Olympische Sommerspiele 1936/Leichtathletik

Olympische Sommerspiele 1936/Leichtathletik
Olympische Ringe
Olympische Sommerspiele 1936
(Medaillenspiegel Leichtathletik)
Platz Land G S B Total
1 Vereinigte Staaten USA 14 7 4 25
2 Deutsches Reich GER 5 4 7 16
3 Finnland FIN 3 5 2 10
4 Vereinigtes Königreich GBR 2 5 - 7
5 Japan JPN 2 2 3 7
6 Italien ITA 1 2 2 5
7 HUN 1 - - 1
Neuseeland NZL 1 - - 1
9 Polen POL - 2 1 3
10 Kanada CAN - 1 3 4
11 Schweiz SUI - 1 - 1
12 Niederlande NED - - 2 2
Schweden SWE - - 2 2
14 Australien AUS - - 1 1
Lettland LAT - - 1 1
PHI - - 1 1
Leichtathletik

Bei den XI. Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin wurden 29 Wettbewerbe in der Leichtathletik ausgetragen. Es fanden 23 Wettbewerbe für Männer und sechs für Frauen statt.

Mit 14 Gold-, sieben Silber- und vier Bronzemedaillen war die US-amerikanische Mannschaft die erfolgreichste in den Leichtathletikwettbewerben. Der Leichtathlet Jesse Owens war mit vier Goldmedaillen der erfolgreichste Sportler der Olympischen Sommerspiele in Berlin. Helen Stephens war mit zwei Goldmedaillen die erfolgreichste Frau der Leichtathletikwettkämpfe.

Inhaltsverzeichnis

Männer

100 m

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Jesse Owens 10,3
2 USA Ralph Metcalfe 10,4
3 NED Martinus Osendarp 10,5
4 USA Frank Wykoff 10,6
5 GER Erich Borchmeyer 10,7
6 SWE Lennart Strandberg 10,9

Beim 100-Meter-Lauf waren 63 Sportler aus 30 Ländern am Start. Die zwölf Vorläufe fanden am 2. August (10:00 Uhr), die vier Zwischenläufe am 2. August (15:00 Uhr), die zwei Halbfinals am 3. August (15:00 Uhr) und das Finale am 3. August (17:00 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, jeweils die ersten drei der Zwischenläufe und der Halbfinals erreichten die nächste Runde.

Jesse Owens lief im Vorlauf mit 10,3 s einen neuen Olympischen Rekord, im Zwischenlauf konnte er seine Zeit auf 10,2 s verbessern, dieser Rekord wurde jedoch wegen zu starkem Rückenwind nicht anerkannt.

200 m

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Jesse Owens 20,7 (OR)
2 USA Matthew Robinson 21,1
3 NED Martinus Osendarp 21,3
4 SUI Paul Hänni 21,6
5 CAN Lee Orr 21,6
6 NED Wijnand van Beveren 21,9

Beim 200-Meter-Lauf waren 44 Sportler aus 22 Ländern am Start. Die acht Vorläufe fanden am 4. August (10:30 Uhr), die vier Zwischenläufe am 4. August (15:30 Uhr), die zwei Halbfinals am 5. August (15:00 Uhr) und das Finale am 5. August (18:00 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei eines Laufes qualifizierten sich für die nächste Runde.

Jesse Owens lief im Vorlauf und im Zwischenlauf mit 21,1 s einen neuen Olympischen Rekord, Matthew Robinson konnte im Halbfinale die gleiche Zeit erreichen.

400 m

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Archibald Williams 46,5
2 GBR Godfrey Brown 46,7
3 USA James LuValle 46,8
4 GBR William Roberts 46,8
5 CAN William Fritz 47,8
6 CAN John Loaring 48,2

Beim 400-Meter-Lauf waren 42 Sportler aus 25 Ländern am Start. Die acht Vorläufe fanden am 6. August (10:30 Uhr), die vier Zwischenläufe am 6. August (15:15 Uhr), die zwei Halbfinals am 7. August (15:00 Uhr) und das Finale am 7. August (17:30 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei eines Laufes qualifizierten sich für die nächste Runde.

