Kloster San Nicola

Kloster San Nicola
Die unvollendete Chiesa San Nicola l´Arena
ehemaliges Kloster, heute Universitätsbibliothek
ehemaliges Kloster, heute Universität

Das Kloster San Nicola war ursprünglich ein Benediktinerkloster und beherbergt heute Teile der Universität Catania mit der sich anschließenden unvollendet gebliebenen Kirche San Nicola l'Arena.

Geschichte

Das ehemalige Kloster befindet sich im Herzen von Catania und wurde auf Geheiß des Ordens der Benediktiner errichtet. Ursprünglich bewohnten die Benediktiner im 12. Jahrhundert einen Hang am Ätna und errichteten dort eine Kapelle und ein Kloster San Nicolò la Rena. Der Ort Nicolosi in der Nähe des Klosters am Ätna hat seinen Namen daher.

Im 16. Jahrhundert vertrieb eine Eruption des Ätna die Benediktiner von ihrem angestammten Platz am Hang des Vulkans, woraufhin das Kloster in Catania gebaut wurde. Es ist nach dem in Mafra in Portugal das zweitgrößte in Europa. Der Klosterbau wurde 1558 angefangen und im gleichen Jahr, noch unvollendet, in Anwesenheit des Vizekönigs von Sizilien Giovanni Della Cerda eingeweiht.

Im Jahre 1669 erreichten die Lavaströme des Ätna erneut das Kloster und zerstörten die Kirche. Der monumentale Wiederaufbau der Kirche San Nicola begann um 1687 nach einem Entwurf des römischen Architekten Giovan Battista Contini, blieb jedoch wiederum unvollendet.

1780 unternahmen verschiedene Architekten wie Francesco Battaglia und Giovanni Battista Vaccarini nochmals den Versuch, die Kirche zu vollenden. Die Bauarbeiten wurden jedoch wiederum unterbrochen. Das vierfache Paar an Säulenstümpfen vor der Kirche sind Zeugen dieser abgebrochenen Umbaumaußnahmen aus dem 18. Jahrhundert.

Fassade

Die Fassade des ehemaligen Benediktinerklosters wurde nach Plänen Vaccarinis im Jahre 1752 vollendet. Sie stellt ein typisches Beispiel des sizilianischen Barocks dar mit Putten, Figuren und dem für Catania typischen Baumaterial Lava.

Universität

Das ehemalige Benediktinerkloster ist heute Sitz des Fachbereichs Literatur der Universität in Catania. Hier befindet sich auch die Universitätsbibliothek.


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