- Ruth Weiss (Schriftstellerin)
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Ruth Weiss in der ev. Lindenkirche, Berlin-Wilmersdorf
Ruth Weiss (* 26. Juli 1924 in Fürth) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Biografie
1936 emigriert Ruth Weiss mit ihrer jüdischen Familie nach Johannesburg (Südafrika). Nach Tätigkeit in einem Anwaltsbüro, bei einer Versicherung und einem Verlag, beginnt sie 1954 für verschiedene internationale Zeitungen und Zeitschriften zu schreiben. Sie setzt sich als Journalistin in Südafrika insbesondere gegen die Apartheid ein, sodass sie zur „Persona non grata“ erklärt und in eine so genannte „schwarze Liste“ eingetragen wird, von der sie mithilfe von Freunden 1991 gelöscht wird. Sie erhält ferner bald Einreiseverbot. Folglich arbeitet sie fortan in Südrhodesien und begleitete die Unabhängigkeit Zimbabwes, bis sie schließlich, nachdem sie einige Zeit auf der Isle of Wight (England) gelebt hat, nach Deutschland zurückzieht. 2005 wurde Weiss für den Friedensnobelpreis nominiert. Heute schreibt sie primär nicht mehr Sachbücher, sondern Romane, die zum Teil im Literaturkanon der Schulen (vor allem "Meine Schwester Sara") aufgenommen worden sind. Das Buch "Meine Schwester Sara" war im Schuljahr 2006/2007 die Prüfungslektüre der Realschulen in Baden-Württemberg. Im Juli 2010 wurde eine Realschule in Aschaffenburg (Bayern) nach ihr benannt.
Werke
- Lied ohne Musik (1980)
- Die Saat Geht Auf – Zimbabwes Landwirtschaft (1987)
- Feresia (1988)
- Menschen werfen Schatten (1989)
- Wege im harten Gras (Autobiographie; 1994)
- Die Reise nach Gaborone (1997)
- Sascha und die neun alten Männer (Kinderbuch; 1997)
- Geteiltes Land (1997)
- Nacht des Verrats (2000)
- Meine Schwester Sara (2002)
- Blutsteine (2003)
- Der Judenweg (2004)
- Die Nottaufe (2006)
- Mitzis Hochzeit (2007)
- Eingeladen war ich nicht: Gedanken während einer Reise (2008)
- Miss Moores Geburtstag (Roman; 2008)
- Memory's Tagebuch. Eine Geschichte aus Simbabwe (Roman; 2009)
Weblinks
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