800 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 USA John Woodruff 1:52,9
2 ITA Mario Lanzi 1:53,3
3 CAN Philip Edwards 1:53,6
4 POL Kazimierz Kucharski 1:53,8
5 USA Charles Hornbostel 1:54,6
6 USA Harry Williamson 1:55,8

Beim 800-Meter-Lauf waren 43 Sportler aus 24 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 2. August (16:00 Uhr), die drei Zwischenläufe am 3. August (17:15 Uhr) und das Finale am 4. August (17:45 Uhr) statt. Die ersten vier der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, jeweils die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

1500 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 NZL John Lovelock 3:47,8 (WR)
2 USA Glenn Cunningham 3:48,4
3 ITA Luigi Beccali 3:49,2
4 USA Archie San Romani 3:50,0
5 CAN Philip Edwards 3:50,4
6 GBR John Cornes 3:51,4

Beim 1500-Meter-Lauf waren 43 Sportler aus 27 Ländern am Start. Die vier Vorläufe fanden am 5. August (17:00 Uhr) und das Finale am 6. August (16:15 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

5000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 FIN Gunnar Höckert 14:22,2 (OR)
2 FIN Lauri Lehtinen 14:25,8
3 SWE Henry Jonsson 14:29,0
4 JPN Kohei Murakoso 14:30,0
5 POL Józef Noji 14:33,4
6 FIN Ilmari Salminen 14:39,8

Beim 5000-Meter-Lauf waren 41 Sportler aus 23 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 4. August (18:00 Uhr) und das Finale am 7. August (15:15 Uhr) statt. Jeweils die ersten fünf der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

10.000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 FIN Ilmari Salminen 30:15,4
2 FIN Arvo Askola 30:15,6
3 FIN Volmari Iso-Hollo 30:20,2
4 JPN Kohei Murakoso 30:25,0
5 GBR James Burns 30:58,2
6 ARG Juan Carlos Zabala 31:22,0

Beim 10.000-Meter-Lauf waren 30 Sportler aus 18 Ländern am Start. Das Finale fand am 2. August statt.

Marathon

Platz Land Sportler Zeit (h)
1 JPN Sohn Kee-chung 2:29:19,2 (OR)
2 GBR Ernest Harper 2:31:23,2
3 JPN Nam Sung-yong 2:31:42,0
4 FIN Erkki Tamila 2:32:45,0
5 FIN Väinö Muinonen 2:33:46,0
6 RSA Johannes Coleman 2:36:17,0

Beim Marathonlauf, der über eine Distanz von 42,15 km ging, waren 56 Sportler aus 27 Ländern am Start. Das Finale fand am 9. August um 15:00 Uhr statt.

Die Strecke führte vom Olympiastadion über das Maifeld zur Heerstraße, die an der Pichelsdorfer Brücke überquert wurde. Die nächsten acht km gingen durch den Grunewald Richtung Süden über Schildhorn und Kaiser-Wilhelm-Turm. Nach rund 12 km bogen die Läufer auf die AVUS ein, die 10 km geradeaus führte. Der Wendepunkt war an der Nord-Schleife, von wo aus es auf dem gleichen Kurs zurück ging.

110 m Hürden

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Forrest Towns 14,2
2 GBR Donald Finlay 14,4
3 USA Fritz Pollard Jr. 14,4
4 SWE Håkan Lidman 14,4
5 GBR John Thornton 14,7
6 CAN Lawrence O'Connor 15,0

Beim 110-Meter-Hürdenlauf waren 31 Sportler aus 20 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 5. August (16:30 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 6. August (15:00 Uhr) und das Finale am 6. August (17:45 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

Die Regel, wonach Rekorde nur anerkannt werden konnten wenn keine Hürde gerissen wurde schaffte man ab. Forrest Towns lief im Zwischenlauf mit 14,1 s einen neuen Weltrekord.

