Sterzeleanum

Sterzeleanum

50.83084112.9228817Koordinaten: 50° 49′ 51″ N, 12° 55′ 22″ O

Versteinerter Wald: Detailaufnahme
aufgestellter versteinerter Wald

Der Versteinerte Wald von Chemnitz ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Seit dem Erstfund 1737 stieß man in Hilbersdorf, heute ein Stadtteil von Chemnitz, bei Schachtungsarbeiten immer wieder auf verkieselte Hölzer. Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der bei Chemnitz wohnende Edelsteininspektor David Frenzel (1691–1772) zahlreiche Kieselhölzer bergen, um daraus Schmucksteine herzustellen, darunter 1751 auch eines der wenigen Exemplare mit noch ansitzenden Wurzeln. Später vermachte ein Finder, der Hilbersdorfer Bauunternehmer Güldner, dem Chemnitzer König-Albert-Museum einige versteinerte Stämme. Der damalige erste Direktor des Museums, Johann Traugott Sterzel, übernahm die Untersuchung der Fundstücke. Ihm ist auch das Sterzeleanum im Museum gewidmet.

Die Entstehung der Kieselhölzer steht im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Zeisigwald-Vulkans vor ca. 290 Millionen Jahren. Beim Ausbruch wurden die Bäume wie 1980 beim Vulkan Mount St. Helens durch die Druckwelle der Eruption entwurzelt, abgeknickt und entästet. Die Stämme wurden danach mit 80 bis 100 °C heißen Auswurfmaterialien des Vulkans (Pyroklastika) bedeckt.

Die meisten der Stämme sind heute im Museum für Naturkunde im Chemnitzer Kulturkaufhaus DAStietz ausgestellt, besonders schön sind dabei die Exemplare mit geschliffener Oberfläche. Eine kleine Sammlung ist auch an der Zeißstraße zu sehen.

Zuletzt wurde 1996 auf der Hilbersdorfer Flur ein versteinerter Stamm aufgefunden. Seit 4. April 2008 wird auf einem Grundstück an der Frankenberger Straße erneut nach Stämmen gesucht.

Siehe auch:

Literatur

Ronny Rößler: Der versteinerte Wald von Chemnitz: Katalog zur Ausstellung Sterzeleanum. Museum für Naturkunde Chemnitz, 2001. ISBN 3-00-007446-5


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