- Henning Rosenau
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Henning Rosenau (* 3. Oktober 1964 in Ebstorf) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er ist Universitätsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Deutsches, Europäisches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Biorecht an der Universität Augsburg, Studiendekan, Geschäftsführender Direktor und Mitbegründer des Instituts für Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht, Direktor des Instituts für Strafrecht und Direktor der Forschungsstelle für Türkisches Recht. Zugleich ist er der Ombudsmann für Deutsch-Türkische Beziehungen der Universität Augsburg. Er ist ordentliches Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, stellvertretender Vorsitzender der Gendiagnostik-Kommission (GEKO) und Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM).
Leben
Rosenau studierte ab dem Wintersemester 1986/87 zunächst in Göttingen und Freiburg i. Brsg. Rechtswissenschaften. Während des Studiums war er als wissenschaftliche Hilfskraft bei Professor Bernd Schünemann (Freiburg) und Professor Hans-Ludwig Schreiber (Göttingen) tätig. 1992 legte er das Erste Staatsexamen in Celle ab. Es folgte eine Beschäftigung als Präsidialassistent der Universität Göttingen. Im Anschluss durchlief Rosenau das Referendariat mit Stationen u. a. beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Generalkonsulat in Seattle. 1996 erfolge das 2. Staatsexamen, im selben Jahr wurde er mit der Arbeit „Tödliche Schüsse im staatlichen Auftrag - Die strafrechtliche Verantwortung von Grenzsoldaten für den Schußwaffengebrauch an der deutsch-deutschen Grenze“ (2. Aufl. Nomos Verlag Baden-Baden, 1998) bei Hans-Ludwig Schreiber promoviert.
Nach der Promotion wurde Rosenau Wissenschaftlicher Assistent bei Hans-Ludwig Schreiber in Göttingen, wo er sich 2005 mit einer Arbeit zu Grund und Grenzen der Revision im Strafrecht habilitierte. Ihm wurde die venia legendi für Straf- und Strafprozessrecht, Medizinrecht und Strafrechtsvergleichung verliehen.
2005 bis März 2006 war Rosenau Strafrichter am Amtsgericht Hamburg-Barmbek. Zuvor hatte er für ein Semester einen Lehrstuhl an der Justus-Liebig-Universität Gießen vertreten. Zum 1. April 2006 erfolgte die Ernennung zum Ordinarius an der Universität Augsburg. 2007 war er zu einem Forschungsaufenthalt zu Gast an der Chuo-Universität in Tokyo, 2009 nahm er eine Gastprofessur an der Waseda-Universität in Tokio wahr.
Weblinks
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