400 m Hürden

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Glenn Hardin 52,4
2 CAN John Loaring 52,7
3 PHI Miguel White 52,8
4 USA Joseph Patterson 53,0
5 BRA Sylvio de Magalhães Padilha 54,0
6 GRE Christos Mantikas 54,2

Beim 400-Meter-Hürdenlauf waren 32 Sportler aus 20 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 3. August (15:00 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 4. August (15:00 Uhr) und das Finale am 4. August (17:30 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

3000 m Hindernis

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 FIN Volmari Iso-Hollo 9:03,8 (WR)
2 FIN Kaarlo Tuominen 9:06,8
3 GER Alfred Dompert 9:07,2
4 FIN Martti Matilainen 9:09,0
5 USA Harold Manning 9:11,2
6 SWE Lars Larsson 9:16,6

Beim 3000-Meter-Hindernislauf waren 28 Sportler aus 13 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 3. August (18:00 Uhr) und das Finale am 8. August (16:00 Uhr) statt. Die ersten vier der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

4 × 100 m Staffel

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Jesse Owens
Ralph Metcalfe
Foy Draper
Frank Wykoff
39,8 (WR)
2 ITA Orazio Mariani
Gianni Caldana
Elio Ragni
Tullio Gonnelli
41,1
3 GER Wilhelm Leichum
Erich Borchmeyer
Erwin Gillmeister
Gerd Hornberger
41,2
4 ARG Juan Alberto Lavenas
Antonio Sande
Carlos Hofmeister
Tomas Clifford
42,2
5 CAN Samuel Richardson
Arthur Humber
Lee Orr
Howard McPhee
42,7
dnf NED Tjeerd Boersma
Wijnand van Beveren
Christiaan Berger
Martinus Osendarp

Bei der 4 × 100 m Staffel waren 60 Sportler aus 15 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 8. August (15:00 Uhr) und das Finale am 9. August (15:15 Uhr) statt. Jeweils die ersten zwei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

Die Mannschaft aus den Vereinigten Staaten lief im Vorlauf mit 40,0 s einen neuen Weltrekord

4 × 400 m Staffel

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 GBR Frederick Wolff
Godfrey Rampling
William Roberts
Godfrey Brown
3:09,0
2 USA Harold Cagle
Robert Young
Edward O'Brien
Alfred Fitch
3:11,0
3 GER Helmut Hamann
Friedrich von Stülpnagel
Harry Voigt
Rudolf Harbig
3:11,8
4 CAN Marshall Limon
Philip Edwards
William Fritz
John Loaring
3:11,8
5 SWE Sven Strömberg
Per Edfeldt
Olof Danielsson
Bertil von Wachenfeldt
3:13,0
6 HUN Tibor Ribényi
Zoltán Zsitvai
József Vadas
József Kovács
3:14,8

Bei der 4 × 400 m Staffel waren 49 Sportler aus 12 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 8. August (16:30 Uhr) und das Finale am 9. August (15:45 Uhr) statt. Jeweils die ersten zwei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

50 km Gehen

Platz Land Sportler Zeit (h)
1 GBR Harold Whitlock 4:30:41,4 (WR)
2 SUI Arthur Schwab 4:32:09,2
3 LAT Adalberts Bubenko 4:32:42,2
4 TCH Jaroslav Zofka-Štork 4:34:00,2
5 NOR Edgar Bruun 4:34:53,2
6 GER Fritz Bleiweiß 4:36:48,4

Beim 50 km Gehen waren 33 Sportler aus 16 Ländern am Start. Das Finale fand am 5. August um 13:00 Uhr statt. Die Strecke war nahezu identisch mit der im Marathonlauf, der einzige Unterschied war, dass die Geher nach der Nordkurve auf der AVUS noch eine acht km lange Schleife im Grunewald absolvieren mussten.

