Magdeburg-Kreuzhorst

Magdeburg-Kreuzhorst
Kreuzhorst
Waldrand im Westen der Kreuzhorst
Weg durch die Kreuzhorst
Gebiet zwischen Kreuzhorst und Elbe
Blick über den Kuhlenhagen

Die Kreuzhorst ist ein Naturschutzgebiet am rechten Elbufer im Südosten Magdeburgs. Zugleich bildet sie einen der 40 Stadtteile der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Kreuzhorst umfasst eine Fläche von 4,73 km² und ist unbewohnt.

Im Westen grenzt die Kreuzhorst an die Elbe, im Norden an Prester, im Osten an Pechau und im Süden an Randau-Calenberge. Das Gebiet wird von einem alten Nebenarm der Elbe durchzogen. Weitere Gewässer im Gebiet sind der Kuhlenhagen, die Mönchsseen und der Mönchsgraben.

Geschichte

Der Name könnte von Dietrich von Groiz, einem früheren Besitzer des bereits im Mittelalter im Waldgebiet gelegenen Gut Kulenhagen, abgeleitet sein und sich dann von Groizhorst über Cruisenhorst zum heutigen Kreuzhorst entwickelt haben. Möglicherweise spielte auch die Tatsache eine Rolle, dass das Gebiet in Teilen bereits seit dem 11. Jahrhundert dem Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg und somit der Kirche gehörte. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war das Gut Kulenhagen als Forsthaus in Betrieb. Diese Nutzung wurde erst etwa 1880 aufgegeben. Das Forsthaus besteht heute nicht mehr.

Im Jahr 1961 wurde ein großer Teil des Gebiets (3,2 km²) von der DDR unter Naturschutz gestellt. Später wurde das Gebiet Teil des Landschaftsschutzgebietes Mittlere Elbe.

Flora/Fauna

Flora

Die Kreuzhorst weist einen ausgedehnten Esche-Ulmen-Auenwald auf. Es treten jedoch auch Stieleiche, Feld-Ahorn, Flatterulme, Winter-Linde, Sommer-Linde, Bergahorn, Spitz-Ahorn, Rotbuche, Schwarz-Erle, Silber-Weide, Holzbirne und Wildapfel auf.

Fauna

Es werden hier 32 Säugetierarten, unter anderem Biber, Wiesel, Fledermaus und Iltis gezählt, wobei 16 Arten auf der Roten Liste stehen.

Weiterhin wurden 90 Brutvogelarten festgestellt. Es besteht eine Graureiherkolonie. Auch brütet der Schreiadler hier. Hinzukommen ca. 210 durchziehende Vogelarten.

3000 Schmetterlingsarten und 168 verschiedener Rüsselkäferarten (darunter Heldbock und Hirschkäfer) leben in der Kreuzhorst. Neben 11 Fischarten, darunter der vom Aussterben bedrohte Steinbeißer, leben in der Kreuzhorst auch 3 Reptilienarten und 12 Amphibienarten. Problematisch ist das Auftreten standortfremder Tierarten wie Marderhund, Mink und Waschbär.

Weblinks

52.07976944444411.7050777777787Koordinaten: 52° 4′ 47″ N, 11° 42′ 18″ O


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