Laryngitis

Laryngitis
Klassifikation nach ICD-10
J04.0 Akute Laryngitis
J04.2 Akute Laryngotracheitis
J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp) und Epiglottitis
J06.0 Akute Laryngopharyngitis
J37.0 Chronische Laryngitis
J37.1 Chronische Laryngotracheitis
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Laryngitis ist eine Entzündung des Kehlkopfes. Das Hauptsymptom ist Heiserkeit bis hin zur Stimmlosigkeit, oftmals begleitet von einem trockenen, quälenden Husten. Weitere Symptome können außerdem starke Halsschmerzen oder Fieber (bis 40 °C) sein.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Die Laryngitis kann in eine akute Form und eine chronische Form unterteilt werden. Die akute Form wird in eine Entzündung der Stimmlippen (Glottis) und eine Entzündung der oberen Luftröhre (Trachea), die als subglottische Laryngitis (Pseudokrupp) bezeichnet wird, unterteilt. Von einer chronischen Laryngitis spricht man, wenn die Entzündung länger als 3 Wochen andauert.

Ursachen

Die akute Laryngitis wird überwiegend durch Virusinfekte der oberen Luftwege oder selten auch durch starke Stimmbelastung in Räumen mit trockener, evtl. rauchiger Luft verursacht.

Eine chronische Laryngitis entwickelt sich

  • aus einer akuten Laryngitis bei nicht ausreichender Schonung der Stimme,
  • durch Rauchen und Arbeiten in staubiger, trockener Umgebung,
  • durch Alkoholmissbrauch,
  • durch Reflux von Magensaft, siehe Laryngitis gastrica,
  • bei dauernder Mundatmung bei behinderter Nasenatmung,
  • im Rahmen aufsteigender Infektionen (Bronchitis mit ständigem Husten),
  • eher selten bei falscher Stimmtechnik oder als Folge lang bestehender funktioneller Stimmstörung.

Eine chronische Laryngitis ist immer beobachtungspflichtig, da der Übergang der chronischen Entzündung zu einer Präkanzerose und Karzinom oft fließend verläuft.

Therapie

Neben der Behandlung einer Grunderkrankung und Beseitigung beteiligter Noxen (beispielsweise Tabakrauch) steht die Stimmschonung im Vordergrund. Günstig ist es, vorübergehend komplett auf den Stimmgebrauch zu verzichten, wenn allenfalls leises, vorsichtiges Sprechen mit abgesenkter Stimmlage. Flüstern sollte strikt vermieden werden, denn durch die dazu notwendige, maximale Spannung der Stimmlippen entsteht eine erhebliche Belastung. Heiße Halsumschläge und warme Getränke sowie Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen zum Beispiel aus der Kamillenblüte oder aus Salbeiblättern (bitte beachten: der Alkohol in Flüssigextrakten trocknet ungünstig aus) wirken lindernd. Gurgeln ist nicht wirksam. Bei einer Schwellung der Stimmlippen können hydrocortisonhaltige Inhalationen unterstützend wirken; bei Sekundärinfektionen mit Eiterbildung werden Antibiotika verabreicht. Bei Hustenreiz wird symptomatisch behandelt.

Bei der chronischen Laryngitis sollten neben Tabak auch Alkohol und scharfe Gewürze gemieden werden, bei Reflux sind Protonenpumpenhemmer Mittel der Wahl. Durch Inhalation werden die trockenen Schleimhäute angefeuchtet, abschwellende Medikamente sollten nicht verwendet werden. Gegebenenfalls sollte durch operative Maßnahmen die Nasenatmung verbessert oder durch Stimmtherapie eine richtige Stimmtechnik erlernt werden.

Siehe auch

Literatur

  • Boenninghaus: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde für Studierende der Medizin. 10 Auflage. Springer, Berlin, Heidelberg, New York 1996, ISBN 3-540-60396-4, S. 325-329.
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