Hochsprung

Platz Land Sportler Höhe (m)
1 USA Cornelius Johnson 2,03 (OR)
2 USA David Albritton 2,00
3 USA Delos Thurber 2,00
4 FIN Kalevi Kotkas 2,00
5 JPN Kimio Yada 1,97
6 FIN Lauri Kalima 1,94
JPN Hiroshi Tanaka 1,94
JPN Yoshiro Asakuma 1,94
GER Gustav Weinkötz 1,94

Beim Hochsprung waren 40 Sportler aus 24 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 2. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 1,85 m übersprungen werden musste. Qualifiziert für das Finale, dass am 2. August um 15:00 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 22 Sportler. Die Rangfolge auf den Plätzen zwei bis vier wurde durch einen Stichkampf entschieden.

Stabhochsprung

Platz Land Sportler Höhe (m)
1 USA Earle Meadows 4,35 (OR)
2 JPN Nishida Shūhei 4,25
3 JPN Oe Sueo 4,25
4 USA William Sefton 4,25
5 USA William Graber 4,15
6 AUT Josef Haunzwickel 4,00
AUT Alfred Proksch 4,00
CAN Sylvanus Apps 4,00
GBR Frederick Webster 4,00
HUN Péter Bácsalmási 4,00
HUN Viktor Zsuffka 4,00
ITA Danilo Innocenti 4,00
JPN Kiyoshi Adachi 4,00
POL Wilhelm Sznajder 4,00
SWE Bo Ljungberg 4,00
TCH Jan Korejs 4,00

Beim Stabhochsprung waren 30 Sportler aus 21 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 5. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 3,80 m übersprungen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 5. August um 16:00 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 25 Sportler.

Der Wettkampf dauerte bis 21:00 Uhr, zwischen 18:15 Uhr und 18:35 Uhr musste er wegen Regen unterbrochen werden. Die Rangfolge auf den Plätzen zwei bis vier wurde durch einen Stichkampf entschieden. Shuhei Nishida erreichte im Stichkampf, genauso wie sein Landsmann Sueo Oe eine Höhe von 4,15 m. Da William Sefton inzwischen ausgeschieden war, einigten sich die beiden Japaner, auf die Fortsetzung des Stechens zu verzichten.

Als die japanische Mannschaftsleitung daraufhin festlegte, dass Nishida als Älterer die Silber- und Oe die Bronzemedaille erhalten sollte, zerschnitten beide nach ihrer Rückkehr ihre Medaillen und setzten sie mit jeweils mit einer anderen Hälfte zusammen. Natürlich änderte dies nichts an der offiziellen Rangfolge.

Der sechste Platz wurde mit einer gesprungenen Höhe von 4,00 m insgesamt elf Mal vergeben. Auf ein Stechen wurde hierbei verzichtet.

Weitsprung

Platz Land Sportler Weite (m)
1 USA Jesse Owens 8,06
2 GER Luz Long 7,87
3 JPN Naoto Tajima 7,74
4 ITA Arturo Maffei 7,73
GER Wilhelm Leichum 7,73
6 USA Robert Clark 7,67

Beim Weitsprung waren 43 Sportler aus 27 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 4. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 7,15 m gesprungen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 4. August um 16:30 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 16 Sportler.

Dreisprung

Platz Land Sportler Weite (m)
1 JPN Naoto Tajima 16,00 (WR)
2 JPN Masao Harada 15,66
3 AUS John Metcalfe 15,50
4 GER Heinz Wöllner 15,27
5 USA Rolland Romero 15,08
6 JPN Kenkichi Oshima 15,07

Beim Dreisprung waren 31 Sportler aus 19 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 6. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 14 m gesprungen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 6. August um 16:30 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 23 Sportler.

