Pfarrfriedhof Nussdorf

Pfarrfriedhof Nussdorf
Pfarrfriedhof Nussdorf

Der Pfarrfriedhof Nussdorf ist ein Friedhof im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Im Gegensatz zum Großteil der Wiener Friedhöfe steht er nicht im Besitz der Stadt Wien.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Pfarrfriedhof Nussdorf liegt im Nordosten von Döbling in der Katastralgemeinde Nussdorf, Nussberggasse 48. Er wurde am Abhang des Nussberges angelegt und wird im Süden von der Nussberggasse begrenzt. Die östliche Grenze bildet die Gasse Am Weingebirg, westlich und nördlich grenzen Grünflächen und Weingärten an den Friedhof.

Geschichte

Ein erster Friedhof befand sich um 1600 im Bereich Eichelhofstraße/Hackhofergasse. Ein neuer Friedhof wurde im Zuge der Erhebung von Nussdorf zur Pfarre in der Hammerschmidtgasse 7-9 angelegt. Der Friedhof war nicht eingefriedet und umfasste 932 Quadratklafter. Bereits 1837 erwies sich der Friedhof als zu klein, zudem steigerte sich die Belegung durch die vielen verstorbenen Findelkinder aus der 1857 eröffneten Kleinkinderbewahranstalt. Auf Grund der zunehmende Platzprobleme ordnete die k. k. Statthalterei die Verlegung des Friedhofes an.

Für die Neuanlage des Nussdorfer Friedhofes wurden zwei Weingärten in der Riede Unteren Schoß angekauft. Der Friedhof wurde am 25. Juni 1867 geweiht, der alte Friedhof 1868 aufgelassen. Nach Ablauf einer Frist von 30 Jahren konnte das Grundstück des alten Friedhofes als Acker beziehungsweise Wiese genutzt werden. Auf dem Nussdorfer Friedhof fehlte lange Zeit eine nutzbare Aufbahrungshalle. 1933 wurde verfügt, dass die Aufbahrung der Leichen auf Grund des desolaten Zustandes der Leichenkammer auf dem Heiligenstädter Friedhof erfolgen musste. Bis 1960 wurden die Leichen zudem in der Nussdorfer Pfarrkirche aufgebahrt. Eine neue Aufbahrungshalle wurde schließlich im Oktober 1960 eröffnet. 1968 entstand anschließend am die Aufbahrungshalle ein ebenerdiger Zubau und links des Eingangs ein Unterkunftsraum.

Literatur

  • Werner T. Bauer: Wiener Friedhofsführer. Genaue Beschreibung sämtlicher Begräbnisstätten nebst einer Geschichte des Wiener Bestattungswesens. Falter Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85439-335-0.

Weblinks

 Commons: Pfarrfriedhof Nußdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
48.26086111111116.358027777778

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужна курсовая?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Nussdorf (Wien) — Nussdorf[1] (bis 1999 amtlich: Nußdorf) war bis 1892 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling sowie eine der 89 Wiener Katastralgemeinden. Nussdorf Wappen Karte …   Deutsch Wikipedia

  • Wiener Friedhöfe — Gräberreihe auf dem Wiener Zentralfriedhof Die Wiener Friedhöfe sind bestehende und ehemalige Friedhöfe im heutigen Stadtgebiet von Wien. Der mit Abstand größte unter ihnen ist der Wiener Zentralfriedhof. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Franz Schier — Franz Rudolf Schier (* 25. Februar 1909 in Wien; † 14. Jänner 1954 ebenda) war ein österreichischer Schlager und Wienerliedsänger, Filmschauspieler sowie Heurigenwirt. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 2 Diskographie …   Deutsch Wikipedia

  • August Schaeffer von Wienwald — August Schaeffer (* 30. April 1833 in Windmühle; † 29. November 1916 in Wien) war ein österreichischer Maler und Direktor des späteren Kunsthistorischen Hofmuseums. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Leistung 3 Werke …   Deutsch Wikipedia

  • Nußdorf (Wien) — Nußdorf war bis 1892 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling sowie eine der 89 Wiener Katastralgemeinden. Nußdorf Wappen Karte …   Deutsch Wikipedia

  • Kahlenbergerdorf — Das Kahlenbergerdorf war bis 1892 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling sowie eine der 89 Wiener Katastralgemeinden. Kahlenbergerdorf Wappen Karte …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”