Henning Ritter

Henning Ritter

Henning Ritter (* 20. Juli 1943 in Seiffersdorf, Schlesien) ist ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Übersetzer, der lange Zeit verantwortlicher Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war. Henning Ritter ist der Sohn des Philosophen Joachim Ritter.

Ritter besuchte das altsprachliche Schillergymnasium Münster und studierte Philosophie, Kunstgeschichte und klassische Philologie in Marburg, Heidelberg und Berlin. Nach dem Studium war er als Verlagsmitarbeiter, Übersetzer und Autor tätig. Er gab zwei Buchreihen im Hanser Verlag heraus und editierte unter anderem eine zweibändige Ausgabe der Schriften von Jean-Jacques Rousseau. Von 1985 bis 2008 war er bei der FAZ verantwortlich für die Rubrik "Geisteswissenschaften". Im Jahr 2000 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Hamburg und 2005 den Ludwig-Börne-Preis. 2010 wurde Ritter in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung berufen. Für seine im Herbst 2010 erschienenen Notizhefte, eine Sammlung philosophischer Gedankenskizzen, erhielt Ritter 2011 den Preis der Leipziger Buchmesse im Bereich „Sachbuch/Essayistik“.

Monografien

  • Der lange Schatten, Frankfurt: Insel-Verlag 1992
  • Die Fassaden am East River, Frankfurt: Suhrkamp-Verlag, 2000
  • Nahes und fernes Unglück. Versuch über das Mitleid, München: Beck-Verlag 2004, italienische Ausgabe 2008
  • Die Eroberer. Denker des 20. Jahrhunderts, München: Beck-Verlag, 2008.
  • Notizhefte, Berlin: Berlin-Verlag 2010, ISBN 978-3-8270-0958-6

Auszeichnungen

Weblinks


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