- Schön ist die Welt
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Werkdaten Titel: Schön ist die Welt Form: Operette Originalsprache: Deutsch Musik: Franz Lehár Libretto: Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda Uraufführung: 3. Dezember 1930 Ort der Uraufführung: Berlin Ort und Zeit der Handlung: Tirol um 1930 Personen - Elisabeth, Prinzessin von und zu Lichtenberg (Sopran)
- Kronprinz Georg (Tenor)
- Der König, sein Vater
- Herzogin Maria Brankenhorst, Elisabeths Tante
- Graf Sascha Karlowitz, Adjutant des Königs (Tenorbuffo)
- Mercedes del Rossa, Primaballerina (Soubrette)
- Der Hoteldirektor (Tenor)
- Der Oberhofmeister der Herzogin
- Ein Jazzsänger
- Hotelgäste (Chor)
Schön ist die Welt ist eine Operette in drei Akten von Franz Lehár nach einem Libretto von Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda. Das Werk erlebte seine Uraufführung am 3. Dezember 1930 am Metropol-Theater in Berlin. Dabei handelt es sich um die Neufassung der Operette Endlich allein, die am 10. Februar 1914 im Theater an der Wien in Wien nach einem Libretto von Alfred Maria Willner zum ersten Mal auf die Bühne kam.
Inhaltsverzeichnis
Handlung
Erster Akt
Bild: Hotelhalle
Nach dem Wunsch seines Vaters soll Prinz Georg die Nichte der Herzogin Brankenhorst, die Prinzessin Elisabeth von und zu Lichtenberg, heiraten. Die beiden jungen Leute denken aber nicht im Traum daran, sich den Ehepartner vorschreiben zu lassen. Hier im „Hotel des Alpes“ in Tirol sollen sie das erste Mal aufeinandertreffen und zarte Bande anknüpfen. So geschieht es auch; doch keiner der beiden weiß, wer der andere in Wirklichkeit ist. Was die zwei eint, ist die Liebe zu den Bergen.
Zweiter Akt
Wechselnde Bilder: Felsplateau – Alm – Berghütte
Elisabeth und Georg machen eine Hochgebirgstour in den Alpen und erfreuen sich an der Natur. Schön ist die Welt hoch über den Tälern! Als die Wanderer vor einer Hütte rasten, vernehmen sie aus dem Radio einen Aufruf an die Bevölkerung, bei der Suche nach der vermissten Prinzessin behilflich zu sein. Zuletzt sei sie von einem Einheimischen in Begleitung eines unbekannten jungen Mannes gesehen worden. Elisabeth will sofort ins Tal zurückkehren; aber ein plötzlicher Wetterumschwung lässt den Plan scheitern. Wohl oder übel muss das Paar die Nacht in den Bergen verbringen. Dabei kommen sich beide näher und gestehen sich ihre Liebe.
Dritter Akt
Bild: Hotelhalle
Elisabeth und Georg schleichen sich heimlich ins Hotel zurück. Sogleich sucht die Prinzessin ihre Tante auf und erklärt ihr, die große Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, nämlich ihren Bergkameraden. Verärgert muss sowohl der König als auch die Herzogin feststellen, dass sie den Kindern nicht ihren Willen aufzwingen können. Doch just in diesem Moment taucht Georg auf und lüftet Elisabeth sein Inkognito. Als sich die Liebenden in die Arme sinken, ist dies auch für die Herzogin und den König Grund zur Freude, weil ihr Plan nun doch noch aufgegangen ist.
Musik
Für Schön ist die Welt hat Lehár eine seiner anspruchsvollsten Partituren geschrieben. Die Fachkritik war voll des Lobes; nur beim Publikum fand das Werk nicht den erhofften Anklang. Am besten gelang dem Komponisten die Musik zum zweiten Akt, bei dem – einmalig in der Geschichte der Operette – lediglich die beiden Protagonisten auf der Bühne zu sehen sind. Von den einzelnen Musiknummern seien besonders hervorgehoben Georgs Arie Liebste, glaub an mich, die Titelmelodie Schön ist die Welt, wenn das Glück dir ein Märchen erzählt, die als Leitmotiv dient, das Duett Frei und jung dabei, das Walzerlied Sag, armes Herzchen, sag sowie Mercedes del Rossas Tango Rio de Janeiro.
Verfilmung
Im Jahr 1957 entstand unter dem Titel Schön ist die Welt ein Film nach wenigen Motiven des Librettos und mit der Musik von Franz Lehár mit Rudolf Schock in der Hauptrolle. Regie führte Géza von Bolváry, in weitere Rollen traten auf Renate Holm, Mady Rahl und Willy Millowitsch.
Literatur
Anton Würz: Reclams Operettenführer, 23. Auflage, ISBN 3-15-010512-9
Weblinks
Kategorien:- Operette (Werk)
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