckgerät 2,5
Geländegängiges Mehrzweckgerät 2,5
GMG 2,5 von hinten rechts
GMG 2 5 frontright.jpg

Das Geländegängige Mehrzweckgerät 2,5 (GMG 2,5) ist ein Fahrzeug der Eilenburger Baumaschinenwerke (EBAWE).

Das GMG 2,5 ist ein Nachfolger des GMG 2-70, der seit 1966 im Dienst stand. Das Fahrzeug wurde entsprechend den Anforderungen der Nationalen Volksarmee der DDR entwickelt und eignete sich auch besonders für den feldmäßigen Umschlag von Gütern bis 2,5 t unter erschwerten Bedingungen. Es konnte auch als leichter Schlepper oder Bergefahrzeug eingesetzt werden. Zwischen 1986 und 1987 wurden insgesamt 75 Fahrzeuge entsprechend dem Bedarf ausgeliefert. Das GMG 2,5 wurde unter anderem aus Teilen des LKW W 50 gebaut.

Das Fahrzeug hatte eine als Wipp-Hubmast ausgeführte Hubeinrichtung. Der Allradantrieb war so ausgelegt, das er bei Straßenfahrt mechanisch, bei Stapelbetrieb hydromechanisch erfolgte. Im Stapelbetrieb war eine Allradlenkung verfügbar. Die hydromechanische Übertragung hatte eine elektromechanische Ansteuerung.

Das GMG 2,5 war mit einer Seilwinde (Zugkraft 25 kN), einer Reifendruckregelanlage, einer Watanlage für das Durchfahren von Wasserhindernissen sowie Verteiler- und Ausgleichsgetriebesperren ausgestattet. Das Gerät konnte selbstständig in Kolonnen mitfahren.

Das GMG 2,5 war ursprünglich für die Verwendung bei allen Armeen im Warschauer Pakt vorgesehen, es wurde aber auch eine zivile Variante des Fahrzeugs gebaut.

Technische Daten

  • Länge bei Straßenfahrt: 5.440 mm
  • Länge bei Stapelbetrieb: 6.630 mm
  • Breite: 2.490 mm
  • Höhe: 3.000 mm
  • Radstand: 2.600 mm
  • Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
  • Anhängermasse: max. 8 t bei 25 km/h
  • Leergewicht: 8,8 t
  • Tragfähigkeit: 2,5 t
  • Motor: Dieselmotor Typ 3VD 14,4/12 mit 62 kW
    • Verbrauch: 13,5 l (Straße) / 6,5 l (Gelände) / 3,5 (Stapelbetrieb) je 100 km
  • Wendekreis: 9,5 m (Allrad)
  • Tankinhalt: 150 l
  • max. Hubhöhe: 3.200 mm
  • max. Ausladung: 2.200 mm
  • Steigfähigkeit: 55 %
  • Watfähigkeit: 0,8 m
  • Überhangwinkel: 45 Grad vorn, 31 Grad hinten

Literatur

  • dn.: Neue Technik im Kfz-Dienst der NVA, in Motorkalender der DDR 1989, Militärverlag der DDR, S. 88, ISBN 3-327-00522-2 1988
  • Jörg Siegert: Panzer der NVA, Radfahrzeuge 1956-1990. 2. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-613-03016-9.
  • Ralf Kunkel / Christian Suhr: Radfahrzeuge der NVA 1956-1990. 1. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03151-7.

Weblinks


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