Kugelstoßen

Platz Land Sportler Weite (m)
1 GER Hans Woellke 16,20 (OR)
2 FIN Sulo Bärlund 16,12
3 GER Gerhard Stöck 15,66
4 USA Harrison Francis 15,45
5 USA John Torrance 15,38
6 USA Dimitri Zaitz 15,32

Beim Kugelstoßen waren 22 Sportler aus 14 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 2. August um 11:00 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 14,50 m gestoßen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 2. August um 17:30 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 15 Sportler.

Diskuswurf

Platz Land Sportler Weite (m)
1 USA Kenneth Carpenter 50,48 (OR)
2 USA Gordon Dunn 49,36
3 ITA Giorgio Oberweger 49,23
4 NOR Reidar Sørlie 48,77
5 GER Willy Schröder 47,93
6 GRE Nikolaos Syllas 47,75

Beim Diskuswurf waren 31 Sportler aus 17 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 5. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 44 m geworfen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 5. August stattgefunden hat, hatten sich 13 Sportler.

Hammerwurf

Platz Land Sportler Weite (m)
1 GER Karl Hein 56,49 (OR)
2 GER Erwin Blask 55,04
3 SWE Fred Warngård 54,83
4 FIN Gustav Koutonen 51,90
5 USA William Rowe 51,66
6 USA Donald Favor 51,01

Beim Hammerwurf waren 27 Sportler aus 16 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 3. August um 9:00 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 46 m geworfen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 3. August um 15:00 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 17 Sportler.

Speerwurf

Platz Land Sportler Weite (m)
1 GER Gerhard Stöck 71,84
2 FIN Yrjö Nikkanen 70,77
3 FIN Kalervo Toivonen 70,72
4 SWE Lennart Attervall 69,20
5 FIN Matti Järvinen 69,18
6 USA Alton Terry 67,15

Beim Speerwurf waren 28 Sportler aus 19 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 6. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 60 m geworfen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 6. August um 15:15 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 16 Sportler.

Zehnkampf

Platz Land Sportler Punkte
1 USA Glenn Morris 7900 (WR)
2 USA Robert Clark 7601
3 USA Jack Parker 7275
4 GER Erwin Huber 7087
5 NED Reindert Brasser 7046
6 SUI Armin Guhl 7033

Beim Zehnkampf waren 28 Sportler aus 17 Ländern am Start. Das Finale fand am 7. August und am 8. August statt. Am ersten Wettkampftag wurden die Wettbewerbe im 100-Meter-Lauf (10:00 Uhr), Weitsprung (11:30 Uhr), Kugelstoßen (15:00 Uhr), Hochsprung (16:00 Uhr) und 400-Meter-Lauf (17:45 Uhr) ausgetragen.

Am zweiten Tag folgten die Wettkämpfe im 110-Meter-Hürdenlauf (10:00 Uhr), Diskuswurf (11:00 Uhr), Stabhochsprung (15:00 Uhr), Speerwurf (16:30 Uhr) und 1500-Meter-Lauf (17:30 Uhr).

Frauen

100 m

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Helen Stephens 11,5 (WR)
2 POL Stanisława Walasiewicz 11,7
3 GER Käthe Krauß 11,9
4 GER Marie Dollinger 12,0
5 USA Annette Rogers 12,2
6 GER Emmy Albus 12,3

Beim 100-Meter-Lauf waren 30 Sportler aus 15 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 3. August (16:00 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 3. August (17:30 Uhr) und das Finale am 4. August (16:00 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

Helen Stephens konnte im Vorlauf ihre Zeit auf 11,5 s verbessern, dieser Rekord wurde jedoch wegen zu starkem Rückenwind nicht anerkannt.

