- St. MacDara Island
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Das nur 1,5 km lange und 27 m hohe St. MacDara Island liegt im County Galway vor der Küste von Connemara in Irland. Das Oratorium und die anderen frühchristlichen Relikte (Keltenkreuz und Cross-Slabs) liegen innerhalb einer nur teilweise erhaltenen Ummauerung, oberhalb des Naturhafens, an der südöstlichen Küste der Insel.
Das einräumige Oratorium von Illaun aus dem 6. Jahrhundert misst 4,5 x 3,4 m, ist mit Steinplatten bedacht, die beiden steinernen Giebelfiguren und der Dachfirst wurden 1975 ergänzt. Der Türöffnung mit großem Steinsturz liegt eine rundbogige Fensteröffnung im Osten gegenüber, wo auch die Überreste von Verputz erhalten sind. Eine quadratische Fensteröffnung liegt im Süden. Die oft polygonen Steine bestehen aus grauem und rosa Granit, dem Grundgestein der Insel. Der leicht rosa Farbton ist das Ergebnis des Verfalls des Feldspates im grauen Granit. Das Oratorium besteht hauptsächlich aus feinkörnig grauen Granit. Das Gebäude zeigt starken Flechtenbewuchs. Es wird als intakt eingestuft und gilt als eines der besterhaltenen frühkirchlichen Gebäude in Irland. Weil St. MacDara der Schutzpatron der Fischer ist, wird an seinem Fest, dem 16. Juli, nicht gefischt und die Seeleute ziehen gewöhnlich ihre Segel ein, wenn sie an der Insel vorbeikommen. Die Insel ist unbewohnte Sommerweide für Schafe und Rinder.
Andere irische Oratorien aus Stein sind: der Benan Temple auf der Insel Inishmore ebenfalls im County Galway, das Gallarus Oratory und das Killelton Oratory im County Kerry und Temple Cronan im County Clare.
Literatur
- Paul Gosling: Archaeological Inventory of County Galway. Vol. 1: West Galway (including Connemara and the Aran Islands). Stationery Office, Dublin 1993, ISBN 0-7076-0322-6.
Weblinks
53.305277777778-9.9194444444445Koordinaten: 53° 18′ N, 9° 55′ WKategorien:- Kirchengebäude in Irland
- Archäologischer Fundplatz in Irland
- County Galway
- Erbaut im 6. Jahrhundert
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