Düngelen

Düngelen
Wappen der Familie von Düngelen in Bladenhorst
Wappen der Familie von Düngelen in Henrichenburg

Düngelen ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts. Es ist urkundlich seit 1228 bekannt. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts saßen sie auf Schloss Bladenhorst. 1382 übernahmen sie die Henrichenburg von den Herren von Oer. Ein weiterer Familienzweig besaß Haus Ickern.

In der Ähnlichkeit des Wappens zeigte die Familie ihre Verwandtschaft mit den Rittern von Eickel. Nachdem die in Bladenhorst ansässige Familie die Henrichenburg übernommen hatte, stiftete der dortige Familienzweig ein eigenes Wappen, das anstelle der silbernen Rauten goldene auf dem schwarzen Schrägbalken trug.[1] Das Familienwappen wurde in das Wappen der Gemeinde Henrichenburg übernommen.

Ab 1413 lassen sich die von Düngelen auf dem Rittersitz Haus Dahlhausen in Bochum-Hordel nachweisen. Karl Ferdinand Franz Philipp Amalius Freiherr von Düngelen starb hier ohne männliche Nachkommen am 21. Juni 1802.

Ihnen gehörten im 15. Jahrhundert mindestens zwei Dutzend Höfe in Rheinen (einschließlich der Markenrechte), Hennen, Ergste, Schwerte, Berchum und Herbeck.

Ab 1600 besaßen sie auch den Lohmanns Hof in Westick, heute Kamen, zum Lehen. Im Jahre 1744 verkauft Moritz Vinzens von Düngelen den Hof für 20.000 Reichstaler an Christ. Giesbert von Bodelschwingh zu Velmede. [2]

Anmerkungen

  1. Wolfgang Viehweger, Wolfgang Ringhut: Spaziergang im Eichenwald...: Herrenhäuser im Emscherland. Herne: Gesellschaft f. Heimatkunde Wanne-Eickel, 2001. ISBN 3936452067
  2. Stadt Kamen: Höfe in Westick

Literatur

  • Wilhelm Grevel: Das Archiv der Familie von Düngelen. In: Historischer Verein für Stadt und Stift Essen (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen. Bd. 34. Essen: 1912. S. 113-211

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