- Person of color
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Person of color (Plural: people of color) ist ein Begriff, mit dem sich Menschen selbst bezeichnen, die einer Mehrheitsgesellschaft als nicht-weiß gelten und sich wegen ethnischer Zuschreibungen („Sichtbarkeit“) alltäglichen, institutionellen und anderen Formen des Rassismus ausgesetzt fühlen. Der Begriff betont die diesen Menschen gemeinsame Erfahrung, wegen der Zugehörigkeit zu einer Minderheit diskriminiert zu werden. Der Begriff entwickelte sich vor allem im anglo-amerikanischen Raum und wird von vielen Personen seit den 1990er-Jahren gegenüber Begriffen bevorzugt, die durch ihre koloniale Geschichte geprägt wurden.[1][2][3][4]
Literatur
- Kien Nghi Ha, Nicola Lauré al-Samarai, Sheila Mysorekar (Hg.) (2007): re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland. Unrast Verlag, Münster. ISBN 978-3-89771-458-8 [2]
Einzelnachweise
- ↑ On Language; People of Color von William Safir, The New York Times vom 20. November 1988; [1]
- ↑ Grada Kilomba: Plantation Memories. Episodes of Everyday Racism. Münster, 2008;
- ↑ Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.) (2005): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland;
- ↑ Kien Nghi Ha, Nicola Lauré al-Samarai, Sheila Mysorekar (Hg.): re/visionen, Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland: „In den 1960er Jahren erhielt der Begriff ‚People of Color‘ in den USA – beeinflusst durch die weltweiten Befreiungskämpfe anti-kolonialer Revolutionär/-innen – neue politische Impulse. Inspiriert durch die Anfangserfolge der Black Panther zielten diese radikalen Bewegungen auf Selbstbehauptung und interkommunale Ansätze für die politische Zusammenarbeit. Aufbauend auf diese Erfahrungen wurde People of Color zu einer gemeinsamen Selbstbezeichnung, die Solidarität unter allen rassistisch Diskriminierten herstellt und quer zur rassistischen Politik des Teilens und Herrschens verläuft.“
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