- Schwertschmied
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Als Schwertfeger wird heute ein Schmied bezeichnet, der die Endmontage von Degen, Säbel, Dolchen, und ähnlichen Waffen vornimmt. Er setzt Klinge und Gefäß zusammen, beschichtet die Waffe mit Fett und fügt sie in ihre Scheide.
Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes Schwertfeger war jedoch eine andere. Nachdem Schmied und Härter ihre Arbeit getan hatten, war es die Aufgabe des Schwertfegers, das Schwert oder die Klinge blankzufegen, sie also zu polieren und blank zu schleifen. Zum Polieren setzte er Polierstähle, Polierachate, Schmirgelpulver und Polierhölzer ein.
Vor dem Hochmittelalter schliffen die Schmiede die Klingen ihrer Schwerter selbst. Seit dem 12. Jahrhundert war dann das Handwerk der Schwertfeger zu finden. Die Schleifer saßen oder standen an einem rundumlaufenden Schleifstein. Kleinere wurden mit einem Fußbrett, größere durch Kurbeln angetrieben. Seit dem 14. Jahrhundert wurden Schleifsteine bis zwei Meter Durchmesser durch Wasserkraft angetrieben.
Messerklingen wurden trocken geschliffen (Rauchschleifen). Beim Schleifen von Schwertklingen gab ein über dem Schleifstein angebrachter Behälter tropfenweise Wasser ab (Nassschleifen).
Es war die Arbeit der Schwertfeger, die Oberfläche der bereits geschliffenen Klingen zu glätten. Dazu wurden die Klingen mit Steinen (etwa dem heute noch bekannten Belgischen Brocken) und einem Brei aus Öl und Schmirgel bestrichen und auf rotierenden Holzscheiben blank poliert. Dann wurden sie auf die Griffe montiert.
Weitere Information
- Von dem Beruf des Schwertfegers leiten sich der heute gebräuchliche Nachnamen Schwerdtfeger und Schwertfeger ab.
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