80 m Hürden

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 ITA Trebisonda Valla 11,7 (OR)
2 GER Anni Steuer 11,7 (OR)
3 CAN Elizabeth Taylor 11,7 (OR)
4 ITA Claudia Testoni 11,7 (OR)
5 NED Catherina ter Braake 11,8
6 GER Doris Eckert 12,0

Beim 80-Meter-Hürdenlauf waren 22 Sportler aus 11 Ländern am Start. Die vier Vorläufe fanden am 5. August (15:30 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 5. August (17:30 Uhr) und das Finale am 6. August (17:30 Uhr) statt. Die ersten drei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

4 × 100 m Staffel

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 USA Harriet Bland
Annette Rogers
Elizabeth Robinson
Helen Stephens
46,9
2 GBR Eileen Hiscock
Violet Olney
Audrey Brown
Barbara Burke
47,6
3 CAN Dorothy Brookshaw
Mildred Dolson
Hilda Cameron
Aileen Meagher
47,8
4 ITA Lydia Bongiovanni
Trebisonda Valla
Fernanda Bullano
Claudia Testoni
48,7
5 NED Catherina ter Braake
Francina Koen
Alida de Vries
Elisabeth Koning
48,8
dnf GER Emmy Albus
Käthe Krauß
Marie Dollinger
Ilse Dörffeldt

Bei der 4 × 100 m Staffel waren 32 Sportler aus acht Ländern am Start. Die zwei Vorläufe fanden am 8. August (15:30 Uhr) und das Finale am 9. August (15:30 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

Die Mannschaft aus Deutschland lief im Vorlauf mit 46,4 s einen neuen Weltrekord. Im Finallauf führten sie beim letzten Wechsel mit acht m Vorsprung vor der Staffel der Vereinigten Staaten. Die Stabübergabe von Marie Dollinger auf Ilse Dörffeldt missglückte aber, der Stab fiel zu Boden und die deutsche Mannschaft musste disqualifiziert werden.

Hochsprung

Platz Land Sportler Höhe (m)
1 HUN Ibolya Csák 1,60
2 GBR Dorothy Tyler-Odam 1,60
3 GER Elfriede Kaun 1,60
4 FRA Marguerite Nicolas 1,58
5 AUS Doris Carter 1,55
USA Annette Rogers 1,55
NED Francina Koen 1,55

Beim Hochsprung waren 17 Sportler aus 12 Ländern am Start. Das Finale hat am 9. August um 15:00 Uhr stattgefunden. Eine Qualifikation wurde nicht ausgetragen. Die Rangfolge auf den Plätzen eins bis drei wurde durch einen Stichkampf entschieden.

Auf Platz vier wurde vorläufig die deutsche Dora Ratjen gesetzt. Zwei Jahre später stellte ein Magdeburger Polizeiarzt aber fest, dass sie männliche Genitalien hatte, die er sich während des Wettkampfs nach oben band. Daraufhin wurde sie disqualifiziert und die Deutsche Sportbehörde für Athletik entzog ihr sofort das Startrecht bei internationalen Wettbewerben.

Diskuswurf

Platz Land Sportler Weite (m)
1 GER Gisela Mauermayer 47,63 (OR)
2 POL Jadwiga Wajs 46,22
3 GER Paula Mollenhauer 39,80
4 JPN No Nakamura 38,24
5 JPN Hide Mineshima 37,35
6 SWE Birgit Lundström 35,92

Beim Diskuswurf waren 19 Sportler aus 11 Ländern am Start. Das Finale hat am 4. August um 15:15 Uhr stattgefunden. Eine Qualifikation wurde nicht ausgetragen.

Speerwurf

Platz Land Sportler Weite (m)
1 GER Tilly Fleischer 45,18 (OR)
2 GER Luise Krüger 43,29
3 POL Maria Kwaśniewska 41,80
4 AUT Herma Bauma 41,66
5 JPN Sadako Yamamoto 41,45
6 GER Lydia Eberhardt 41,37

Beim Speerwurf waren 14 Sportler aus 10 Ländern am Start. Das Finale hat am 2. August stattgefunden. Eine Qualifikation wurde nicht ausgetragen.


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