Suebenheim

Suebenheim
Wappen Karte
Wappen Seckenheim
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Über dieses Bild
Basisdaten
Stadt: Mannheim
Geografische Lage: 49° 28' N, 08° 34' O Koordinaten: 49° 28' N, 08° 34' O
Fläche: 9,42 km²
Einwohner: 15.928 (31. Oktober 2008)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.691 Einwohner je km²
Adresse der
Stadtverwaltung:
Seckenheimer Hauptstr. 68
68239 Mannheim
Website: www.mannheim.de
Seckenheim mit Schloss und Neckarbrücke
Seckenheimer Wasserturm

Seckenheim ist ein Stadtbezirk und ein Stadtteil von Mannheim im Rhein-Neckar-Dreieck. Außer dem Stadtteil Seckenheim selbst, gehören zum Bezirk noch die Stadtteile Hochstätt und Suebenheim.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Seckenheim liegt im Osten Mannheims direkt am Neckar. Angrenzende Stadtteile sind Friedrichsfeld, Rheinau und Neuostheim. Auf der anderen Neckarseite - über die Neckarbrücke zu erreichen - liegt Ilvesheim, das zum Rhein-Neckar-Kreis gehört.

Geschichte

766 wurde Seckenheim erstmals im Lorscher Codex erwähnt. Bis 1247 gehörte es zum Kloster Lorsch und damit zum Erzbischof von Mainz. Dann fiel es nach einer heftigen Fehde an den Pfalzgrafen Otto II. 1274 gab es erstmals ein Gericht. Um 1439 war Seckenheim ein wohlhabendes Dorf mit 450 Einwohnern. Am 30. Juni 1462 kam es während des Badisch-Pfälzischen Kriegs zur Schlacht bei Seckenheim, bei der Kurfürst Friedrich I. seine Nachbarn Markgraf Karl von Baden, Bischof Georg von Metz und Graf Ulrich von Württemberg entscheidend schlagen und seine Vormachtstellung sichern konnte.

Während des Dreißigjährigen Kriegs fiel Seckenheim 1623 an Kurmainz und gelangte erst 1651 wieder an die Kurpfalz zurück. 1682 wurde auf Seckenheimer Gemarkung Friedrichsfeld gegründet. 1768 baute Freiherr von Stengel das Seckenheimer Schloss, den Park am Neckar und südlich den Stengelhof (heute in Mannheim-Rheinau). 1786 gab es 1.098 Einwohner. Zusammen mit der rechtsrheinischen Kurpfalz wurde Seckenheim 1803 badisch. 1876 wurde der Bahnhof gebaut. Um ihn herum entstand in der Folge die Siedlung Hochstätt. 1891 wurde durch die Seckenheimer Hauptstraße die dampfgetriebene Schmalspurbahn Mannheim-Heidelberg gebaut, die spätere Oberrheinische Eisenbahn.

Seit 1873 gab es die chemische Fabrik Rheinau. Um sie entstand eine Siedlung, die sich stürmisch entwickelte (u.a. wurde der Rheinau-Hafen gebaut). 1910 gab es in Seckenheim 5.754 und in Rheinau 3.950 Einwohner. 1913 wurde dieses Gebiet abgetrennt und zu Mannheim eingemeindet. Als Entschädigung erhielt Seckenheim das 225 ha große Kloppenheimer Feld.

1911 baute man in Seckenheim den Wasserturm (im Volksmund Glatzkopp genannt). In den 1920ern begann man mit dem Bau des Neckarkanals. Dadurch hatte der echte Neckar oft so wenig Wasser, dass er mit Booten nicht mehr passierbar war. 1927 wurde daher die Bogen-Brücke nach Ilvesheim gebaut. 1930 wurde Seckenheim nach langen Verhandlungen zu Mannheim eingemeindet.

1931 wurden in Suebenheim die ersten Wohnhäuser gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die United States Army die Seckenheimer Kasernen, ebenso wie die ehemalige Reichsautobahn-Gaststätte. Ab 1980 wurden im Westen und Süden Seckenheims Neubaugebiete erschlossen.

Einwohnerentwicklung 1439 1577 1777 1834 1875 1905 1910 1925
Seckenheim 480 575 990 1738 3028 4776 5754 6875
Rheinau 10 120 3152 3950 s.o.

Politik

Seckenheim hat einen aus zwölf Mitgliedern bestehenden Bezirksbeirat. Er ist zu allen wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Fragen zu hören. Die Entscheidungen trifft aber letztlich der Gemeinderat der Stadt Mannheim.

Partei 2004 1999 1994
CDU 6 7 6
SPD 4 5 5
GRÜNE 1 0 1
Mannheimer Liste 1 0 0

Wappen

Das Wappen entwickelte sich aus dem Gerichtssiegel, das sich erstmals 1573 nachweisen lässt. Es zeigt einen Baldachin, der in drei gotischen Spitzbögen ausläuft. Darunter auf einem Thron sitzend ein Abt, der in der Linken einen Krummstab und in der Rechten das Evangelium hält. Es geht zurück auf das Neustadter St. Ägidiusstift.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Seckenheim gibt es eine Filiale der Stadtbibliothek, die im „Alten Rathaus“ untergebracht ist, sowie ein Hallenbad, das allerdings nur für Schulklassen geöffnet ist. Südlich ist eine große Pferderennbahn, auf der der Badische Rennverein regelmäßig Galopp-Rennen veranstaltet. Im Westen liegt die SAP-Arena – eine moderne Multifunktionshalle für Großveranstaltungen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Neckarbrücke (Blick von Ilvesheim)

Bereits seit 1935 hat Seckenheim einen eigenen Autobahn-Anschluss an der heutigen A 656.

Den ÖPNV versorgt die RNV und Die V-Bus GmbH (Linien 44 und 628), die mit einer Stadtbahnlinie auf den Gleisen der ehemaligen Oberrheinischen Eisenbahn direkte Verbindungen in die Innenstädte von Mannheim und Heidelberg herstellt und Buslinien (40 nach Rheinau,43 nach Friedrichsfeld, 46 nach Friedrichsfeld) betreibt. Außerdem halten die Züge des Nahverkehrs der DB Regio AG.  In Hochstätt befindet sich der Bahnhof Mannheim-Seckenheim, an dem die Züge der S-Bahn RheinNeckar schnelle Verbindungen nach Mannheim, Heidelberg und in das weitere Umland bieten. Seckenheim gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar. Außerdem gibt es in Seckenheim einen gesonderten OEG-Bahnhof welcher 2008 grunglegend neugebaut wurde von dem aus Züge der OEG AG und eine Buslinie nach Edingen (Baden) fährt; zudem fahren die Linien 43 und 46 Richtung Endhaltestelle Rathaus an einer gesonderten Bushaltestelle ab. Es ist allerdings in Diskussion den Haltpunkt aufzugeben und Rischtung SAP-Arena zu verlegen dieser wird dann SAP-Arena/Rangierbahnhof oder ähnlich heißen.

Einzelnachweise

  1. Statistikstelle Stadt Mannheim

Literatur

  • Hansjörg Probst: Seckenheim: Geschichte eines Kurpfälzer Dorfes. Mannheim 1981, ISBN 3-87804-101-2

Weblinks


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