Cochin (Staat)

Cochin (Staat)
Flagge von Cochin 1947–49
Brief der Cochin-Post (1892)

Cochin (Perumpadapp, Kochin) war ein Fürstenstaat Britisch-Indiens an der Malabarküste im heutigen Bundesstaat Kerala. Das Hindu-Reich bestand schon im Mittelalter. 1405 wurde die Hafenstadt Cochin (Kochi) Hauptstadt. Cochin war ab 1503 portugiesisches, 1663 niederländisches und 1795/1809–1947 britisches Protektorat (siehe Geschichte Indiens). Die Rajas wurden 1921 zu Maharajas erhoben; ihr voller Titel lautete Maharaja Gangadhara Koviladhi Karikal Sri. Am 1. Juli 1949 bildete Cochin mit Travancore die Föderation Travancore-Cochin und vollzog den Anschluss an Indien. Am 1. November 1956 wurden die Fürstentümer aufgehoben und der Staat mit dem Distrikt Malabar des Staates Madras zum neuen Bundesstaat Kerala zusammengeschlossen.

Cochin hatte 1941 eine Fläche von 3833 km² und 1,4 Millionen Einwohner. Das Fürstentum hatte seit 1892 eine Staatspost mit eigenen Briefmarken.

Literatur

  • Barton, William: The princes of India, Delhi 1983
  • Andreas Birken: Philatelic Atlas of British India, CD-ROM, Hamburg 2004
  • Imperial Gazetteer of India, 2. A., 26 Bde., Oxford 1908-1931
  • Malleson, G. B.: An historical sketch of the native states of India, London 1875, Reprint Delhi 1984
  • Pai, G. B.: Cochin Postmarks and Cancellations, London 1974
  • Schwartzberg, Joseph E., Hrsg.: A historical atlas of South Asia, 2. A., New York/Oxford 1992, ISBN 0-19-506869-6

Weblinks

 Commons: Kingdom of Cochin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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